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Sportfreunde feiern ersten Saisonsieg
Früher Doppelschlag für die Erlösung

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pm Siegen. So einfach kann's gehen! 90 Minuten und länger waren die Sportfreunde Siegen vor zwei Wochen im Heimspiel gegen Preußen Münster 2. angerannt, phasenweise hatten sie auch auswärts bei der Zweitvertretung des SC Paderborn erfolglos auf den Führungstreffer gedrängt – und dann reichen gegen den RSV Meinerzhagen ein Freistoß und ein stark vollendeter Konter, um frühzeitig die Weichen für den ersten Heim- und zugleich Saisonsieg zu stellen. 2:0 hieß es am Sonntagnachmittag nach sechs Minuten für die Mannschaft von Tobias Cramer, 3:1 lautete der Endstand. Trainerteam, Mannschaft, Verantwortliche und 526 Zuschauer hatten endlich Grund zum Jubeln.

„Es war für uns mal ein Befreiungsschlag, selbst in Führung zu gehen.

pm Siegen. So einfach kann's gehen! 90 Minuten und länger waren die Sportfreunde Siegen vor zwei Wochen im Heimspiel gegen Preußen Münster 2. angerannt, phasenweise hatten sie auch auswärts bei der Zweitvertretung des SC Paderborn erfolglos auf den Führungstreffer gedrängt – und dann reichen gegen den RSV Meinerzhagen ein Freistoß und ein stark vollendeter Konter, um frühzeitig die Weichen für den ersten Heim- und zugleich Saisonsieg zu stellen. 2:0 hieß es am Sonntagnachmittag nach sechs Minuten für die Mannschaft von Tobias Cramer, 3:1 lautete der Endstand. Trainerteam, Mannschaft, Verantwortliche und 526 Zuschauer hatten endlich Grund zum Jubeln.

„Es war für uns mal ein Befreiungsschlag, selbst in Führung zu gehen. Wir haben eine sehr, sehr gute Leistung abgeliefert und diesmal auch die Qualität im Abschluss gehabt“, resümierte Cramer. Der SFS-Coach hatte taktisch umgestellt, seinen Stoßstürmer Michél Harrer auf der Bank gelassen und stattdessen Justin Huber in die Sturmspitze beordert, der gemeinsam mit Arda Nebi und Joshua Walter auf den Flügeln und Björn Jost im offensiven Mittelfeld für mehr Dynamik im Angriffsspiel sorgen sollte.

Jöcks und Nebi eiskalt

Und die Siegener legten los wie die Feuerwehr, pressten schon am gegnerischen Strafraum und kamen zu schnellen Ballgewinnen. Soweit so gut, das war auch schon gegen die jungen „Preußen“ gelungen, doch der große Unterschied war nach fünf Minuten erkennbar: In einer Co-Produktion der beiden „Sechser“, eigentlich für die Absicherung zuständig, fand Marcel Mosch mit seinem Freistoß am langen Pfosten Patrick Jöcks, der volley mit der Innenseite zum 1:0 traf.

Der Jubel der Fans über das erste SFS-Saisontor im Leimbachstadion war gerade verklungen, der neue Spielstand noch nicht durchgesagt, da legten die Hausherren nach. Mit einem langen Ball in den Lauf von Arda Nebi hebelte Björn Jost die RSV-Abwehr aus, Til Bauman kam zu spät und Nebi jagte die Kugel zum 2:0 ins lange Eck. „Wir haben die Anfangsphase total verschlafen“, ärgerte sich Meinerzhagens Kapitän Bauman, der selbst bis 2017 knapp 80 Spiele in Oberliga und Regionalliga für die Sportfreunde bestritten hat.

"Noch in der Findungsphase"

Der zweite ehemalige Siegener, Meinerzhagens diesmal wegen einer Oberschenkelverletzung nicht spielender Co-Trainer Julian Jakobs, versuchte danach, seine Mannschaft nach vorne zu treiben. Die Gäste hatten in der Folge auch mehr vom Spiel, weil sich die Hausherren zurückzogen und auf Konter setzten, doch das neu formierte Team des Nuri-Sahin-Klubs schaffte es nicht, die nötige Durchschlagskraft im Spiel nach vorne zu entwickeln. „Moral und Charakter haben gestimmt und wir haben auch gut Fußball gespielt, waren aber zu selten gefährlich. Da hat man gesehen, dass wir noch in der Findungsphase sind“, erklärte Jakobs.

Plötzlich zittern...

In einem zerfahrenen Spiel kam der RSV quasi aus dem Nichts zum Anschluss. Der gerade eingewechselte Fathi-Arif Temel enteilte Furkan Yilmaz auf dem linken Flügel und fand mit seiner Hereingabe Andreas Spais, der mit der ersten herausgespielten Gäste-Chance verkürzte (74.). Das fehlende Selbstvertrauen der Sportfreunde war jetzt zu spüren, die Mannschaft wackelte kurz, ohne dass Meinerzhagen zu klaren Ausgleichschancen kam. „Wenn du das 2:1 kriegst, wird es einfach brenzlig. Da bin ich schon stolz, dass wir das nach den letzten Wochen über die Zeit gebracht haben“, sagte SFS-Kapitän Björn Jost.

Koc trifft, Demir fliegt

Gerade, als Meinerzhagen mit der Hereinnahme von Angreifer Erlon Sallauka den letzten Joker gezogen hatte, entschieden die Siegener schließlich das Spiel. Joshua Walter setzte sich im Eins-gegen-eins durch und bediente Berkan Koc, der die Kugel über die Linie drückte (86.). Der flinke Deutsch-Türke wurde kurz darauf noch vom bereits wegen Meckerns verwarnten Hakan Demir gelegt, der dafür die Gelb-Rote Karte sah. Dann war Schluss – und endlich Zeit zum Jubeln.

Autor:

Pascal Mlyniec (Redakteur) aus Siegen

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