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Skeleton-Vizeweltmeisterin vor Saisonstart
Jacqueline Lölling „schiebt“ sich heran

Skeleton-Vizeweltmeisterin Jacqueline Lölling aus Brachbach und ihre Konkurrentinnen stehen kurz vor dem Saisonstart. Der sportliche Höhepunkt ist die WM im sächsischen Altenberg  in der zweiten Februar-Hälfte.
  • Skeleton-Vizeweltmeisterin Jacqueline Lölling aus Brachbach und ihre Konkurrentinnen stehen kurz vor dem Saisonstart. Der sportliche Höhepunkt ist die WM im sächsischen Altenberg in der zweiten Februar-Hälfte.
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  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

geo Brachbach. „Es wird jetzt auch Zeit, genug Trockentraining!“ Jacqueline Lölling wirkt fast ein wenig ungeduldig, als wir sie in Königssee ans Telefon bekommen, unmittelbar vor den ersten „echten“ Skeleton-Rennen der Saison 2019/2020. Acht Monate nach dem Winterfinale der letzten Saison, als die Brachbacherin im kanadischen Whistler Mountain Vizeweltmeisterin hinter Tina Hermann wurde, steht die neue Saison in den Startlöchern. Am Wochenende finden auf der Kunsteisbahn am Königssee, wo „Jacka“ Lölling 2017 Weltmeisterin wurde, die Selektionsrennen des nationalen Verbandes statt.

Für die Silbermedaillen-Gewinnerin der Olympischen Spiele 2018 und Tina Hermann sowie für Sophia Griebel (Dritte in Whistler) nur eine Formsache, um sich in den Winter „einzufahren“.

geo Brachbach. „Es wird jetzt auch Zeit, genug Trockentraining!“ Jacqueline Lölling wirkt fast ein wenig ungeduldig, als wir sie in Königssee ans Telefon bekommen, unmittelbar vor den ersten „echten“ Skeleton-Rennen der Saison 2019/2020. Acht Monate nach dem Winterfinale der letzten Saison, als die Brachbacherin im kanadischen Whistler Mountain Vizeweltmeisterin hinter Tina Hermann wurde, steht die neue Saison in den Startlöchern. Am Wochenende finden auf der Kunsteisbahn am Königssee, wo „Jacka“ Lölling 2017 Weltmeisterin wurde, die Selektionsrennen des nationalen Verbandes statt.

Für die Silbermedaillen-Gewinnerin der Olympischen Spiele 2018 und Tina Hermann sowie für Sophia Griebel (Dritte in Whistler) nur eine Formsache, um sich in den Winter „einzufahren“. Denn das Trio, das in Kanada für den historischen Dreifach-Triumph sorgte, ist für den Weltcup-Start in einem Monat in Übersee „gesetzt“: Gefahren werden Ende November und zwei Wochen später zwei Weltcup-Rennen in Park City und Lake Placid (beide USA). Nach diesem US-Trip und der Weihnachtspause geht es im neuen Jahr gleich auf der Heimbahn mit dem „europäischen Teil“ der acht Rennen umfassenden Weltcup-Serie weiter: Winterberg im Sauerland ist vom 3. bis 5. Januar Schauplatz des 3. Weltcup-Rennens, Jacqueline Lölling und ihre Konkurrentinnen werden erstmals nicht am Freitag, sondern am Sonntagmittag (5. Januar) auf die Jagd nach Zehntelsekunden gehen.

Saison-Höhepunkt bei der WM in Altenberg

Danach geht es Schlag auf Schlag: Nur gut 30 Tage später ist die Weltcup-Saison bereits zu Ende, die mit dem achten Rennen und gleichzeitig mit der Europameisterschaften auf der lettischen Bahn in Sigulda endet (14. bis 16. Februar). Doch dann folgt erst der Saison-Höhepunkt, der diesmal wieder nach Deutschland vergeben wurde. Die Kunsteisbahn im sächsischen Altenberg ist in der zweiten Februar-Hälfte Schauplatz der Weltmeisterschaften im Bob- und Skeletonsport, wo „Jacka“ Lölling sich nur zu gerne ihren Titel von der bayrischen Rivalin zurück erobern möchte.

Und nach den (aller-)ersten Eindrücken stehen die Chancen dafür nicht einmal schlecht. Die für den Leistungssport freigestellte Polizeimeisterin trainierte in den letzten Monaten unter Anleitung von Athletiktrainer Heiner Preute weiter intensiv an der Physis, wobei vor allem die Schnellkraft beim Start eine entscheidende Rolle spielt. Der für den Nordrhein-Westfälischen Bob- und Schlittensportverband tätige Gladbecker arbeitet seit 2018, also nach den Winterspielen in Südkorea, mit „Jacka“ Lölling zusammen, mal in Gladbeck, aber auch mit Anleitungen für das „Heimtraining“ am heimischen „Rosengarten“ in Niederschelden.

Mobile Anschubstrecke am "Rosengarten"

Dort baute sich die Top-Sportlerin eine mobile Anschubstrecke auf Schienen zusammen und „ackert“ – nicht selten unter den fachmännischen Augen der Fußball-Grandseigneurs aus Niederschelden – an ihrer zuletzt einzigen Schwäche.

Denn gegenüber den eher kleineren Konkurrentinnen „schob“ die Brachbacherin immer eine oder mehrere Sekundenbruchteile hinterher – ein Nachteil, den sie dann meist durch fahrerisches Können wettmachte. Doch die heimische Top-Sportlerin holte in den letzten Jahren kontinuierlich auf. Gradmesser waren in der Regel die Startzeiten-Vergleiche mit ihrer nationalen Konkurrentin: Zuletzt betrug der Rückstand auf Tina Hermann in der Regel etwa eine Zehntelsekunde. Die Suhlerin Sophia Griebel war meist noch schneller unterwegs, verlor dann aber weiter unten.

Dauer-Duell mit Hermann neu eröffnet

Doch es hat sich etwas „bewegt“: Bei den sogenannten Deutschen Anschubmeisterschaften auf der WM-Bahn in Altenberg wurde „Jacka“ Lölling vor wenigen Wochen zwar „nur“ Vierte, doch betrug ihr Rückstand auf Hermann nur noch zwei Hundertstelsekunden und auf Griebel nur drei Hundertstelsekunden! Damit ist auch das Dauer-Duell mit Hermann neu eröffnet, das bei den Deutschen Meisterschaften vom 5. bis 9. November auf Hermanns Hausbahn in Königssee seine erste Fortsetzung erleben wird.

Was die internationale Konkurrenz anbelangt, so wird eine kanadische Top-Pilotin fehlen. Elisabeth Vathje, die nach der Heirat mit dem österreichischen Bob-Piloten Benjamin Maier jetzt dessen „deutschen“ Nachnamen angenommen hat, pausiert in diesem Winter. Sie ist schwanger.

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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