Höhepunkt der dreitägigen Feiern
Festzug schlängelte sich durch Littfeld

Der TuS Ferndorf nahm mit ihrem Motivwagen die Wasserrohrbrüche von 2018 aufs Korn.
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  • Der TuS Ferndorf nahm mit ihrem Motivwagen die Wasserrohrbrüche von 2018 aufs Korn.
  • hochgeladen von Jürgen Betz (Redakteur)

jb Littfeld. Der abschließende  Festzug am Sonntag morgen war der krönende Abschluss der in allen Belangen hervorragend gelungenen dreitägigen Festivitäten zum 125-jährigen Bestehen des TV Littfeld. Die tolle Stimmung von mehreren Hundert Teilnehmern im Festzug  schlug sich sofort auf die nicht gezählten Zuschauer am Straßenrand über. Mehrere Hundert Menschen säumten jedenfalls die Wegstrecke. Und da man den Zug mit etwas Geschick sogar an zwei oder mehr Stellen nacheinander mehrfach verfolgen konnte, war ein Abschätzen der Zuschauerzahl schwierig.

Jubiläumsverein stellte sechs Motivwagen

Die Littfelder hatten sechs Motivwagen gebaut., u. a. die Handballer, die Tennisabteilung und als besonderer Blickfang die Badmintonspieler. Sie hatten auch ihren Mann im Federballkostüm, das bereits beim 100-Jährigen seine Premiere hatte, neu aufleben lassen - vielleicht nach 25 Jahren Lagerung etwas angegilbt aber trotzdem große Klasse. Nur der Träger von damals, der jetzt für die Senioren-WM qualifizierte Dieter Steger, saß dieses Mal am Steuer des Treckers des Motivwagens. Hinzu kamen etliche Littfelder Fußgruppen. Eine Vielzahl der Vereinsmitglieder war dabei., ganz nach dem Motto der drei Festtage: "Wir sind der TV Littfeld". Hinter der wertvollen Vereinsfahne, die Leichtathlet Niklas Born trug, führte der aktuelle Vorstand die große Gruppe an. Die ganz Kleinen wurden im Bollerwagen mitgezogen. Ansonsten hatten diese Wägelchen die primäre Aufgabe, im Nachbarort produzierte Flüssignahrung als Wegzehrung zu transportieren. Die Uhrzeit spielte dabei keine Rolle. 

Heißes Eisen wurde  geschmiedet

Der Turnverein ist zwar der größte Verein im Ort, in dem etwa die Hälfte aller Bewohner Mitglied sind. Aber auch zig andere Ortsvereine waren wie selbstverständlich dabei. Der Heimatverein war sogar mit zwei Wagen vertreten. Auf einem wurde  als besondere Attraktion heißes Eisen geschmiedet.

Ein waschechter Nikolaus  am 16.Juni

Die Freunde vom Märchenwald hatten sich einen besonderen Gag einfallen lassen. Von ihrem geschmückten Wagen winkte ein waschechter Nikolaus. Aber ganz neu war diese Idee nicht. Man erinnerte sich, dass er auch beim Festzug vor 25 Jahren einen Auftritt mitten im Sommer hatte. Der amtierende Schützenkönig  präsentierte sich inmitten der Abordnung des Schützenvereins  den Littfeldern am Straßenrand. Die SGV hatte die Littfe-Quelle auf ihrem Wagen nachgebaut. Gezapft wurde - was schon, natürlich Bier. Hingegen war der Malade zu bedauern, der von netten Ehrenamtlichen des Deutschen Roten Kreuzes auf einem historischen Vorkriegsgefährt (wohlgemerkt des 1. Weltkriegs) durch den Ort geschoben wurde. Bei genauem Hinsehen war es dann doch eine Puppe... Nicht zu vergessen sind die fünf Spielmannszüge.

Friesen-Rhönradturnerinnen rollten bergauf

Unter dem Motto "Sport verbindet" revanchierten sich zahlreiche benachbarte Turn- und Sportvereine für den Besuch der Littfelder bei deren Jubiläumsveranstaltungen. Der TuS Müsen, dessen großartiger Festzug zum Vereinsjubiläum noch heute in aller Munde ist, präsentierte sich mit Wagen,  der kompletten Vereinsführung und selbst allerbester Laune. Zugleich konnte man die Gelegenheit nutzen, um Werbung für das Anfang September anstehende eigene "Hafenfest" zu machen.  Mit dabei waren auch  der TV Krombach mit dem knuddeligen Kinderliebling "Krombär" , der TV Eichen, der TuS Vormwald, der TV Kreuztal sowie die TG Friesen Klafeld-Geisweid. Diese rollten  mit vier Rhönrädern und mehreren Turnerinnen mit. An einer Stelle ging's sogar bergauf. "Das haben wir noch nie gemacht", riefen die Jugendlichen und gaben dabei ihr Bestes.

Comeback der "Helberhäuser Hengstparade"

Bekanntlich kommen die Höhepunkte stets am Schluss. Dafür war zunächst die TSG Helberhausen zuständig. Nach vielen Jahren Pause, in denen es keine Festzüge mehr im nördlichen Siegerland gab,  feierte die "Helberhäuser Hengstparade" ein grandioses Comeback auf den Littfelder Dorfstraßen.

Bürgermeister Kiß wurde "zippelnass" 

Berühmt für ihren Einfallsreichtum sind die Ferndorfer. Bekanntlich verstehen sie es mindestens genauso gut zu feiern wie die Littfelder und auch die Müsener. Der TuS Ferndorf war jedenfalls mit einen ganz großen Gruppe vertreten. Und als absoluten Höhepunkt trumpften sie mit einem Wagen auf, der nicht nur den Kindelsberg mit Turm als Mittelpunkt darstellte. Zugleich nahmen sie die Wasserrohrbrüche  von 2018 und die damit verbundenen wochenlangen Unannehmlichkeiten  auf die Schippe. Und weil's so schön war,  wurde mit Hochdruck aus dem Schlauch gespritzt. Einige Zaungäste, die es sich in ihrem Garten gemütlich gemacht hatten erhielten dann auch eine nicht eingeplante Erfrischung von oben. Schließlich stand auch noch Bürgermeister Walter Kiß unter den Neugierigen. "Ich weiß,  wo Ihr drauf hinauswollt", rief er noch den Ferndorfer Handballern zu. Es half nichts. Flüchten konnte er nicht mehr. Kurz darauf war er "zippelnass". Und alle hatten ihren Spaß...

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