Schon rund 5000 Anmeldungen (mit Foto-Galerie)
Historischer Siegerländer Firmenlauf gestartet

Unverdrossen zum Firmenlauf: Die heimischen Laufsportler, hier symbolisch die ersten Starter am Dienstagabend, lassen sich vom Coronavirus nicht unterkriegen und absolvieren in diesem Jahr unter besonderen Voraussetzungen ihr ganz persönliches Rennen.
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  • Unverdrossen zum Firmenlauf: Die heimischen Laufsportler, hier symbolisch die ersten Starter am Dienstagabend, lassen sich vom Coronavirus nicht unterkriegen und absolvieren in diesem Jahr unter besonderen Voraussetzungen ihr ganz persönliches Rennen.
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ubau Siegen. Geht nicht, gibt’s nicht: Kaum ein anderer Organisator von Sportveranstaltungen in der Region erfüllt diesen Leitspruch so sehr mit Leben wie Martin Hoffmann. Und so hat sich der umtriebige Eiserfelder auch von den corona-bedingten Einschränkungen für sportliche Großveranstaltungen nicht entmutigen lassen und es zusammen mit seinem Helfer-Team geschafft, den Siegerländer AOK-Firmenlauf auch in diesem Jahr stattfinden zu lassen – wenn auch unter ganz anderen Bedingungen als „virtuelle“ Version. Am Dienstagabend fiel auf dem Parkplatz hinter der Siegerlandhalle der offizielle Startschuss zur 17. Auflage, abgefeuert von Siegens Bürgermeister Steffen Mues, der selbst ein passionierter Läufer ist.

Mues: „Ihr habt nicht die Flinte ins Korn geworfen, sondern aus der Not eine Tugend gemacht"

Kurz zuvor hatte das Stadtoberhaupt dem Chef-Organisator Martin Hoffmann und dessen Mitstreitern ein dickes Lob ausgesprochen. „Ihr habt nicht die Flinte ins Korn geworfen, sondern aus der Not eine Tugend gemacht. Ich bin total begeistert, dass es gelungen ist, einen virtuellen Firmenlauf zu organisieren, bei dem rund 5000 Menschen mitmachen. Damit war nicht zu rechnen“, sagte Mues, der gestern Abend im Lauf-Outfit und der Startnummer 1 auf der Brust erschienen war. Die neue Form des Laufes habe einen ganz anderen, einen besonderen Charme und animiere auch Läufer zum Mitmachen, die im bislang üblichen Rahmen noch nicht dabei gewesen seien. So hätten sich seitens der Stadt Siegen bereits 143 Läufer angemeldet – so viele wie noch nie, berichtete Mues, der seinen Dank auch an die Sponsoren und Partner der Veranstaltung richtete. Sie seien trotz der schwierigen Rahmenbedingungen bei der Stange geblieben. Das zeige, wie groß die Verbundenheit mit der Veranstaltung sei. Mues: „Der Firmenlauf ist ein Ereignis, das aus Siegen nicht mehr wegzudenken ist.“

Müller:  „Dieser virtuelle Firmenlauf wird in die Geschichte eingehen“

Dem konnte Landrat Andreas Müller nur beipflichten. Auch er drückte seinen Dank und seine Anerkennung für die Organisation aus. „Dieser virtuelle Firmenlauf wird in die Geschichte eingehen“, prognostizierte der erste Mann des Kreises Siegen-Wittgenstein, der heute mit einer Kleingruppe seine Runde auf einer Strecke am Häusling drehen möchte.
In der Tat: Der virtuelle Firmenlauf 2020 ist ein historischer, denn alles ist anders. Keine zentrale Veranstaltung mit rund 8500 Aktiven auf dem Bismarckplatz. Kein bunter Läufer-Lindwurm, der sich von Weidenau aus über die Tiergartenstraße zum Siegener Bahnhof und zurück zum Ausgangspunkt schlängelt. Keine abgesperrten Straßen. Keine Volksfeststimmung entlang der Strecke, die den besonderen Charakter der größten Laufsport-Veranstaltung Südwestfalens eigentlich ausmachen. Nein, all das gibt es bei der 17. Auflage nicht – dafür aber ganz andere, neue Reize.
Modus und Ablauf sind diesmal anders – logisch! Besondere Situationen erfordern eben besondere Maßnahmen. Und da Martin Hoffmann ein kreativer Kopf ist, ließ er sich mal wieder etwas Außergewöhnliches einfallen, um den Firmenlauf doch noch steigen zu lassen – wenn auch in „abgespeckter“ Version.

