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Kreisliga-Spiele schon an Ostermontag?
Fußball-Rückkehr wird konkreter

Was in den vergangenen Monaten permanent in weiter Ferne schien, ist jetzt nicht mehr undenkbar: Im Mai könnte im Leimbachstadion, wo auf dem Foto SFS-Torwart Christoph Thies eine Flanke wegfaustet, wieder Fußball gespielt werden.
  • Was in den vergangenen Monaten permanent in weiter Ferne schien, ist jetzt nicht mehr undenkbar: Im Mai könnte im Leimbachstadion, wo auf dem Foto SFS-Torwart Christoph Thies eine Flanke wegfaustet, wieder Fußball gespielt werden.
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pm Siegen/Kaiserau. Es schließt sich ein Kreis. Fast auf den Tag ein Jahr nach dem unheilvollen Freitag, den 13. März 2020, als der Amateursport in Nordrhein-Westfalen zunächst ausgesetzt und die Saison später gänzlich abgebrochen wurde, bietet sich den Fußballern endlich wieder eine Perspektive. Am Sonntag, 2. Mai, sollen die überkreislichen Klassen nach Plan des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen (FLVW) wieder den Spielbetrieb aufnehmen. Hobbykicker in den Ligen des Kreises Siegen-Wittgenstein dürfen sogar vorsichtig von einem Neustart bereits am Ostermontag träumen.

Laut den Beschlüssen der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten soll Kontaktsport unter freiem Himmel ab dem 5.

pm Siegen/Kaiserau. Es schließt sich ein Kreis. Fast auf den Tag ein Jahr nach dem unheilvollen Freitag, den 13. März 2020, als der Amateursport in Nordrhein-Westfalen zunächst ausgesetzt und die Saison später gänzlich abgebrochen wurde, bietet sich den Fußballern endlich wieder eine Perspektive. Am Sonntag, 2. Mai, sollen die überkreislichen Klassen nach Plan des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen (FLVW) wieder den Spielbetrieb aufnehmen. Hobbykicker in den Ligen des Kreises Siegen-Wittgenstein dürfen sogar vorsichtig von einem Neustart bereits am Ostermontag träumen.

Laut den Beschlüssen der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten soll Kontaktsport unter freiem Himmel ab dem 5. April wieder ohne Corona-Schnelltest zulässig sein, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz des jeweiligen Bundeslandes unter 100 liegt. Von diesem Tag an gesteht der FLVW den Vereinen eine Vorbereitungszeit von vier Wochen zu. Im Anschluss sollen bis zur Deadline am 30. Juni in jeder Gruppe mindestens jene 50 Prozent der Spiele erreicht werden, die laut der zu Saisonbeginn geänderten Spielordnung für eine Wertung nötig sind.

210 Spiele für Oberliga-Wertung nötig

Ein straffer Plan – gerade in der Oberliga Westfalen, wo bislang 87 Partien stattgefunden haben, jedoch 210 für die Wertung benötigt werden. Welche Mannschaft dabei wieviele Spiele absolviert hat, spielt übrigens keine Rolle. „Rein rechnerisch, kämen wir bis zum 22. Spieltag“, so FLVW-Vizepräsident Amateurfußball Manfred Schnieders, „wenn wir an den Sonntagen und an den Feiertagen im Mai spielen.“ Auch die Westfalen-, Landes- und Bezirksligen sollen am 2. Mai das „Projekt 50 Prozent“ starten.

Dieser Plan steht jedoch auf wackligen Füßen, denn verstärkt sich das landesweite Infektionsgeschehen, können die geplanten Lockerungen schnell wieder zurückgenommen werden. Außerdem können die Landkreise in Abstimmung mit dem Land Einschränkungen vornehmen und damit auch den Kontaktsport untersagen, sollte die Inzidenz vor Ort „nachhaltig und signifikant“ über 100 steigen.
Ein Problem sieht Manfred Schnieders insbesondere in den Osterfeiertagen, an denen viele die nötige Vernunft vermissen lassen könnten. „Ich bin vorsichtig optimistisch, dass wir die geforderte Spielzahl erreichen, aber wir appellieren ausdrücklich an alle, vorsichtig mit der Situation umzugehen und nicht dazu beizutragen, dass die Zahlen wieder steigen“, so Schnieders.

Kreisligen sollen früher starten

An den Osterfeiertagen am liebsten schon spielen lassen will Siegen-Wittgensteins Kreisvorsitzender Marco Michel, der auf Inkrafttreten des letzten Paragraphen der seit 8. März geltenden Coronaschutzverordnung hofft. „Ist die Sieben-Tages-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen 14 Tage nach dem Inkrafttreten dieser Verordnung stabil oder mit sinkender Tendenz unter dem Wert von 100, wird die Verordnung bereits dann geändert werden durch Öffnungen [...] des kontaktfreien Sports im Innenbereich und des Kontaktsports im Außenbereich“, heißt es dort.

Im besten Fall wäre bei entsprechener Aktualisierung der Verordnung also ab 22. März ein normaler Trainingsbetrieb möglich. Da er den Vereinen lediglich zwei Wochen Vorbereitungszeit zugesichert habe, könne im Idealfall an Ostermontag schon der erste Spieltag der Kreisligen stattfinden, so Michel. „Wir müssen erst die Freigabe haben, zu spielen. Dann wollen wir aber so schnell wie möglich starten“, erklärt der Kreisvorsitzende.

In den C- und D-Kreisligen, in denen an jedem Wochenende mehrere Mannschaften spielfrei haben, sollen die Spielpläne gestrafft und für einen späteren Zeitpunkt vorgesehene Partien vorgezogen werden. Michel: „Die meisten Sorgen mache ich mir aber um die A-Kreisliga. Wir müssen dort auf jeden Fall die 50 Prozent erreichen, denn sonst kommen Aufsteiger aus den B-Ligen und Absteiger aus der Bezirksliga dazu und wir haben nächste Saison Oberliga-Verhältnisse.“

FVR will am 18. April loslegen

Ebenfalls früher starten als am 2. Mai möchten die Verantwortlichen des Fußball-Verbands Rheinland (FVR). Ähnlich wie Marco Michel hofft FVR-Präsident Walter Desch auf einen Trainingsstart am 22. März. Nach vier Trainingswochen soll dann ab 18. April wieder gespielt werden. In einem möglicherweise für eine Wertung entscheidenden Punkt zeigt sich der FVR jedoch flexibler als der FLVW: eine Saisonverlängerung über den 30. Juni hinaus ist im Rheinland nicht ausgeschlossen.
Doch egal welche Pläne geschmiedet und welche Hoffnungen geschürt werden: bisher geht es um nicht mehr als (schöne) Gedankenspiele. Was davon umgesetzt werden kann, entscheidet sich in den nächsten Wochen.

Autor:

Pascal Mlyniec (Redakteur) aus Siegen

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