Handball-Testspiel
Ferndorf scheppernd und zaudernd

Aufmerksame Abwehrarbeit der Ferndorfer in der Anfangsphase.
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geo Kreuztal.  Wäre in der Stählerwiese am Freitagabend ein Schaffner der Bahn vorbei gekommen - er hätte viel zu tun gehabt, um all die „Fahrkarten“ abzustempeln, die die Handballer des Zweitligisten TuS Ferndorf  „zogen“. Würfe zur falschen Zeit und manchmal auch vom falschen Ort - acht Tage vor dem Ernstfall im DHB-Pokal rumpeln die Ferndorfer scheppernd und zaudernd durch die finale Phase der Saisonvorbereitung!

Wieder nur ein Remis gegen Drittligist

Wie schon am Samstag beim 25:25 gegen den TV Großwallstadt glückte auch gestern Abend gegen einen Zweitliga-.Absteiger kein „Heimsieg“. Am Ende stand es gegen den VfL Eintracht Hagen 23:23, was speziell in den letzten Spielsekunden einem Blackout Julius Anderssons geschuldet war - doch dazu später!  Das Beste an dem Vorbereitungsspiel war wieder einmal die Kulisse: mach’ das Licht an in der Stählerwiese und 350 klatschen Beifall. TuS-Trainer Michael Lerscht könnte auch einen Kegelabend organisieren - des Zuspruchs von den Rängen wäre er sich sicher!

Prinzip "Ballermann - knapp daneben"

Einer starken und zweifelsfrei überzeugenden Leistung seiner Mannschaft indes noch nicht. Dabei fingen die anfangs eingesetzten Akteure sehr gut an, schienen willens, die gefühlte Pleite gegen Großwallstadt in den Schrank des Vergessens packen zu wollen. 5:2 stand es nach wenigen Minuten nach je zwei Treffern des Schweden und des Linksaußen Magnus Neitsch sowie Mattis Michels, der das 1:0 markierte und am Ende mit 6/2 Treffern bester Schütze der „Roten“ war.
Doch dann begann das Spiel „Ballermann - knapp daneben“. Trotz neun Paraden von Marin Durica im TuS-Tor ging man mit 10:11 in die Pause - mehr muss man nicht sagen.

Oberpeinlich, der finale Passfehler!

Und in der zweiten Hälfte baute die Truppe des neuen Trainers Ulli Kriebel den Vorsprung sogar auf drei Tore aus (16:13). Die Hagener waren ohne den Ex-Ferndorfer Daniel Mestrum (Wadenprobleme) angereist, der auch im DHB-Pokal dem VfL wegen seiner Hochzeit fehlen wird. Dann kassierte auch noch Tilmann Pröhl die Rote Karte, Ferndorf glich aus und ging durch Julian Schneider in der 48. Minute nach langer Zeit noch einmal 20:19 in Führung. Kurz vor Schluss stellte Tim Rüdiger sogar auf 23:21. Und Sekunden vor dem Ende hatte Ferndorf beim 23:22 noch alle Zeit der Welt, aber nach einem „Time-Out“ von Lerscht spielte Andersson einen viel zu riskanten Ball, den die Gäste abfingen und mit der Schlusssirene zum 23:23 ausglichen - oberpeinlich!

Lucas Schneider und Hottgenroth wieder fit

Positiv blieb noch das „zweite“ Comeback Lucas Schneiders, der aber ohne Tor blieb. Und auch Tim Hottgenroth ist wieder fit und wehrte in der Schlussphase wichtige Bälle ab. Jonas Faulenbach, der zuletzt nur wenig spielte, räumte ein: „Wir standen uns heute manchmal selbst im Weg, haben mitunter geworfen ohne klare Chance. Da müssen wir wieder konzentrierter sein“ Und zu seinen geringen Spielzeiten: „Ja, ich hatte zuletzt ein paar kleine Baustellen. Aber in der Vorbereitung müssen die anderen ja auch mehr ins System reinwachsen als ich.“ Soll heißen: wenn es gilt, bin ich wieder der Alte.
TuS Ferndorf: Durica, Hottgenroth - M. Michel (6/2), Andersson (3), Wicklein (3), Neitsch (2), Weber (2), J. Schneider (2), Faulenbach (2), Basic (1), Bornemann (1), Rüdiger (1).

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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