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Skeleton-Weltcup in Innsbruck
"Jacka" Lölling fuhr mit allen Schlitten

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sz Innsbruck. Wow! Was für ein Hammer in Innsbruck! Mit einem phänomenalen 2. Lauf schockte Vize-Weltmeisterin Jacqueline Lölling aus Brachbach am Freitagnachmittag die gesamte Weltcup-Konkurrenz und raste in den Tiroler Alpen zu ihrem zweiten Saisonsieg. Mit 53,62 Sekunden pulverisierte „Jacka“ dabei im entscheidenden Durchgang den vier Jahre alten Bahnrekord ihrer deutschen Rivalin Tina Hermann um 14 Hundertstelsekunden. Zwar blieb auch Lokalmatadorin Janine Flock in diesem 2. Lauf noch knapp unter der alten Bestleistung Hermanns, doch am Ende fehlten der nach dem 1. Lauf führenden Österreicherin zwei winzige Hundertstelsekunden in der Addition auf Jacqueline Lölling.

sz Innsbruck. Wow! Was für ein Hammer in Innsbruck! Mit einem phänomenalen 2. Lauf schockte Vize-Weltmeisterin Jacqueline Lölling aus Brachbach am Freitagnachmittag die gesamte Weltcup-Konkurrenz und raste in den Tiroler Alpen zu ihrem zweiten Saisonsieg. Mit 53,62 Sekunden pulverisierte „Jacka“ dabei im entscheidenden Durchgang den vier Jahre alten Bahnrekord ihrer deutschen Rivalin Tina Hermann um 14 Hundertstelsekunden. Zwar blieb auch Lokalmatadorin Janine Flock in diesem 2. Lauf noch knapp unter der alten Bestleistung Hermanns, doch am Ende fehlten der nach dem 1. Lauf führenden Österreicherin zwei winzige Hundertstelsekunden in der Addition auf Jacqueline Lölling.

Gesamt-Weltcup-Führung vergrößert

Das hat auch Auswirkungen im Gesamt-Weltcup, in dem „Jacka“ Lölling (1052 Punkte) seit ihrem Saison-Auftaktsieg in Lake Placid das Sagen hat. Zuletzt war ihr die konstant fahrende Rivalin aus Österreich (1030)  nämlich bis auf sieben Zähler gefährlich nahe gekommen, doch nach dem 5. von acht Läufen beträgt der Abstand nun wieder 22 Punkte.

Starkes Debüt von Susanne Kreher

Waren schon die beiden letzten Wettbewerbe in Winterberg und in La Plagne hochspannende Entscheidungen, so toppte der gestrige Tag die Dynamik noch einmal. Nur fünf (!) Hundertstelsekunden lagen nach dem 1. Lauf zwischen Flock auf Rang 1 und Lölling auf 4. Dazwischen schoben sich noch die überraschend starke Amerikanerin Megan Henry und die schnellste Starterin, Elena Nikitina aus Russland. Tina Hermann hingegen wurde zweimal Fünfte und hatte keine Chance, aufs Podest zu kommen. Hinter der Pilotin vom Königssee gab es eine faustdicke Überraschung: die für die erkrankte Sophia Griebel erstmals im Weltcup eingesetzte Susanne Kreher aus dem sächsischen Oberbärenburg sicherte sich bei ihrer Premiere den respektablen 6. Platz hinter Hermann und rundete damit das sehr gute deutsche Ergebnis ab.

1. Lauf ein solides Rennen

Jacqueline Lölling fuhr im ersten Durchgang ein solides Rennen, blieb mit ihrer Startzeit minimal hinter ihren Möglichkeiten, präsentierte sich aber schon deutlich verbessert gegenüber La Plagne, wo sie am Ende noch Dritte geworden war. Aber die sechs Hundertstelsekunden, die sie auf den ersten Metern gegenüber der Österreicherin liegen ließ, konnte sie trotz Top-Geschwindigkeit nur um einen Wimpernschlag verkürzen.

Murray sorgte für Schnappatmung

Dann sorgte im 2. Lauf zunächst die international eher unbeschriebene Britin Kimberley Murray für Schnappatmung bei der Konkurrenz: auf Platz 16 nach dem 1. Lauf blieb Murray als Erste unter Hermanns Bahnrekord (53,70) und schob sich noch auf Platz 8 vor. „Als ich Kimberleys Zeit hörte, musste ich auch erst einmal schlucken, aber das macht auch Spaß bei dien knappen Rückständen“, kommentierte die Siegerländer Siegerin, die in Innsbruck wieder von vielen heimischen Fans angefeuert wurde. „Vielen machen hier einen Zwischenstopp auf dem Weg nach Königssee, andere sind in den Skiurlaub gefahren“, freute sich „Jacka“  im Ziel über die tolle Unterstützung auf den Zuschauerrängen.

Im 2. Lauf passte wirklich alles

Als Viertletzte ging die Silbermedaillengewinnerin von Pyeongchang dann zum zweiten mal auf die Bahn - und diesmal passte wirklich alles! Am Start sogar minimal schneller als die zum Schluss fahrende Janine Flock machte Lölling von Zwischenzeit zu Zwischenzeit Boden gut, hatte sogar mal eine Zehntelsekunde Vorsprung. Am Ende waren es zwar nur noch sieben Hundertstelsekunden, doch damit war das Ergebnis des 1. Laufes auf den Kopf gestellt. Megan Henry und Elena Nikitina fielen deutlich zurück, immerhin schaffte es die zuvor nicht über Rang hinausgekommene Amerikanerin damit zum ersten Mal in ihrer Karriere auf das Siegerpodest.

"Ich kann es gar nicht glauben"

„Ich kann es gar nicht glauben, dass das in Igls Wirklichkeit für mich ist“, freute sich die Siegerin im Ziel, die mit der für sie „ungeliebten Bahn“ noch „eine Rechnung offen“ hatte. „Heute sind mir endlich mal zwei gute Läufe gelungen, und auch die Startzeiten waren gut.“

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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