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Nach Corona-Zwangspause machen die Kleinen den Anfang
Jugendfußballer zurück auf dem Platz

Das runde Leder ist zurück: Den Spielern und Trainern der D3 der JSG Dielfen/Weißtal war die Freude am ersten Training nach der Corona-Zwangspause deutlich anzumerken. Jetzt bleibt zu hoffen, dass es nicht nur ein kurzes „Comeback“ der Nachwuchsfußballer wird.
  • Das runde Leder ist zurück: Den Spielern und Trainern der D3 der JSG Dielfen/Weißtal war die Freude am ersten Training nach der Corona-Zwangspause deutlich anzumerken. Jetzt bleibt zu hoffen, dass es nicht nur ein kurzes „Comeback“ der Nachwuchsfußballer wird.
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pm Niederdielfen. Zwölf Kinder, Sechs gegen Sechs, Rot gegen Grün, ein Ball in die Mitte – und los. So einfach, so normal – und für alle Beteiligten doch genial. „Es ist cool, dass wir wieder trainieren dürfen“, findet der zwölfjährige Simon aus der D3 der JSG Dielfen/Weißtal. Auf dem Kunstrasen des Siegenia-Aubi-Sportparks in Niederdielfen sind er und seine Mannschaftskameraden am Montagnachmittag nach langer Zwangspause die ersten, die nach in Kraft treten der neuen Corona-Schutzverordnung wieder dem runden Leder hinterherjagen.

Nur gut zehn Minuten Aufwärmen müssen sie hinter sich bringen, dann wird einfach „gebolzt“, wie es NRW-Ministerpräsident Armin Laschet vergangene Woche zunächst kryptisch formuliert hatte.

pm Niederdielfen. Zwölf Kinder, Sechs gegen Sechs, Rot gegen Grün, ein Ball in die Mitte – und los. So einfach, so normal – und für alle Beteiligten doch genial. „Es ist cool, dass wir wieder trainieren dürfen“, findet der zwölfjährige Simon aus der D3 der JSG Dielfen/Weißtal. Auf dem Kunstrasen des Siegenia-Aubi-Sportparks in Niederdielfen sind er und seine Mannschaftskameraden am Montagnachmittag nach langer Zwangspause die ersten, die nach in Kraft treten der neuen Corona-Schutzverordnung wieder dem runden Leder hinterherjagen.

Nur gut zehn Minuten Aufwärmen müssen sie hinter sich bringen, dann wird einfach „gebolzt“, wie es NRW-Ministerpräsident Armin Laschet vergangene Woche zunächst kryptisch formuliert hatte. Im Klartext heißt das: Kinder bis 14 Jahre dürfen in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter freiem Himmel wieder ihrem Hobby nachgehen. Davon profitieren besonders viele Fußballer der jüngeren Jahrgänge, aber auch Leichtathleten und andere Sportler dürfen sich freuen.

„Wir sind alle total heiß“

„Wir sind alle total heiß“, sagt deshalb D-Jugend-Trainer Franz Cilimba. Im Oktober hat er seine Schützlinge zuletzt um sich versammelt, seitdem hat der Lockdown Eifer und Ehrgeiz gebremst. „Wir waren Tabellenführer und hatten richtig Spaß“, blickt Cilimba zurück, „dann haben wir bis Dezember erstmal gar nichts gemacht.“ In den vergangenen Wintermonaten gab es dann eine wöchentliche Trainingseinheit per Videokonferenz, um das Gemeinschaftsgefühl aufrechtzuerhalten und auch die Fitness nicht aus den Augen zu verlieren. „Die Jungs haben das gut angenommen“, findet Cilimba. „Man macht mit, aber normales Training ist viel besser“, sagt indes sein Schützling Simon.

"Je früher man loslegt, desto besser“

„Ich lasse immer viel spielen, aber gerade jetzt ist natürlich der Spaß am Fußball das Wichtigste“, erklärt Cilimba weiter. Es gilt, die Zeit zu nutzen und sich dabei an die geltenden Regeln zu halten, denn eine abermalige Zwangspause soll ihm und seinen Spielern nicht zugemutet werden. „Es ist so, dass den Kindern ohne den Sport definitiv etwas wegbricht. Deshalb gilt, je früher man loslegt, desto besser“, so Cilimba, der die monatelange Pause selbst nur bedingt nachvollziehen kann: „Ich hätte mir gewünscht, dass man bei den Maßnahmen mehr differenziert. Es ist ja laut den Virologen so, dass man sich draußen nicht so leicht infiziert und deshalb wäre es schön gewesen, den Kindern ihr Hobby nicht für eine so lange Zeit wegzunehmen.“

Angst vor erneuter Pause nicht verschwunden

Doch auch dem Übungsleiter und seinen Mitstreitern ist klar, dass der Neustart nur unter Vorbehalt erfolgt und von der Politik kritisch beäugt wird. „Wir hoffen natürlich, dass die Jungs dauerhaft wieder kicken können und die Infektionszahlen jetzt nicht wieder nach oben schnellen. Sonst ist das schnell wieder erledigt“, so Karin Wiegel, Jugendgeschäftsführerin der TSG Adler Dielfen.

Derartige Horror-Szenarien hat auch Franz Cilimba im Hinterkopf, gleichzeitig treibt aber auch ihn und seine Schützlinge die Sehnsucht nach mehr Normalität an. „Ich habe die Hoffnung, dass nach Ostern auch noch eine kleine Meisterschaftsserie gespielt werden kann. Ansonsten würde ich zumindest viele Freundschaftsspiele organisieren. Für die Kinder ist es wichtig, sich mit anderen messen zu können“, so der Jugendtrainer.

Amateursport im Spannungsfeld der Corona-Pandemie

Bis es soweit ist, müssen allerdings dieser und die nächsten angedachten Öffnungsschritte reibungslos über die Bühne gehen. Allen Beteiligten ist klar, dass der Amateursport im Spannungsfeld der Corona-Pandemie nur eine untergeordnete Rolle spielt. Gerade für die Senioren-Fußballer könnte das Comeback im Frühjahr 2021 angesichts steigender Inzidenzen auch schon vorbei sein, bevor es begonnen hat. Für die jüngsten Fußballer ist sie aber erst einmal zurück: die schönste Nebensache der Welt. So einfach, so normal – und doch so genial.

Autor:

Pascal Mlyniec (Redakteur) aus Siegen

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