1. Triathlon-Bundesliga
Ejot-Teams vor Doppel-Triumph

Sowohl die Männer (hier: Richard Murray) als auch die Frauen des Ejot-Teams Buschhütten wollen bei den abschließenden Bundesliga-Rennen rund um das Olympiastadion in Berlin den DM-Titel unter Dach und Fach bringen.
  • Sowohl die Männer (hier: Richard Murray) als auch die Frauen des Ejot-Teams Buschhütten wollen bei den abschließenden Bundesliga-Rennen rund um das Olympiastadion in Berlin den DM-Titel unter Dach und Fach bringen.
  • Foto: Verein
  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

sz Buschhütten/Berlin. Am Berliner Olympiastadion, wo bereits jede Menge Sport-Historie geschrieben wurde, möchte das Ejot-Team Buschhütten am Samstag (Frauen-Rennen) und am Sonntag (Männer-Rennen) seiner Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzufügen: Die achte Deutsche Meisterschaft bei den Frauen und die zehnte Deutsche Meisterschaft bei den Männern sollen beim vierten und letzten Rennen der 1. Triathlon-Bundesliga perfekt gemacht werden.
Beide Ejot-Teams gehen mit einem beruhigenden Vorsprung auf die Zielgeraden. Während die Frauen (60 Punkte) mit sieben Punkten Abstand auf Triathlon Potsdam (53) an den Start im Strandbad Wannsee gehen, haben die Männer ein Sechs-Punkte-Polster auf Triathlon Potsdam. Es müsste also schon einiges schieflaufen, dass die Potsdamer den Buschhüttenern den achten Doppel-Titel in Serie noch aus den Händen rauben.

Beide Rennen live im TV

Der Sprintdistanz-Abschluss einer sehr kurzen Saison mit diesmal nur vier Rennen im Kraichgau, in Düsseldorf, in Tübingen und in Berlin findet im Rahmen der „Finals“ statt, bei denen in zehn olympischen Sportarten die neuen Deutschen Meister in der Bundeshauptstadt gekürt werden. Erstmals in der Geschichte der 1. Triathlon-Bundesliga werden beide Rennen live im deutschen TV übertragen. Während das Rennen der 15 Frauen-Teams am Samstag von der ARD ab 10.15 Uhr gezeigt wird, geht einen Tag später das ZDF um 10.30 Uhr auf Sendung, wenn der Startschuss für die 16 Männer-Teams am Wannsee fällt. Auch die Deutschen Meister der Elite und der U 23 über die Sprintdistanz werden von der Deutschen Triathlon-Union (DTU) gesucht. Im Vorjahr triumphierte Ejot-Athlet Lasse Lührs in Düsseldorf.

Los geht's im Wannsee

Im Wannsee müssen die Athleten bei der „Formel 1 des Triathlons“ eine 750 Meter lange Runde schwimmen, bevor sie eine 21,6 Kilometer lange Radstrecke zu absolvieren haben. Allein 14,6 Kilometer beträgt dabei bereits die Anfahrtsstrecke vom Wannsee bis zum Olympiastadion im Ortsteil Westend (Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf). Vor dem Olympiastadion drehen die Athleten dann noch zwei Runden à 3,5 Kilometer. Zwei Laufrunden à 2,5 Kilometern direkt am Olympiastadion schließen den Dreikampf ab. Am Olympischen Platz, wo auch die zweite Wechselzone eingerichtet sein wird, laufen die Ausdauersportler ins Ziel.

