Nur Verlierer im Streit mit Kaan
Jannik Schneider klagt über Wechselverbot

Jannik Schneider (rotes Trikot) würde gerne zu Henrik Stahl und zum FC Altenhof wechseln, doch der 1. FC Kaan-Marienborn pocht auf den Vertrag des Defensivspielers.
  • Jannik Schneider (rotes Trikot) würde gerne zu Henrik Stahl und zum FC Altenhof wechseln, doch der 1. FC Kaan-Marienborn pocht auf den Vertrag des Defensivspielers.
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pm Kaan-Marienborn. Dieser Streit hat nur Verlierer: Fußball-Oberligist 1. FC Kaan-Marienborn muss auf einen Leistungsträger der vergangenen drei Jahre verzichten, Bezirksligist FC Altenhof auf seinen Top-Neuzugang und Jannik Schneider auf sein geliebtes Hobby, das die Hälfte seines Lebens sogar mehr als das war. Denn zwischen dem Defensivspieler, der aus beruflichen Gründen kürzer treten und zu seinem drei Klassen tiefer angesiedelten Heimatverein wechseln wollte, und seinem bisherigen sportlichen Arbeitgeber, bei dem er noch einen Vertrag bis 2022 besitzt, sind die Fronten verhärtet. Der wahrscheinlich letzte Versuch eines klärenden Gesprächs hat in der vergangenen Woche ein für alle Beteiligten unbefriedigendes Ergebnis gebracht.

„Ich lasse den Vertrag jetzt laufen und darf ein Jahr nicht Fußball spielen“, erklärt Jannik Schneider, der seinen Vertrag und seine Vereinsmitgliedschaft beim 1. FC Kaan-Marienborn nach eigener Aussage am 26. Juni gekündigt hat. Aus beruflichen Gründen, betont der 25-Jährige im SZ-Gespräch: „Ich habe bisher nur den schulischen Teil meiner Ausbildung zum Physiotherapeuten gemacht. Spätestens um 15 Uhr war da Feierabend. Bald habe ich eine 40-Stunden-Woche und dazu viele Fortbildungen, die alle abends und am Wochenende stattfinden. Das ist mit Oberliga-Fußball nicht zu vereinbaren“, stellt Schneider klar.

"Es wird oft mit dem Siegerländer Weg und dem Verständnis für den Beruf geworben. In meinen Augen widerspricht sich das."
Jannik Schneider
... zu seinem verweigerten Wechsel zum FC Altenhof

Diese Sicht der Dinge und seinen Wunsch, zu seinem Jugendverein zurückzukehren, teilte der Altenhofer laut eigener Aussage schon Anfang Februar Jochen Trilling, dem Sportlichen Leiter des 1. FC Kaan-Marienborn, mit. „Er wollte sich erst mal schlau machen, wie groß denn der Aufwand für mich werden würde. In verschiedenen Gesprächen kamen von Kaan seitdem Lösungsvorschläge, wie man beides kombinieren kann. Die sind für mich aber alle nicht tragbar. Auf meine Argumente wird gar nicht eingegangen“, klagt Schneider, der die verfrühte öffentliche Bekanntgabe seines Wechsels zum Bezirksligisten Altenhof auf seine Kappe nimmt.

„Es wird oft mit dem Siegerländer Weg und dem Verständnis für den Beruf geworben. In meinen Augen widerspricht sich das“, so der 25-Jährige, der als Argument den Abschied seines Ex-Mitspielers Kisolo Deo Biskup anführt, der Kaan im vergangenen November verlassen hatte. „Wir bedauern, dass er unseren Verein verlässt, haben aber volles Verständnis für die Fokussierung auf den weiteren beruflichen Werdegang. Auch das ist ein Aspekt des Siegerländer Wegs“, wurde Jochen Trilling damals in der Mitteilung der Käner zitiert.

Der Ersatz ist da, die Wechsel-Erlaubnis nicht

Obwohl mit Markus Pazurek, kurioserweise ehemaliger Mitspieler von Jannik Schneider bei Fortuna Köln, ein starker Ersatz verpflichtet wurde, pocht der Fußball-Oberligist in diesem Fall jedoch auf die Erfüllung des Vertrags. Auch die Anwesenheit des Vorsitzenden Florian Leupold beim letzten Gespräch am 21. Juli brachte keine Fortschritte. „Der Käner Vorschlag blieb, dass ich ganz normal wieder antrete und für sie die Saison spiele. Aber noch mal: Das ist für mich zeitlich nicht mehr zu vereinbaren“, wiederholt Schneider.

Deshalb möchte der Defensivspieler in der nächsten Woche seine Trainingskleidung abgeben und sich offiziell von seinen ehemaligen Teamkameraden verabschieden. Das Kapitel 1. FC Kaan-Marienborn ist für Jannik Schneider damit offiziell geschlossen. Sollte es keine überraschende Wende mehr geben, bleibt es dabei: Dieser Streit hat nur Verlierer.

Autor:

Pascal Mlyniec (Redakteur) aus Siegen

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