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Fußball-A-Kreisliga Olpe
Elben, Möllmicke und Gerlingen 2. bangen um Klassenerhalt

Umgekehrte Vorzeichen vor dem Rückrundenstart in der Olper A-Liga. Während die Sportfreunde aus Möllmicke (weiße Trikots) tief im Abstiegskampf stecken, will die SG Hützemert/Schreibershof (gelbe Trikots) noch ins Titelrennen angreifen.
  • Umgekehrte Vorzeichen vor dem Rückrundenstart in der Olper A-Liga. Während die Sportfreunde aus Möllmicke (weiße Trikots) tief im Abstiegskampf stecken, will die SG Hützemert/Schreibershof (gelbe Trikots) noch ins Titelrennen angreifen.
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  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

klug Olpe. Während in den meisten heimischen Fußball-Ligen schon seit geraumer Zeit wieder um Punkte gespielt wird, steigt die Olper A-Kreisliga erst an diesem Wochenende in die Restrunde ein. In der fußball-begeisterten Gemeinde Wenden ist dann Bangen und Zittern angesagt, denn sowohl die Sportfreunde Möllmicke (15. Platz/9 Punkte) als auch die Reserve des FSV Gerlingen (13./13) und Grün-Weiß Elben (12./17) kämpfen noch gegen den Abstieg. Den bitteren Gang in die B-Kreisliga müssen am Ende der Saison mindestens zwei Vereine antreten.

Die...

klug Olpe. Während in den meisten heimischen Fußball-Ligen schon seit geraumer Zeit wieder um Punkte gespielt wird, steigt die Olper A-Kreisliga erst an diesem Wochenende in die Restrunde ein. In der fußball-begeisterten Gemeinde Wenden ist dann Bangen und Zittern angesagt, denn sowohl die Sportfreunde Möllmicke (15. Platz/9 Punkte) als auch die Reserve des FSV Gerlingen (13./13) und Grün-Weiß Elben (12./17) kämpfen noch gegen den Abstieg. Den bitteren Gang in die B-Kreisliga müssen am Ende der Saison mindestens zwei Vereine antreten.

Die besten Karten haben die Elbener, die zwar zu Saisonbeginn von Corona-Fällen und Verletzungen gebeutelt waren, sich vor der Winterpause aber mit Siegen in direkten Duellen mit dem Tabellenletzten aus Dünschede (3:1) und dem Lokalrivalen Möllmicke (6:3) etwas Luft verschafft haben.
In der Vorbereitung schlug die Pandemie bei den Grün-Weißen jedoch erneut mit voller Härte zu. „Zwei Testspiele sind wegen Corona-Fällen bei uns ausgefallen, und in den anderen Partien mussten wir personell improvisieren. Aber die Jungs geben Gas, weshalb wir unter den Umständen zufrieden sein können“, erklärt Co-Trainer Sebastian Stevens. Bitter ist, dass Toptorjäger Jurij Betche (9 Tore) mit einer Schulterverletzung vorerst ausfällt. Deshalb hofft Stevens, dass die übrigen Spieler fit bleiben: „Mit einem guten Gerüst können wir an erfolgreichere Zeiten anknüpfen. Dafür müssen wir aber vorne gefährlicher werden und einfache Fehler abstellen.“

Die Gerlinger Reserve hat ebenfalls einen schmerzhaften Ausfall zu verkraften – allerdings auch für Ersatz gesorgt. Für den verletzten Stammkeeper Simon Janne Pischel steht künftig Pascal Gerth (kam von der DJK Friesenhagen) im Tor. FSV-Coach Robin Brucker blickt auf eine zufriedenstellende Vorbereitung zurück und stellt seiner Elf eine klare Aufgabe: „Wir müssen sowohl in der Verteidigung nach Ballverlusten, als auch in der Chancenverwertung eine Schippe drauflegen. Wenn das klappt und wir von Verletzungen verschont bleiben, können wir auch die Klasse halten.“

