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TuS Ferndorf reist zum TuS N-Lübbecke
Hinten "hui", vorne "pfui"

Julius Lindskog Andersson (Bildmitte), hier im Hinspiel der vergangenen Saison gegen Jens Bechtloff (l.) und Moritz Schade, wird am Samstag wieder viele Spielanteile bekommen. Mit Marijan Basic fällt der zweite Mittelmann wahrscheinlich aus.
  • Julius Lindskog Andersson (Bildmitte), hier im Hinspiel der vergangenen Saison gegen Jens Bechtloff (l.) und Moritz Schade, wird am Samstag wieder viele Spielanteile bekommen. Mit Marijan Basic fällt der zweite Mittelmann wahrscheinlich aus.
  • Foto: Reinhold Becher
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

pm Ferndorf. Michael Lerscht kennt das Handball-Geschäft ganz genau. Was der Trainer des Zweitligisten TuS Ferndorf (15. Platz/4:6 Punkte) sagt, das hat Hand und Fuß, das zeugt von großer Expertise – doch für eines seiner Statements braucht es gar keine tiefergehenden Kompetenzen, um die bittere Wahrheit darin zu erkennen. „Mit 18 Toren werden wir wahrscheinlich kein Spiel gewinnen“, erklärt Lerscht rückblickend auf die vergangene Partie gegen die Rimpar Wölfe, die mit lediglich 21 selbst erzielten Treffern beide Zähler aus der Kreuztaler Stählerwiese entführten. Vor dem Auswärtsspiel (Sa., 19 Uhr) beim TuS N-Lübbecke (9./5:5) weiß nicht nur Lerscht: eine Steigerung im Angriff muss her.

pm Ferndorf. Michael Lerscht kennt das Handball-Geschäft ganz genau. Was der Trainer des Zweitligisten TuS Ferndorf (15. Platz/4:6 Punkte) sagt, das hat Hand und Fuß, das zeugt von großer Expertise – doch für eines seiner Statements braucht es gar keine tiefergehenden Kompetenzen, um die bittere Wahrheit darin zu erkennen. „Mit 18 Toren werden wir wahrscheinlich kein Spiel gewinnen“, erklärt Lerscht rückblickend auf die vergangene Partie gegen die Rimpar Wölfe, die mit lediglich 21 selbst erzielten Treffern beide Zähler aus der Kreuztaler Stählerwiese entführten. Vor dem Auswärtsspiel (Sa., 19 Uhr) beim TuS N-Lübbecke (9./5:5) weiß nicht nur Lerscht: eine Steigerung im Angriff muss her.

„Es geht nicht um das ,Was’, sondern um das ,Wie’“

„Wir haben die Sachen ganz klar besprochen und Ansätze gesucht, an denen wir arbeiten können“, so der Coach: „Wir müssen in Ballbesitz mehr entwickeln.“ Kleinigkeiten seien es, die in den Abläufen entscheidend seien und Ausschlag über Erfolg oder Misserfolg geben. Bei Lerscht hört es sich das dann so an: „Es geht nicht um das ,Was’, sondern um das ,Wie’“. Will heißen: Der Ferndorfer Offensiv-Plan ist der richtige, in der Umsetzung gibt es aber noch Luft nach oben.
Mit dem TuS N-Lübbecke geht es nun gegen einen Gegner, der seinerseits das Verteidigen gut beherrscht. Nicht ganz 24 Gegentore gab es für die Mannschaft von Trainer Emir Kurtagic bislang im Schnitt. Meistens in einer 6-0-Deckung steht das Team massiv. „Viel Erfahrung, viel Physis, viel Power“, hat auch Lerscht beim kommenden Gegner ausgemacht, der ohnehin über einen „qualitativ sehr gut aufgestellten Kader“ verfüge.

Basic wird wohl weiterhin fehlen

Neben den sicheren Ausfällen von Lucas Puhl und Moritz Barwitzki schmerzt den TuS Ferndorf deshalb das wahrscheinliche Fehlen von Marijan Basic, der „immer für etwas Unkonventionelles gut ist“ (Lerscht), um Lücken zu reißen und gefährliche Abschlüsse zu kreieren. Die Hauptlast im mittleren Rückraum wird deshalb wieder Julius Lindskog Andersson tragen. Auf den Außen gibt es bei Jan Wicklein zumindest noch die Chance der rechtzeitigen Genesung.

N-Lübbecke hat den größeren Druck

Beim samstäglichen Gastgeber, der mit großen Ambitionen in die Saison gestartet war und diesen mit bislang zwei Siegen aus fünf Partien noch nicht wirklich gerecht wurde, sieht Michael Lerscht indes den größeren Druck: „Unabhängig von irgendeiner Favoritenrolle müssen sie sicherlich gewinnen, während wir keinen Ergebnisdruck haben und was den Ausgang des Spiels angeht, eher entspannt sein können.“
Das war auch schon im Hinspiel der vergangenen Saison so, als der TuS Ferndorf eine seiner zahlreichen Überraschungen schaffte und sich vor heimischem Publikum mit 22:19 durchsetzte. Das Rückspiel im April gewann N-Lübbecke dann mit 27:24. Besonders das Resultat aus dem November 2018 zeigt jedoch: eine Abwehrschlacht ist zumindest nicht unwahrscheinlich.

„Die 18 wollen wir so nicht stehen lassen“

Auf der eigenen Seite des Feldes gilt es für die Ferndorfer deshalb, an die Leistung vom vergangenen Wochenende anzuknüpfen. „Gegen Rimpar war es eine gute Defensivleistung, die zusammen mit auch starken Torhütern eigentlich reichen muss. Es ist sehr schade, dass wir mit 21 Gegentoren verloren haben“, so Lerscht. Sollten es am Samstag nach 60 Minuten zumindest ähnlich wenig Gegentreffer sein, dann besteht aus Ferndorfer Sicht zumindest Hoffnung auf eine Überraschung. Denn für den Angriff hat der TuS-Trainer eine klare Ansage parat: „Die 18 wollen wir so nicht stehen lassen.“ Und eine Steigerung auf 19 ist damit sicher nicht gemeint …

Autor:

Pascal Mlyniec (Redakteur) aus Siegen

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