Niederndorferin bleibt in der TT-Bundesliga
Jessica Göbel wechselt zum Deutschen Meister

Jessica Göbel wird in der kommenden Saison in der Tischtennis-Bundesliga für den Deutschen Meister TTC Berlin Eastside spielen.
  • Jessica Göbel wird in der kommenden Saison in der Tischtennis-Bundesliga für den Deutschen Meister TTC Berlin Eastside spielen.
  • Foto: Rolf Henrichs
  • hochgeladen von Frank Kruppa (Redakteur)

krup Niederndorf/Berlin. Die Niederndorferin Jessica Göbel wird ihre Tischtennis-Karriere in der Bundesliga fortsetzen – und das sogar beim amtierenden Deutschen Meister! Die 38-Jährige hat sich nach ihrem Weggang vom TV Busenbach, der sein Team aus finanziellen Gründen aus der Frauen-Bundesliga zurückgezogen hatte (die SZ berichtete), nun dem TTC Berlin Eastside angeschlossen. Die Hauptstädterinnen waren in der wegen des Corona-Virus abgebrochenen Saison 2019/20 zum Deutschen Meister gekürt worden, dies war ihr sechster nationaler Meistertitel.

Für Jessica Göbel, die ihre Tischtennis-Laufbahn beim SuS Niederschelden begann und über die Stationen DJK Weidenau, DJK VfL Willich und TuS Bad Driburg im Jahre 1999 schon einmal in Berlin aufschlug, schließt sich damit ein sportlicher Kreis: In der Spielzeit 1999/2000 punktete sie für das damalige Team 3B Berlin, nun also in der kommenden Saison für den TTC Berlin Eastside.
„Nach dem finanziellen Aus in Busenbach, das sich über einen längeren Zeitraum angekündigt hatte und daher für mich nicht überraschend kam, hatte ich eigentlich mit dem Gedanken gespielt aufzuhören. Ich habe ja ein gewisses Alter und viel im Tischtennissport erlebt“, sagte Jessica Göbel gestern im Gespräch mit der SZ-Sportredaktion.

Doch dann wurde sie vom Anruf aus der Hauptstadt überrascht: „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass Berlin sich meldet. Als ich aber mit TTC-Eastside-Manager Andreas Hain, den ich bestimmt schon seit 20 Jahren kenne, über die Rahmenbedingungen gesprochen habe, wurde das Ganze schnell sehr interessant. Und wenn der Deutsche Meister anklingelt, ist das ein Angebot, das man nicht ablehnen kann, allein schon aus moralischen Gründen. Das ist für mich nun quasi das i-Tüpfelchen auf meine Karriere“, erklärt die dreimalige Deutsche Vizemeisterin, die zudem mit Montpellier TT im Jahre 2008 die französische Mannschaftsmeisterschaft gewann und mit dem TV Busenbach nach ihrer sportlichen Rückkehr nach Deutschland in der Saison 2009/10 Deutsche Mannschafts-Vizemeisterin wurde.
„Im vorderen Paarkreuz sind die Berlinerinnen mit der deutschen Nummer 1 und 2, Xiaona Shan und der Deutschen Meisterin Nina Mittelham, überragend besetzt. Also suchte Berlin jemand für das untere Paarkreuz, am besten mit viel Erfahrung. Dieses Anforderungsprofil trifft auf mich zu, und ich habe zudem auch keinerlei Problem damit, wenn ich nicht immer aufgestellt werde, ganz im Gegenteil“, erläutert die zweimalige EM-Teilnehmerin, die 2002 mit der deutschen Frauen-Nationalmannschaft Vize-Europameisterin wurde.

Damit spielt Jessica Göbel auf ihre berufliche Tätigkeit als Geschäftsleiterin eines Fitness-Studios in Siegen an, die ihr (mindestens) eine 40-Stunden-Woche beschert. „Wir haben besprochen, dass ich nicht alle Spiele mitmachen muss. Aber wie das so geht: Nun ist eine unserer Spielerinnen schwanger, das kann schon mal personellen Planungen über den Haufen werfen“, schmunzelt die 38-Jährige, die schon seit vielen Jahren bei der TTG Netphen trainiert und sich dort in ständigen Duellen mit den Routiniers Frank Buschhaus und Markus Schipplock auch die nötige Wettkampfhärte holt.
„Mit meinen künftigen Mannschaftskameradinnen in Berlin gemeinsam zu trainieren, wäre auf Grund der Entfernung von 623 Kilometern einfach nicht realisierbar. Deshalb bin ich sehr froh, dass ich in Netphen, wo ich ja auch als Übungsleiterin tätig bin, diese Möglichkeiten habe. In der Hinrunde möchte ich in der Frauen-Bundesliga möglichst alles spielen, in der Rückrunde müssen wir dann mal schauen, was möglich und nötig ist. Auf jeden Fall freue ich mich sehr auf die neue Aufgabe“, versichert Jessica Göbel.

Die Saison soll für sie und ihr neues Team mit einem Pokal-Wochenende beginnen, an dem aber auch schon Bundesliga-Partien ausgetragen werden sollen. „Vorverlegungen sind immer möglich, und mir persönlich kommt das entgegen, weil ich an diesem Wochenende eh schon in Berlin bin“, so Göbel. Der eigentliche Startschuss für die mit sieben Mannschaften spielende Frauen-Bundesliga soll dann im Oktober erfolgen.

Autor:

Frank Kruppa (Redakteur) aus Siegen

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