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Rückschlag bei Nehrbauer-Comeback abgewendet
Hoffmann-Freistoß erlöst Kaan

Nach Ballverlust ging Kaan oft aggressiv ins Gegenpressing. Hier haben es Siegtorschütze Jannes Hoffmann und Daniel Waldrich (r.) mit drei Gästen zu tun.
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  • Nach Ballverlust ging Kaan oft aggressiv ins Gegenpressing. Hier haben es Siegtorschütze Jannes Hoffmann und Daniel Waldrich (r.) mit drei Gästen zu tun.
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pm Kaan-Marienborn. Gewonnen – egal wie! Mit dem Abpfiff von Schiedsrichter Timo Gansloweit dürften dem unter einigen Nebengeräuschen zurückgeholten Trainer Thorsten Nehrbauer, sämtlichen Verantwortlichen und Spielern des Fußball-Oberligisten 1. FC Kaan-Marienborn einige Steine vom Herzen gefallen sein. Die aus dem Nichts aufgekommene Unruhe im und um den Verein wäre bei einem Misserfolg im Heimspiel gegen den SV Schermbeck wohl noch gewachsen, doch nach 93 Minuten stand ein knapper, aber zugleich hochverdienter 1:0-Erfolg in den Büchern.

Während sich seine neuen Schützlinge nach dem Abpfiff überhaupt nicht äußern wollten, war Nehrbauer naturgemäß bemüht, die Nebengeräusche auszublenden und über das Geschehen auf dem Rasen zu sprechen.

pm Kaan-Marienborn. Gewonnen – egal wie! Mit dem Abpfiff von Schiedsrichter Timo Gansloweit dürften dem unter einigen Nebengeräuschen zurückgeholten Trainer Thorsten Nehrbauer, sämtlichen Verantwortlichen und Spielern des Fußball-Oberligisten 1. FC Kaan-Marienborn einige Steine vom Herzen gefallen sein. Die aus dem Nichts aufgekommene Unruhe im und um den Verein wäre bei einem Misserfolg im Heimspiel gegen den SV Schermbeck wohl noch gewachsen, doch nach 93 Minuten stand ein knapper, aber zugleich hochverdienter 1:0-Erfolg in den Büchern.

Während sich seine neuen Schützlinge nach dem Abpfiff überhaupt nicht äußern wollten, war Nehrbauer naturgemäß bemüht, die Nebengeräusche auszublenden und über das Geschehen auf dem Rasen zu sprechen. „Am Ende des Tages sind wir froh über die drei Punkte. Das war das Ziel und das haben wir erreicht“, fasste der Ex-Profi knapp zusammen.

Diejenigen unter den offiziell nur 150 Zuschauern im Breitenbachtal, die mit einer nervösen Anfangsphase der Gastgeber gerechnet hatten, sahen sich zunächst getäuscht. Die im Vergleich zum Sieg in Ennepetal nur auf einer Position veränderten Käner – für Derrick Kyere begann Giovanni Multari – legten los wie die Feuerwehr. Schon nach gut fünf Minuten wurde der Abschluss von Jannes Hoffmann von einem Verteidiger auf der Linie geblockt, kurz darauf lenkte Keeper Alexander Geraedts einen Versuch von Dawid Krieger mit den Fingerspitzen an den Pfosten, ehe der Stürmer den Nachschuss über den Kasten setzte. „Wir haben sehr gut angefangen und hatten die Chancen für das 1:0 oder sogar das 2:0, haben die aber leider nicht genutzt“, so Nehrbauer.

Danach fingen sich die Gäste, überließen Kaan zwar zumeist den Ball und zogen sich weit in die eigene Hälfte zurück, ließen aber weniger klare Gelegenheiten zu und wurden mit Kontern gefährlich. Nach 20 Minuten setzte sich Tolga Özdemir gegen die Käner Innenverteidiger Markus Pazurek und Lars Bender durch und traf nur den Pfosten. Wenig später lag der Ball nach Özdemirs Schuss im Tor, doch der Angreifer hatte beim Zuspiel im Abseits gestanden (22.). Beim Abschluss des durchgebrochenen Michael Smykacz war Julian Bibleka im Käner Tor zu Stelle und wahrte das torlose Remis zur Pause.

Mit Wiederbeginn rückte Kapitän Daniel Waldrich eine Position nach hinten und Kyere kam für Multari ins Spiel. Der Belgier sorgte auch gleich für Wirbel, scheiterte nach Zuspiel von Mats Scheld aber an Torwart Geraedts. Die Gäste kamen jetzt kaum noch zu Entlastungsangriffen, Kaan suchte sein Heil aber zu oft in hohen Bällen, die von der großgewachsenen Fünferkette leicht zu verteidigen waren. „Wir wurden zu hektisch und wild“, wusste auch Nehrbauer.

Der erlösende Treffer fiel dann nach 73 Minuten. Nach Foul an Kyere traf Jannes Hoffmann mit einem „hervorragenden“ (Nehrbauer) Freistoß aus rund 20 Metern genau in den Winkel. Es war bereits der dritte Treffer dieser Art in der noch jungen Saison und das erste Liga-Tor für Hoffmann, der im zentralen Mittelfeld immer wieder gute Lösungen parat hatte.

Zehn Minuten später war die Entscheidung möglich. Der eingewechselte Musa Sagkulak stibitzte im Spielaufbau den Ball und bediente Kohsuke Tsuda, dessen Schuss jedoch zu unplatziert geriet und deshalb kein Problem für den SVS-Keeper darstellte. „Wir hätten das 2:0 nachlegen müssen“, erkannte Nehrbauer.

Anders als im letzten Heimspiel unter der Leitung von Tobias Wurm, dem 3:3 gegen Victoria Clarholz, wurden die Hausherren aber in den Schlussminuten nicht bestraft. Die Schermbecker, die mit ihrer „Mauertaktik“ wohl die Blaupause für viele der folgenden Käner Oberliga-Partien lieferten, trauten sich noch einmal ein wenig aus der Deckung, schafften aber keinen „Lucky Punch“ mehr.

Unmittelbare sportliche Konsequenzen zog das selbstverschuldete Chaos im Breitenbachtal damit nicht nach sich. Der 1. FC Kaan-Marienborn feierte einen weiteren verdienten Sieg – wie auch unter Tobias Wurm gewohnt …

Autor:

Pascal Mlyniec (Redakteur) aus Siegen

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