Göckus: "Haben zwei Top-Teams am Start"

„Ich freue mich ganz besonders, dass wir zwei Top-Teams am Start haben“, sagt der Sportliche Leiter Marco Göckus. Das Frauen-Team ist die mit Rachel Klamer (Niederlande), Anna-Maria Mazzetti (Italien), Emmie Charayron (Frankreich), Lena Meißner (Deutschland) besetzt. Die Männer-Mannschaft bilden Richard Murray (Südafrika), Justus Nieschlag, Lasse Lührs, Jonathan Zipf (alle Deutschland) und João Silva (Portugal). Gleichzeitig wird in den Rennen der Deutsche Meister der Elite ermittelt. Zehn Startplätze zusätzlich hat der Verband vergeben – Linus Stimmel und Maximilian Sperl sind hier für das Ejot-Team am Start.

"Können uns nicht auf Vorsprung ausruhen"

„Wir können uns auf unserem Punkte-Vorsprung bei den Frauen und Männern nicht ausruhen, sondern streben natürlich auch wieder den Sieg an, um uns auch bestmöglich in der TV-Übertragung zu präsentieren. Einen Wettkampf in der Bundeshauptstadt zu bestreiten, ist immer etwas Besonderes. Und hier das Finale rund um das Olympiastadion auszutragen, das ist schon ein Highlight. Es wird uns eine ganz besondere Stimmung erwarten, da bin ich mir sicher. Wir werden wie immer versuchen, das Bestmögliche zu erreichen, da man nie sicher sein kann, was alles auf der Strecke passiert, die für uns hier in Berlin auch Neuland ist. Wir wünschen uns für das finale Rennen einen verletzungsfreien Ablauf und hoffen auf ein perfektes Rennen mit beiden Mannschaften“, sagt Göckus und fügt hinzu: „Vier Bundesliga-Rennen, wie in dieser Saison, sind definitiv zu wenig. Wenn man bei einem Rennen seine Leistung als Team nicht perfekt abrufen kann, könnte die Meisterschaft schon gefährdet sein.“
Das Teilnehmerfeld ist hochklassig besetzt. So fighten u.a. der zweimalige Ironman-Champion Patrick Lange (Triathlon Team DSW Darmstadt) und Kurzstrecken-Ass Laura Lindemann (beide GER, Triathlon Potsdam) um den Bundesliga-Tagessieg.

Auch in der Einzelwertung sind Ejot-Athleten an der Spitze

In der Bundesliga-Einzelwertung der Frauen kann lediglich noch Emmie Charayron (38 Punkte) ihrer Ejot-Teamkollegin Emma Jeffcoat (Australien, 56 Punkte) den Titel streitig machen. Somit ist dieser Titel bereits sicher in Buschhüttener Händen. Bei den Männern geht es in dieser Kategorie knapper zu. Hier führt Ejot-Triathlet Richard Murray mit 39 Punkten das Tableau vor Csongor Lehmann (Ungarn, Triathlon one Witten, 36) sowie Philipp Wiewald (Deutschland, Triathlon Potsdam, 29) und Dario Chitti (Italien, WMF-BKK-Team AST Süßen, 29) an.

Organisatorische Herausforderung für Rainer Jung und Co.

Der Abschluss in Berlin stellt den 27-köpfigen Ejot-Team-Tross auch vor gewaltige Herausforderungen in puncto Organisation. „Es gab bereits einige Rennen in der Triathlon-Bundesliga-Geschichte, die logistisch aufwendig waren. Aber Berlin ist eine ganz andere Nummer. Zwei Wettkampftage, weite Wege, zwei weit auseinander liegende Wechselzonen, enge Zeitfenster, frühe Startzeiten, Straßensperrungen rund um das Olympiastadion und vieles mehr erfordern ein exaktes Planen. Ich habe ein Roadbook und einen detaillierten Zeitplan für alle Tage erstellt. Wir wollen und werden natürlich beim Abschluss-Wettkampf nichts dem Zufall überlassen. Daher werden wir auch mit einigen Betreuern nach Berlin reisen. Unsere Aktiven sollen in Berlin das ‚Rundum-Wohlfühlpaket’ bekommen“, kündigt Sportdirektor Rainer Jung an.

Autor:

Redaktion Sport aus Siegen

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