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2. Handball-Bundesliga
Ferndorf-Sieg erst im Endspurt

Kein Glück beim Tempo-Gegenstoß: Jonas Faulenbach scheiterte an Keeper Norman Toth.
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geo Krefeld. Es kam wie befürchtet bzw. in der Siegener Zeitung am Mittwoch  prophezeit: Die „leichte“ Pflichtaufgabe gegen das hoffnungslos abgeschlagene „Schlusslicht“ der
2. Handball-Bundesliga, die HSG Krefeld, mutierte für den TuS Ferndorf am Freitagabend vor 604 Zuschauern, darunter 100 Fans aus Ferndorf, zu einer äußerst zähen Angelegenheit. Erst in den letzten dreieinhalb Minuten verschaffte sich der haushohe Favorit aus dem Siegerland den letztlich entscheidenden Vorsprung und gewann die „Arbeitsaufgabe“ im Rheinland noch mit 28:24 (12:11). Lohn des Fleißes in einem schwachen Zweitliga-Spiel war der 9. Platz, da Bayer Dormagen in Coburg verlor – der Tabellenführer gastiert dann am nächsten Freitag in Kreuztal.

geo Krefeld. Es kam wie befürchtet bzw. in der Siegener Zeitung am Mittwoch  prophezeit: Die „leichte“ Pflichtaufgabe gegen das hoffnungslos abgeschlagene „Schlusslicht“ der
2. Handball-Bundesliga, die HSG Krefeld, mutierte für den TuS Ferndorf am Freitagabend vor 604 Zuschauern, darunter 100 Fans aus Ferndorf, zu einer äußerst zähen Angelegenheit. Erst in den letzten dreieinhalb Minuten verschaffte sich der haushohe Favorit aus dem Siegerland den letztlich entscheidenden Vorsprung und gewann die „Arbeitsaufgabe“ im Rheinland noch mit 28:24 (12:11). Lohn des Fleißes in einem schwachen Zweitliga-Spiel war der 9. Platz, da Bayer Dormagen in Coburg verlor – der Tabellenführer gastiert dann am nächsten Freitag in Kreuztal.

Debüt eines 17-Jährigen

Auch in diesem Spiel wartete der TuS Ferndorf notgedrungen mit einigen personellen Überraschungen auf. Der erst vor einer Woche reaktivierte Carsten Lange machte sich mit der Mannschaft zwar warm, stand jedoch gar nicht auf dem Spielberichtsbogen. Stattdessen begann Rechtshänder Jonas Müller auf Rechtsaußen und mutierte sodann zum Linkshänder. Doch auch Müller traf mit dem „falschen“ Wurfarm nicht ins Ziel. Schließlich kam nach 27 Minuten Dario Barth zu seinem unverhofften Zweitliga-Debüt. Der erst 17-jährige Jugendliche spielt normalerweise im Oberliga-A-Jugend-Team und in der 2. Mannschaft des TuS Ferndorf. Schließlich kam auch noch Linus Michel während einer Zeitstrafe zum Flügel-Einsatz.

Mattis Michel zuverlässige Anspielstation

Doch es waren weniger diese personellen Feinheiten, die den TuS in der
1. Halbzeit in eine Schieflage brachten. Alleine sechs „Fahrkarten“ in den ersten zehn Minuten sorgten für den insgeheim befürchteten 2:4-Rückstand. Weil es im Rückraum nicht rund lief, man nicht mit optimaler Konzentration zu Werke ging, erspähte man aber wenigstens die Lücken im Abwehrblock der Krefelder, in denen sich Mattis Michel als zuverlässige Anspielstation „outete“, der schon in den ersten 30 Minuten absolut zuverlässig fünf Bälle im HSG-Netz unterbrachte, so dass Ferndorf vor rund 100 mitgereisten Fans nach 18 Minuten durch „MM“ zum 6:5 erstmals in Führung ging, es allerdings nicht schaffte, diese nennenswert auszubauen.

Bornemanns gelungene Premiere als Rechtsaußen

In der 2. Halbzeit griffen dann einige Umstellungen von Trainer Michael Lerscht. Zum einen beorderte er den einzig verbliebenen Linkshänder aus dem Stamm-Kollektiv auf die Rechtsaußenposition. Andreas Bornemann, der dort keine „Kernkompetenz“ verspürte, dankte die Entscheidung aber doch mit vier ganz wichtigen Treffern. Und schließlich kam auch Toni Sario in der Offensive zum Einsatz und erzielte gleich zwei ganz einfache, aber genau deshalb sehr wichtige Treffer kurz vor der 50. Minute. Auch Julius Lindskog Andersson zog das in der zweiten Hälfte professionell durch, verwandelte seine Siebenmeter sicher und kam so noch – wie Mattis Michel – auf sieben Treffer. Ebenfalls zu den Pluspunkten im Team gehörte wieder Lucas Puhl mit 15 Paraden.

Tempo-Gegenstoß-Chancen verpufften

Dennoch war es eben so, wie man dies im Mannschaftssport oft erlebt: Im Gefühl der vermeintlich größeren Qualität macht man nicht die nötigen Schritte, um wirklich besser zu sein, zeigt im Torabschluss nicht die höchstmögliche Konsequenz. So ließen Jonas Faulenbach und Julian Schneider drei Tempo-Gegenstoß-Chancen liegen.

Top-Torschütze spielte im falschen Trikot

Julian Schneider war es aber auch, der neben seinen vier Toren von Linksaußen mit starken Abwehraktionen nicht zuletzt in der umkämpften „Crunchtime“ für den nötigen Rückhalt sorgte.
Er hatte es auf seiner Seite allerdings auch mit dem Top-Torjäger der Krefelder zu tun: Kevin-Christopher Brüren unterstrich seine Extra-Klasse mit acht Treffern. Brüren hatte sich sogar den Luxus geleistet, sein Trikot im heimischen Schrank vergessen zu haben und lief deshalb im Dress mit der Nummer 10 und dem Namen des Offiziellen Damian Janus auf.
Im Lager des TuS Ferndorf hofft man nun sehnsüchtig auf die Rückkehr zumindest eines weiteren Linkshänders am kommenden Freitag. Denn dann steht der Gegner nicht ganz unten, sondern ganz oben in der Tabelle.

Kein Glück beim Tempo-Gegenstoß: Jonas Faulenbach scheiterte an Keeper Norman Toth.
Rechtshänder Jonas Müller kann es also auch mit links - nur getroffen hat auch er hat nicht.
Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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