Christian Textor fährt in die Top Ten
„Ergebnisse sind ein Traum!“

Vor der malerischen Kulisse von Les Orres fuhr der Würgendorfer Mountainbiker Christian Textor erstmals in die Top-Ten-Ränge der Enduro World Series. In Frankreich erreichte er auf zwei der sieben Sektionen die Plätze 6 und 7.
  • Vor der malerischen Kulisse von Les Orres fuhr der Würgendorfer Mountainbiker Christian Textor erstmals in die Top-Ten-Ränge der Enduro World Series. In Frankreich erreichte er auf zwei der sieben Sektionen die Plätze 6 und 7.
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  • hochgeladen von Frank Kruppa (Redakteur)

krup Les Orres. Nach einem aus seiner Sicht etwas enttäuschenden Saisonstart ist der Burbacher Christian Textor inzwischen voll in der Enduro World Series der Mountainbiker angekommen! Bei der fünften von acht Veranstaltungen der Serie im französischen Les Orres fuhr der 28-Jährige auf insgesamt sieben Strecken gleich zwei Mal in die Top Ten. „Diese Ergebnisse sind ein absoluter Traum“, kommentierte Textor seine Plätze 6 und 7 in der ersten und fünften Sektion.

So gut war bislang noch kein Deutscher

Auch das Gesamtresultat, ein 14. Rang, erfüllte ihn mit berechtigtem Stolz: „So weit vorn war noch nie zuvor ein deutscher Fahrer in dieser Weltmeisterschaft platziert. Es war ein landschaftlich sehr attraktiver Kurs in den Seealpen mit einem schönen Tal – dort könnte mal durchaus auch mal privat Urlaub machen...“

Auf der Seite www.mtb-news.de schilderte der Südsiegerländer seine Eindrücke aus Les Orres in launigen Worten: „Im Training war mir schnell klar, dass ich hier ein gutes Rennen fahren kann – schon auf den ersten Metern hatte ich extrem viel Spaß. Das Gelände war unglaublich vielseitig, damit aber auch sehr herausfordernd. Es war super schwierig, ein gutes Setup für alle Stages zu finden. Also hieß es: Einen gesunden Kompromiss finden und damit glücklich sein, denn das Wichtigste ist der Kopf und das Selbstbewusstsein! Und genau das hatte ich endlich wieder, weil ich mich so wohl gefühlt habe in dem technisch und physisch forderndem Gelände.

Dass ich mir allerdings im Rennen gleich mehrere Träume erfüllen würde, habe ich nicht kommen sehen. Gleich zwei Top-10-Stage-Ergebnisse, das ist viel zu krass! Ich meine, das bedeutet, dass ich unter den zehn schnellsten Männern der Welt gelandet bin. Nach zwei langen Tagen dann der 14. Platz insgesamt, das kann ich auch noch nicht ganz fassen.“

Neues Rad "läuft"!

Dabei hatte die Rennserie alles andere als wunschgemäß für den Fahrer des Vereins MTB Siegerland begonnen, der mit seiner Familie in Würgendorf lebt. Beim Auftakt in Rotorua (Neuseeland) hatte er erhebliche Probleme mit dem Material. „Da vor Ort nicht alles verfügbar war, konnten wir nicht spontan für Besserung sorgen. Mit Hilfe meines Hauptsponsors Bulls haben wir aber später ein komplett neues Rad aufgebaut, mit dem es dann deutlich besser lief“, so Textor.

Schon bei der 4. Veranstaltung der EWS war die Verbesserung greifbar und auch zahlenmäßig zu dokumentieren, denn im italienischen Canazai im Val di Fassa belegte Christian Textor den 31. Rang in der Gesamtwertung. Zur Einordnung: In der Weltserie starten weit über 200 Mountainbike-Spezialist aus der ganzen Welt, 232 davon haben bislang mindestens einen Punkt ergattert und sind somit in der Gesamtwertung aufgelistet.

Momentan auf Platz 25 notiert

Christian Textor liegt momentan mit 960 Zählern auf dem 25. Rang, womit er in diesem Elitefeld sehr zufrieden ist: „Das entspricht durchaus meinen Erwartungen, wobei ich mir im Vorfeld der Serie gar keine großen Gedanken über die Gesamtwertung gemacht habe, weil dies einfach von so vielen Unwägbarkeiten begleitet ist. So hatte ich kein fixes Ziel, sondern wollte auf jeder Station einfach das Bestmögliche für mich herausfahren.“

In Frankreich gelang dies nun ausgezeichnet, was „mir für die letzten drei Veranstaltungen eine Menge Selbstvertrauen gibt“, wie der Würgendorfer einräumt. „Bei diesen Hochgeschwindigkeiten entscheiden Hundertstel Sekunden, und man muss absolut eins mit seinem Rad werden, weil man ihm hundertprozentig vertrauen muss. Auf meinem jetzigen Rad habe ich ein sehr gutes Gefühl, und es wird demnächst auch in Serie gehen“, berichtet der Familienvater, der im Dezember 29 Jahre alt wird.

Noch drei Rennen in der Serie

Nach seinem bislang größten sportlichen Erfolg wird Textor die letzten drei Aufgaben dieser Serie in Whistler (Kanada/11. August), Northstar (Kalifornien/USA/24. und 25. August) und Zermatt (Schweiz/21. September) mit einer guten Portion Zuversicht und Selbstbewusstsein angehen: „Die Top 20 sind noch erreichbar“, sagt Textor, der auf den Briten Mathes Stuttart (1070 Punkte), der momentan auf Rang 20 notiert ist, 110 Zähler Rückstand aufweist. Spitzenreiter ist derzeit der Franzose Florian Nicolai (2140) vor den beiden Neuseeländern Edward Masters (1960) und Sam Hill (1840). „Aber auch, wenn ich den aktuellen 25. Platz halten sollte, wäre ich hochzufrieden“, blickt Christian Textor schon mal voraus.

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