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Im heimischen Jugend-Fußball
Gleich vier Teams spielen in der "2. Liga"

Neue Saison, neuer Trainer: Bei den B-Juniorinnen von Fortuna Freudenberg führt nun Marco Pfennig das Kommando. Hier erläutert er den Fortuna-Spielerinnen seine Ideen an der Taktiktafel. Freudenberg spielt genau wie im Vorjahr in der Regionalliga West, die in der Saison 2020/21 zweigeteilt ist. Die Fortuna kämpft in der Staffel 1 mit sieben Kontrahenten um Punkte.
  • Neue Saison, neuer Trainer: Bei den B-Juniorinnen von Fortuna Freudenberg führt nun Marco Pfennig das Kommando. Hier erläutert er den Fortuna-Spielerinnen seine Ideen an der Taktiktafel. Freudenberg spielt genau wie im Vorjahr in der Regionalliga West, die in der Saison 2020/21 zweigeteilt ist. Die Fortuna kämpft in der Staffel 1 mit sieben Kontrahenten um Punkte.
  • Foto: Verein
  • hochgeladen von Frank Kruppa (Redakteur)

krup Siegen/Freudenberg. Im bundesweiten Jugend-Fußball ist das Siegerland durchaus prominent vertreten – gleich vier Teams kämpfen in der jeweils zweithöchsten Spielklasse um Punkte. Bei den jungen Männern sind dies die A-, B- und C-Junioren der Sportfreunde Siegen, die jeweils in der Westfalenliga zu Hause sind – das ist bei den beiden älteren Jahrgängen die Liga unmittelbar unter der Bundesliga.

Eine Bundesliga bei den C-Jugendlichen gibt es derweil nicht, dort ist die Regionalliga das nationale „Oberhaus“. Hier finden sich auch die Nachwuchs-Teams der Bundesligisten Borussia Dortmund, FC Schalke 04, Borussia Mönchengladbach, 1. FC Köln und Bayer Leverkusen wieder, aber auch kleinere Vereine mit einer auffällig guten Jugendarbeit wie die SG Unterrath 12/24 oder die SpVg Schonnebeck.

krup Siegen/Freudenberg. Im bundesweiten Jugend-Fußball ist das Siegerland durchaus prominent vertreten – gleich vier Teams kämpfen in der jeweils zweithöchsten Spielklasse um Punkte. Bei den jungen Männern sind dies die A-, B- und C-Junioren der Sportfreunde Siegen, die jeweils in der Westfalenliga zu Hause sind – das ist bei den beiden älteren Jahrgängen die Liga unmittelbar unter der Bundesliga.

Eine Bundesliga bei den C-Jugendlichen gibt es derweil nicht, dort ist die Regionalliga das nationale „Oberhaus“. Hier finden sich auch die Nachwuchs-Teams der Bundesligisten Borussia Dortmund, FC Schalke 04, Borussia Mönchengladbach, 1. FC Köln und Bayer Leverkusen wieder, aber auch kleinere Vereine mit einer auffällig guten Jugendarbeit wie die SG Unterrath 12/24 oder die SpVg Schonnebeck. Gleich darunter ist die C-Junioren-Westfalenliga angesiedelt, in der die Siegener Sportfreunde nach ihrem Aufstieg 2019 nun zum zweiten Mal in Folge antreten.

Bei den B-Juniorinnen ist indes die Regionalliga die zweithöchste Spielklasse in Deutschland (unterhalb der Bundesliga), und dort sind die Mädchen von Fortuna Freudenberg beheimatet. Die Freudenberger Mädchen starten genau wie die Siegener C-Jugend, deren erstes Spiel gegen die SpVg Brakel wegen eines Corona-Falles bei den Gästen ausfiel, am kommenden Wochenende in die neue Saison. Die Siegener A- und B-Junioren haben derweil ihre Saison-Feuertaufe bereits hinter sich und peilen nach ihren Heimniederlagen gegen den SC Verl nun in Hombruch ihre ersten Erfolgserlebnisse an. – Die SZ-Sportredaktion hat sich mit den vier Trainern unterhalten.

