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Darüber spricht die Kreisliga
Ex-Oberliga-Torwart Groß hilft SG Siegen-Giersberg

Gestern und heute: Michael Groß als Torhüter der Sportfreunde Siegen (rechts) vor rund 30 Jahren und aktuell als Torwarttrainer des A-Kreisligisten SG Siegen-Giersberg.
  • Gestern und heute: Michael Groß als Torhüter der Sportfreunde Siegen (rechts) vor rund 30 Jahren und aktuell als Torwarttrainer des A-Kreisligisten SG Siegen-Giersberg.
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krup Siegen. Der Name „Groß“ bürgt in Siegen für eine Torhüter-Tradition mit viel Qualität. Schon Alfred Groß hütete für etliche Jahre das Tor der Siegener Sportfreunde, zu Beginn der 1960er Jahre sogar in der Westdeutschen 2. Division, der damals nach der Oberliga zweithöchsten deutschen Fußball-Spielklasse – irgendwie klar, dass sein Sohn Michael irgendwann in seine Fußstapfen treten würde. Tatsächlich schloss sich dieser schon 1974 als sechsjähriger Steppke den F-Junioren der Sportfreunde an – zunächst allerdings als Feldspieler. „Meine Mutter hatte damals dafür plädiert, dass ich nicht auch ein Torwart werde. Als dann allerdings der etatmäßige Keeper mal nicht zur Verfügung stand, kam man wohl schnell auf den Sohn von Alfred“, schmunzelt Michael Groß im Gespräch mit der SZ.

krup Siegen. Der Name „Groß“ bürgt in Siegen für eine Torhüter-Tradition mit viel Qualität. Schon Alfred Groß hütete für etliche Jahre das Tor der Siegener Sportfreunde, zu Beginn der 1960er Jahre sogar in der Westdeutschen 2. Division, der damals nach der Oberliga zweithöchsten deutschen Fußball-Spielklasse – irgendwie klar, dass sein Sohn Michael irgendwann in seine Fußstapfen treten würde. Tatsächlich schloss sich dieser schon 1974 als sechsjähriger Steppke den F-Junioren der Sportfreunde an – zunächst allerdings als Feldspieler. „Meine Mutter hatte damals dafür plädiert, dass ich nicht auch ein Torwart werde. Als dann allerdings der etatmäßige Keeper mal nicht zur Verfügung stand, kam man wohl schnell auf den Sohn von Alfred“, schmunzelt Michael Groß im Gespräch mit der SZ. Er muss seine Sache gut gemacht haben, denn sein Platz sollte der zwischen den Pfosten bleiben – für lange, lange Zeit. Doch dazu später mehr.

Mit Siegens B-Jugend Westfalenpokalsieger

Seine komplette Jugendzeit verbrachte Michael Groß bei den Sportfreunden, mit der B- und A-Jugend spielte er in der Westfalenliga, die damals – vor der Einführung der Junioren-Bundesligen – noch die höchste Spielklasse in Deutschland war. Mit der Siegener B-Jugend gewann Groß in der Saison 1983/84 den Westfalenpokal und wurde Westdeutscher Vizepokalsieger. In der Abschluss-Tabelle der Westfalenliga belegten die Sportfreunde Siegen den 4. Rang hinter Borussia Dortmund, der Hammer SpVg und dem FC Schalke 04. Mit der Kreisauswahl hatte Groß 1979 unter der Regie von Trainer Harald Teichmann die Westfalenmeisterschaft der Kreise gewonnen.

Nach Ende seiner Juniorenzeit schaffte Michael Groß auf Anhieb den Sprung in die 1. Mannschaft und nur ein Jahr später, 1987/88, den Aufstieg in die Oberliga Westfalen nach einem dramatischen und denkwürdigen Entscheidungsspiel mit Elfmeterschießen gegen den VfR Sölde im Lüdenscheider Nattenberg-Stadion. Zur Saison 1989/90 wechselte Michael Groß zum VfB Wissen, aber schon in der Winterpause zurück zu den Sportfr. Siegen. Nach dem Beinahe-Abstieg in die Landesliga, der 1990 erst in einem Entscheidungsspiel gegen die TSG Dülmen im Geisweider Hofbach-Stadion durch einen 6:5-Triumph im Elfmeterschießen verhindert werden konnte, schafften die „Freunde“ 1992 mit Torwart Michael Groß den Aufstieg in die Oberliga.

In der Spielzeit 1994/95 ging es für Groß zum damaligen Verbandsligisten SV 08 Langenau, später dann (1998) zum VfB 07 Weidenau in die Landesliga. „Dort habe ich auch meine aktive Laufbahn beendet und bei den Alten Herren unter Kurt Schmähl eine schöne Zeit gehabt“, erinnert sich Michael Groß dankbar. Bei den Weidenauer „Oldies“ spielte er allerdings überwiegend im Sturm (!) und musste 2010 verletzungsbedingt gänzlich aufhören. Diverse Brüche, ein Bandscheibenvorfall, Bänderrisse, eine Meniskusoperation und zuletzt auch noch zwei Kreuzbandrisse im linken und rechten Knie zwangen Groß zu diesem Schritt.

"Giersberg ein sehr familiärer Verein"

Er brachte sich danach in den jeweiligen Mannschaften, in denen sein Sohn Silas (im Feld!) spielte, mit ein und landete so beim A-Ligisten, wo er seit Beginn dieser Saison als Torwartrainer aktiv ist. „Die SG ist ein sehr familiärer Verein mit einer sehr guten Jugendarbeit. Die Erste ist eine junge Mannschaft mit einem guten Charakter, die beiden Trainer Christoph und Alexander Spies haben einen großen Kader zur Verfügung und schaffen es bislang vorbildlich, jeden zu berücksichtigen und zu integrieren, was sicherlich nicht immer einfach ist“, lobt Groß das Trainer-Brüderduo. Unter dem „Sender“ trainiert er momentan einmal pro Woche mit Timo Schölzke, der unlängst beim 2:2 in Wahlbach sogar als Torjäger auffiel, und Silas Natanael Stenger, dem Keeper der A-Junioren. Sein Fazit: „Es macht richtig viel Spaß!“

Autor:

Frank Kruppa (Redakteur) aus Siegen

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