Für die Möllmicker war es indes eine Hinrunde zum Vergessen. Nach Punkten sind nur die Sportfreunde Dünschede (4) schlechter platziert, in puncto Fairplay ist die Elf von Spielertrainer Nico Stettner mit drei Gelb-Roten und zwei Roten Karten sogar Liga-Schlusslicht. Die Sperren kamen zum Großteil durch Undiszipliniertheiten zustande und trafen den Verein genauso hart wie Verletzungen und Corona-Fälle – mit der Folge, dass häufig rotiert werden musste und selten mehr als sieben, acht Spieler im Training waren. Genau wie der SSV Elspe (14./11) haben die Sportfreunde noch zwei Spiele mehr als die Konkurrenz zu absolvieren. Für den Klassenerhalt fordert Stettner aber, dass die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigt als in der Hinrunde. „Die Qualität im Kader ist auf jeden Fall da. Wenn nicht schon wieder so viele Spieler ausfallen, können wir das Ganze drehen – aber auch nur dann, wenn jeder Spieler Gas gibt und eine hundertprozentige Einstellung zum Verein hat.“

Der SV Dahl-Friedrichsthal (6./25) und die SG Hützemert/Schreibershof (5./27) blicken derweil in der Tabelle nach vorn – allerdings mit einer unterschiedlichen Gemütslage. Der SV Dahl-Friedrichsthal ist von einigen Vereinen als Mit-Favorit auf den Aufstieg genannt worden, aber nach einer durchwachsenen Hinrunde hat sich der SVDF mit seiner Rolle im vorderen Mittelfeld der Liga abgefunden. „Mit unserem kleinen Kader und dem Verletzungspech, das wir hatten, muss man sich eingestehen, dass für uns nicht viel mehr drin ist. Die anderen Teams sind einfach besser aufgestellt“, urteilt Co-Trainer Chris Hardenack. Ein Stolperstein könne Dahl aber immer sein, meint Hardenack und betont: „Wir sind als Team zusammengewachsen und haben die jungen Spieler gut integriert. Vielleicht klettern wir noch ein paar Plätze nach oben. Wichtiger ist aber, dass wir nicht noch unten reinfallen.“

Die Fußballer aus Hützemert und Schreibershof geben sich indes deutlich offensiver. Einzig Marcel Laube, von dem sich beide Seiten trotz acht Toren mehr erhofft haben, ist weg und zurück zum FSV Gerlingen gewechselt. Der Rest des Kaders ist geblieben und will noch einmal im Titelrennen angreifen. „Wieviel wir erreichen, hängt von unserer Konstanz ab. Aber wir können und wollen mit unseren zwei Nachholspielen bis auf sieben Punkte an die Spitze heranrücken“, rechnet SG-Trainer Volker March vor. „Der FC Lennestadt 2. muss erst mal die Hinrunde bestätigen. Schaffen sie das, sind sie nicht mehr aufzuhalten. Wenn nicht, wollen wir zur Stelle sein“, unterstreicht March die Ambitionen der Spielgemeinschaft.

Auch der SV Heggen (2./35), Rot-Weiß Ostentrop-Schönholthausen (3./33) und der SV Türk Attendorn (4./28) lauern auf Fehler des Tabellenführers FC Lennestadt 2. (40 Punkte). Insbesondere Heggen, das bisher die beste Defensive (nur 15 Gegentore) und mit Rafael Löb (15 Treffer) und Tony Sunday (10) das beste Sturmduo der Liga stellt, will das Titelrennen noch lange offenhalten. Das direkte Duell zwischen Heggen und der FCL-Reserve geht am viertletzten Spieltag über die Bühne. Mindestens bis dahin ist in der Olper A-Liga Spannung garantiert – sowohl im Titelrennen als auch im Abstiegskampf...

Autor:

Marc Klug aus Siegen

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