Dirk Spornhauer (A-Junioren Sportfreunde Siegen): „Für uns wird das ein Jahr, in dem es vorrangig um den Klassenerhalt geht, zumal man noch nicht weiß, wie viele Absteiger es letztlich geben wird – das hängt ja auch von oben ab. Drei Teams trifft es aber in jedem Falle. Wir haben sicherlich gute Jungs dabei, doch die individuelle Klasse wie in den letzten Jahren haben wir in dieser Form und Breite nicht mehr. Wir müssen also mehr über das Kollektiv kommen, doch die Mannschaft war in den ersten Wochen der Vorbereitung seltsam leblos, da hat sich keine richtige Hierarchie herausgebildet. Gerade in dieser Hinsicht wäre ein Lukas Pischel für uns enorm wichtig, doch er hat große Knieprobleme und fällt zunächst einmal aus, genau wie Daniel Fernandes. Insgesamt können wir auf 25 Spieler bauen, 14 davon aus dem jungen Jahrgang 2003. Problemzonen sehe ich bei uns eher vorne, da fehlt uns der letzte Punch, den wir in der vorigen Spielzeit noch durch Elvin Tricic dank seiner Sprintstärke und Schusskraft immer mal wieder hatten. Defensiv sah das hingegen bei unserem 1:2 gegen Verl über weite Strecken schon richtig gut aus, die Jungs haben auf dem Feld auch mehr miteinander kommuniziert und es war deutlich mehr Leben drin – da haben die vielen Gespräche und Teambuilding-Maßnahmen auf jeden Fall schon gefruchtet. Leider haben wir ein sehr schweres Auftaktprogramm, denn auch unser nächster Gegner Hombrucher SV hat Jahr für Jahr immer spielstarke Mannschaften. Das wird also wieder eine hohe Hürde, aber eine Chance sehr ich immer!“

Mohamed Aslan (B-Junioren Sportfreunde Siegen): „Ich ärgere mich heute noch über die 0:2-Auftakt-Niederlage gegen Verl, das war so unnötig“, haderte Siegens B-Junioren-Trainer Mohamed Aslan noch am Dienstag. Aslan und seine U 17, die im Kern seit Jahren zusammenspielt (Levin Delli Liuni ist der einzige Jungjahrgang 2005 im 22-köpfigen Kader), haben sich nämlich für diese Saison einiges vorgenommen: „Wir möchten unter die ersten fünf, sechs Mannschaften kommen, auf jeden Fall aber einen Abstiegskampf wie bei den letztjährigen B-Jugend-Teams vermeiden. Im Trainingslager haben wir Einzelgespräche mit unseren Jungs geführt, die das ähnlich sehen. Sie sind extrem ehrgeizig und willensstark, die Mentalität im Team ist ausgezeichnet. Natürlich sind sie durch zwei Meisterschaften und Pokalsiege sowie weitere gute Ergebnisse in den letzten Jahren erfolgsverwöhnt, sie sind aber auch bereit, sich immer weiter zu verbessern“, lobt Aslan seine Schützlinge. Externen Zuwachs verzeichnete die Siegener U 17 durch den offensiven Flügelspieler Oguzhan Aysel vom hessischen FC Aar und den in Altena lebenden Oussama Youbane (zuletzt FC Iserlohn). „Er wollte unbedingt für uns spielen und kommt immer mit dem Zug angereist“, erklärt Aslan. In Hombruch erwartet der SFS-Coach „ein noch schwereres Spiel als gegen Verl. Hombruch hat durch die vielen starken Vereine in Dortmund ein ganz anderes Einzugsgebiet als wir, außerdem wird dort ohnehin sehr gute Arbeit geleistet. Dennoch sollten wir etwas Zählbares von dort mitbringen.“