Inklusion kann nun auf allen Ebenen umgesetzt werden

„Mir war schon Mitte März klar, dass es keinen Firmenlauf in der ursprünglichen Form geben wird. Auch der September-Termin war nicht zu halten. Daher sind wir umgeschwenkt und haben ein neues Konzept entwickelt. Wir hatten das große Glück, dass die Multiplikatoren in den Firmen das aufgegriffen und getragen haben“, erklärte Hoffmann, der von rund 2000 Neuanmeldungen (!) berichtete und mit einem Lächeln feststellte: „Dieser Firmenlauf wird der klimafreundlichste überhaupt.“ Darüber hinaus könne die Inklusion nun auf allen Ebenen umgesetzt werden. Wichtig sei, so Hoffmann, dass der Grundgedanke der Veranstaltung weiter getragen werde.

Hoffmann: „Es wird in den nächsten Tagen ganz viele Firmenläufe in der Region geben“

Und das wird er, ganz sicher – nur in anderer Form. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvieren bis 10. Juli die gewohnte Firmenlauf-Distanz von (mindestens) 5,5 Kilometern – und zwar auf einer beliebigen Strecke. Im Klartext: Wo und wann immer sie laufen möchten, bleibt ihnen überlassen. „Es wird in den nächsten Tagen ganz viele Firmenläufe in der Region geben“, sagte Hoffmann nicht ohne Stolz. Und Moderator Frank Steinseifer wies darauf hin, dass der virtuelle Siegerländer Firmenlauf in dieser Form, und noch dazu in dieser Größenordnung, wohl einzigartig in Deutschland sein dürfte.
Für die leistungsorientierten Läufer wird eine offizielle Firmenlauf-Meisterschaft ausgetragen. Der Lauf muss mit Hilfe einer App dokumentiert werden. Maßgabe: Eine „Punkt zu Punkt“-Strecke darf nur 20 Meter abfallen. Für die Spaß- und Gesundheitsläufer gibt es keine Beschränkungen. Sie können die 5,5 Kilometer laufen oder walken.

Nachmeldungen noch bis 10. Juli möglich

Es besteht auch die Möglichkeit, 30 Minuten am Stück zu laufen oder 60 Minuten zu walken. Dabei spielt die absolvierte Distanz keine Rolle. Es zählt ausschließlich der gesundheitliche Aspekt, also die Bewegung. Bei dieser Zielgruppe reicht ein Eintrag in die Ergebnisliste, um die Urkunde mit dem Vermerk „Erfolgreich teilgenommen“ zu erhalten. Die Rückmeldung der selbst gestoppten Zeiten und/oder der Teilnahme muss bis zum 30. Juli erfolgen. Wie bei den 16 Auflagen zuvor wird es auch beim virtuellen Firmenlauf Teamwertungen geben.
Übrigens: Nachmeldungen von Mannschaften und Einzelstartern sind bis zum letztmöglichen Starttermin am 10. Juli weiterhin möglich. Also: Laufklamotten an, rein in die Turnschuhe und auf geht’s. Getreu dem Motto: „Wir laufen weiter!“ Geht nicht, gibt’s nicht!

Autor:

Uwe Bauschert (Redakteur) aus Siegen

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