2. Handball-Bundesliga
Ferndorf: Neun Feldspieler, zwei Torhüter

Balingen-Leihgabe Niklas Diebel gehört morgen zum TuS-Kader.

geo Ferndorf. In Lockdown-Zeiten finden auch „Spieltags-Pressekonferenzen“ des TuS Ferndorf mittlerweile online statt. Die gestrige hingegen hatte Seltenheitswert, weil 40 Minuten lang versucht wurde, so gut wie nichts zu sagen.  Zwar hatten auch die teilnehmenden Medienvertreter Verständnis dafür, dass die Namen der an Corona erkrankten Spieler nach wie vor ungenannt bleiben sollten (obwohl diese ja mit Sicherheit dafür nicht im Geringsten eine „Schuld“ tragen). Doch genau dieser Fakt wird schon morgen Abend zum „Rumgeeiere“, wenn anhand des Spielberichtsbogens im Umkehrschluss feststeht, um wen es sich handelt. Denn Trainer Robert Andersson machte in Abstimmung mit der sportlichen Leitung klar, dass die „betroffenen“ Spieler morgen Abend in der Partie beim ASV Hamm-Westfalen (19.15 Uhr) noch nicht eingesetzt werden.

Wenig Erhellendes zu Verletzten

Der Hintergrund ist logisch: sowohl Andersson als auch Roger Becker, der die Pressekonferenz leitete, legten Wert auf die Feststellung, dass der Fokus auf der Gesundheit der Spieler liege, und kein Akteur kann nun mal nach fast sechs Wochen Zwangspause binnen weniger Tage schon wieder ein körperliches Niveau erreichen, um Hochleistungssport zu betreiben.  Daher werde man mit neun Feldspielern und zwei Torhütern in Hamm antreten, so Andersson. Komplett skurril wurde es dann bei der Frage nach dem Fitness-Zustand der beiden vor den Corona-Fällen verletzten Toni Sario und Lukas Pechy. Andersson: „Sie haben trainiert, sind aber noch nicht bei 100 Prozent.“ Ob man denn mit den beiden bei „elf Feldspielern“ liegen werde, wurde berechtigter Weise nachgefragt. Andersson: „Das werden wir sehen.“

Sorg-Brüder "plus ein Torhüter"...

Fakt ist, dass mit den Brüdern Leon und Michel Sorg zwei Oberliga-Spieler bereits mit dem Ende der 14-tägigen Quarantäne Anfang März mit den „Negativen“ zusammen trainieren. Andersson kündigte zudem an, dass auch „ein Torwart der 2. Mannschaft“ mit nach Hamm fahren werde. Es war in diesem Zusammenhang schon länger durchgesickert, dass auch zwei Zweitliga-Torhüter des TuS Ferndorf Anfang März positiv getestet worden waren. Andersson ließ offen, ob es sich bei diesem Torwart um Oldie Kai Rottschäfer oder um Jan-Niklas Broszinski handele.

Von "Do-or-Die"-Spielen

Des weiteren räumte der schwedische Coach auch ein, dass man die Bedeutung der anstehenden Spiele unterschiedlich gewichten werde. Andersson vermied zwar negativ belastete Wort wie „abschenken“, meinte aber irgendetwas Ähnliches, als er sagte: „In solchen Spielen sollen die Spieler Spaß haben und befreit aufspielen.“ Gegen Teams „aus der unteren Tabellenhälfte“ wollte Andersson wiederum nicht von „Do-or-Die“-Spielen sprechen, umschrieb Matches wie schon bald gegen Konstanz oder Fürstenfeldbruck stattdessen so: „Wir haben einen Riesendruck und müssen diese Spiele natürlich anders im Kopf haben und auch ganz anders in diese Begegnungen hinein gehen.“

Gegen Gummersbach "ein paar mehr" auf der Bank

Der Plan sieht nun vor, jeden einzelnen „Positiven“ Tag für Tag durch individuell angepasstes Training behutsam an das Teamniveau heran zu führen. Heute stehen demnach weitere ärztliche Untersuchungen an, nachdem es am Dienstag das „Go“ für die Hälfte dieser Spieler gab (SZ berichtete). Andersson glaubt, dass „der eine oder andere am nächsten Dienstag im Nachholspiel gegen den VfL Gummersbach wieder „auf der Bank sitzen“ könne.

Patrick Weber erneut operiert

In diesem Zusammenhang gab es auch Neuigkeiten zu Patrick Weber, der in der Zwischenzeit ein zweites Mal operiert wurde. Die Operation sei gut verlaufen, sagte Roger Becker, und die behandelnden Ärzte hätten dem Rückraum-Schützen des TuS Ferndorf gute Perspektiven in Aussicht gestellt, wieder Handball spielen zu können.  Und gleich noch eine gute Nachricht hinterher: auch die Leihgabe des Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten, Niklas Diebel, trainiert seit Tagen wieder mit der Mannschaft des TuS Ferndorf und wird daher am Freitag auch  zum TuS-Kader in Hamm gehören.

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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