Steven Klahr (C-Junioren Sportfreunde Siegen): „Ich bin sehr zufrieden mit unserer Vorbereitung“, sagt Steven Klahr, der Trainer der Siegener C-Jugend, die tatsächlich eine echte U 15 ist. „Wir haben ausschließlich Altjährgänge 2006 im Kader, 18 Feldspieler und zwei Torhüter“, so Klahr. Den großen Kern des Teams hat der B-Lizenz-Inhaber bereits im Vorjahr als U-14-Trainer in Siegen geformt, nun sind mit den Zwillingen Nicola und Stefano D’Annolfo (Rot-Weiß Lüdenscheid), Adem Bajrakterevic aus Wiehl, der auch schon beim FC Schalke 04 aktiv war, und Malik Alkan vom SC Lüdenscheid vier externe Neuzugänge hinzugekommen. „Anes Spago, der im Winter von Bayer Leverkusen zu uns gekommen war, rechne ich auch noch mit zu den Neuen, denn durch die Corona-Pause konnte er ja nur zwei Spiele machen. Ihn sehe ich als große Verstärkung für uns, weil er viel Schwung über seine Seite bringt“, erläutert Klahr, der den FC Iserlohn als „haushohen Favoriten“ der Westfalenliga betrachtet. „Wir wollen im guten Mittelfeld landen und ich bin da auch gute Dinge, weil wir stetig wachsen und die Jungs äußerst lernwillig sind. Janos Schonlau, der im Vorjahr vom TSV Weißtal zu uns kam, ist für mich die Sensation der Vorbereitung. Er macht als linker Verteidiger unglaublich viel Druck und ist auch torgefährlich.“ Vor dem kommenden Gegner Hombrucher SV 2. hat Steven Klahr eine Menge Respekt: „Das ist zwar ein kompletter Jungjahrgang, aber die Jungs werden dort hervorragend ausgebildet und sind technisch ausgesprochen stark.“

Marco Pfennig (B-Juniorinnen Fortuna Freudenberg): Die Mädchen aus dem „Flecken“ steigen am Samstag (15 Uhr) mit einem Heimspiel in die neue Spielzeit ein. Zu Gast in der HF-Arena ist der SV Menden (bei Siegburg), der sein erstes Saisonspiel gegen Alemannia Aachen mit 1:2 verlor. Diese Partie betrachtet der neue Trainer Marco Pfennig sogleich als Schlüsselspiel: „Wir spielen zunächst eine Vorrunde in zwei Gruppen mit je acht Teams, wobei sich die ersten Vier jeweils für die Meisterrunde qualifizieren. Unser Ziel ist die Meisterrunde, da ich uns unter allen 16 Mannschaften der Liga so zwischen Platz 5 und 8 sehe. Menden ist für mich ein Gegner auf Augenhöhe, den wir also schlagen sollten – bei einer Vorrunde ohne Rückspiele wiegt halt jeder Ausrutscher doppelt schwer, dafür zählt aber auch jeder Sieg praktisch doppelt.“ Pfennig kann auf 22 Spielerinnen bauen, wobei die Altersstruktur vielfältig ist: Acht Mädchen entstammen dem älteren B-Juniorinnen-Jahrgang 2004, sieben dem Jahrgang 2005. Mit drei Spielerinnen des Jahrgangs 2006 und vier aus 2007 (darunter zwei mit Zweitspielrecht) sind sogar sieben C-Juniorinnen dabei. Mit Franziska Stoffel (FC Wiedenest-Othetal), Viola Hoffmann (SG Eschenburg, zuvor TSV Weißtal) und Hannah Hackler (FC Ebenau) sind drei externe Spielerinnen neu hinzu gekommen, Laura Brandt (1. FC Dautenbach) und Jana Steinmetz (Herscheid/SC Lüdenscheid), die zuletzt mit Zweitspielrecht am Start waren, haben sich nun komplett der Fortuna angeschlossen. „Der Mädchenfußball ist ja für mich komplettes Neuland, ich bin bislang sehr positiv überrascht“, so das erste Fazit von Marco Pfennig.

Autor:

Frank Kruppa (Redakteur) aus Siegen

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