2. Handball-Bundesliga
Handball-Saison beendet - 2. Liga startet mit 19 Teams

Nein, ASV Hamms Manager Franz Dressel (links) gratulierte hier nicht Michael Lerscht (rechts) zum 36. Geburtstag in der vorletzten Woche. Unser Archivbild ist schon älteren Datums und hält die Verpflichtung des Noch-Ferndorfer Trainers durch den Hammer Zweitligisten fest.
  • Nein, ASV Hamms Manager Franz Dressel (links) gratulierte hier nicht Michael Lerscht (rechts) zum 36. Geburtstag in der vorletzten Woche. Unser Archivbild ist schon älteren Datums und hält die Verpflichtung des Noch-Ferndorfer Trainers durch den Hammer Zweitligisten fest.
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geo Ferndorf. Auch wenn die offizielle Bestätigung durch die Handball-Bundesliga (HBL) noch aussteht, wissen es die Vereine seit dem Wochenende schon: die Handball-Saison wird auch in den drei höchsten deutschen Männer-Spielklassen nicht zu Ende gespielt und stattdessen mit sofortiger Wirkung für beendet erklärt. Eine entsprechende Beschlussvorlage des HBL-Präsidiums wird den Vereinen zeitnah  zugestellt. Darüber berichteten am Wochenende mehrere Medien unter Berufung auf Franz Dressel, Manager des Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen, zugleich aber auch einer von drei Vizepräsidenten der HBL.

Keine sportlichen Absteiger

Damit einher geht auch die abschließende „Wertung“ der am 13. März zunächst abgebrochenen Saison 2019/2020. Laut Dressel wird der Tabellenstand beim Abbruch und danach die Quotientenregelung herangezogen. Das heißt: erzielte Pluspunkte geteilt durch die Anzahl absolvierter Spiele. Es wird in den Top-Ligen keine sportlichen Absteiger geben, außerdem werden - anders als ursprünglich geplant - alle vier Drittliga-Meister in die 2. Liga aufsteigen.

Coburg und Essen steigen auf

Franz Dressel wurde im Würzburger „Main-Echo“ und im „Westfälischen Anzeiger“ (Hamm) so zitiert: „Sollte dieser Vorschlag eine Zweidrittel-Mehrheit erhalten, gilt die Saison als beendet. Hiermit ist mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit zu rechnen, da diese Meinung in den vorausgegangenen Konferenzen von den Geschäftsführern sehr deutlich geteilt wurde.“Diese Beschlussvorlage hat zur Folge, dass die 1. Liga mit 20 und die 2. Liga mit 19 Vereinen in die kommende Spielserie starten wird, die im übrigen erst Mitte oder gar Ende September beginnen, dafür aber bis Ende Juni 2021 dauern soll.

Aus der 2. Liga steigen durch die Quotientenregel der HSC 2000 Coburg als Bester und TuSEM Essen als Zweiter in die 1. Bundesliga auf, die in der Folgesaison über einen vermehrten Abstieg (4) wieder auf die alte Soll stärke 18 Vereine kommen soll. Der TuS Ferndorf beendet die Saison als Rangneunter.

Fürstenfeldbruck und "alte Bekannte"

Auch Liga 2 wird durch die vier „Drittliga-Meister“ Wilhelmshavener HV (West), Dessau-Roßlauer HV (Nord), TV Großwallstadt (Ost) und Neuling TV Fürstenfeldbruck (Süd) aufgestockt. Nur die HSG Krefeld muss aus Liga 2 absteigen, dea sie keinen Lizenzantrag stellte. Gerettet ist der TV Emsdetten, so dass man erst einmal auf die ungerade Zahl von 19 Mannschaften kommt.  Noch unklar ist, wie es danach weiter geht. 2021 sollen nur zwei Drittliga-Meister aufsteigen, Aus der Bundesliga kommen dann - wie erwähnt - vier Teams in die 2. Liga. Die Zweitligisten haben den Wunsch geäußert, den „Rückschritt“ auf wieder 18 Vereine in zwei Spielzeiten zu erreichen, sprich als zweimal jeweils drei Absteiger einzuplanen.

Sijaric: "Bleibt eine schwere Zeit"

Mirza Sijaric, Sportlicher Leister des TuS Ferndorf, kommentierte die Entwicklung des Wochenendes so: „Grundsätzlich ist die Lösung fair für alle. Vor allem kann sich keine Mannschaft auf einem Abstiegsplatz beschweren. Trotz allem bleiben aber viele Unsicherheiten. Denn heute kann uns niemand sagen, ob wir im September wirklich loslegen können und ob die Zuschauer dann überhaupt gewillt sind, ein Handballspiel vor voller Kulisse zu besuchen. Es bleibt eine schwere Zeit auch für den TuS Ferndorf.“
Innerhalb das HBVL-Präsidiums hatte es auch die Überlegung gegeben, eine Saisonwertung angesichts der Hinrunden-Tabelle vorzunehmen. Dann wären Coburg und der Hinrunden-Vize ASV Hamm-Westfalen aufgestiegen.

Lerschts "gemischte Gefühle"

Franz Dressel war dennoch nicht enttäuscht über die nun gefundene Formel: „Bei einem unsicheren Etat, entsprechend ohne weitere Neuverpflichtungen und danach dann mehr Absteigern aus der 1. Liga kann man sich leicht ausrechnen, was eingetroffen wäre“, sieht der Hammer Geschäftsführer den direkten Wiederabstieg als kaum vermeidbar an. Er habe bereits die Mannschaft und den künftigen Trainer Michael Lerscht über die neue Sachlage informiert.Lerscht, derzeit noch Trainer des TuS Ferndorf und vor einer Woche 36 Jahre jung geworden, nahm die Nachricht denn auch mit gemischten Gefühlen auf: „Natürlich habe ich mir Gedanken über einen möglichen Erstliga-Aufstieg meines künftigen Vereins gemacht. Aber ich kann es nicht beeinflussen. Nun gehen wir in eine spannende Zweitliga-Saison mit sehr starken Aufsteigern, aber eben auch in ein Umfeld, dass ich aufgrund meiner Tätigkeit in Ferndorf gut einschätzen kann.“

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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