Ex-Profi spielt gegen Niederndorf
(K)ein Scherz gegen Uebachs

Im Mai 2014 wirkte Matthias Scherz (ganz links) in einem Altligaspiel zwischen dem VfB Wissen und dem 1. FC Köln auf Seiten der Domstädter mit. Am Samstag verstärkt er die Übacher Auswahl im Spiel gegen das Niederndorfer „Uebach-Team“.
  • Im Mai 2014 wirkte Matthias Scherz (ganz links) in einem Altligaspiel zwischen dem VfB Wissen und dem 1. FC Köln auf Seiten der Domstädter mit. Am Samstag verstärkt er die Übacher Auswahl im Spiel gegen das Niederndorfer „Uebach-Team“.
  • Foto: Archiv/hwl
  • hochgeladen von Frank Kruppa (Redakteur)

krup Übach. Der Countdown läuft auf Hochtouren: Am Samstag (6. Juli) steigt in der Glück-Auf-Kampfbahn an der Martin-Luther-Straße in Boscheln eine Fußball-Gaudi der besonderen Art. Ab 17 Uhr kickt eine Auswahl des VfL Übach-Boscheln, unterstützt durch Spieler aus Übach, Scherpenseel und Frelenberg, gegen das „UE-Team“ der SpVg 09 Niederndorf (die SZ berichtete).

"UE-Team" erlangte 2017 Kultstatus

Das „Ue-Team“ erlangte im April 2017 Kultstatus in der Siegerländer Fußball-Szene. Am 7. April traf die „2. Welle“ der SpVg 09 Niederndorf in einem Meisterschaftsspiel der Fußball-D-Kreisliga 2 auf den 1. FC Littfeld 2. Das Besondere: Sämtliche Kicker sowie das Trainer- und Betreuerteam der Gastgeber hörten damals auf den Namen „Uebach“. Fast 1000 Zuschauer machten das Spiel am Niederndorfer „Höppel“ zu einem echten Volksfest, dass die Partie später am „grünen Tisch“ mit 2:0 für Littfeld gewertet wurde, war nicht mehr als eine (etwas ärgerliche) Randnotiz für die Niederndorfer, die einen „Uebach“ zu viel eingesetzt hatten. Einer der „Ues“ war nämlich zu jenem Zeitpunkt in der „Ersten“ festgespielt. Aber wie würde ein waschechter „Nindorfer“ dazu sagen? „Egaaal gewäse!“

Nun also das Spiel der „Uebachs“ in Übach – fast zwangsläufig, könnte man sagen. „Die Jungs haben anscheinend großen Respekt vor uns, dass sie jetzt auf Ex-Profis zur Unterstützung bauen“, merkt Vorstandsbeisitzer Uwe Häbel, der das „UE-Team“ medial begleitet, mit einem spitzbübischen Grinsen an. Die Auswahl aus Übach wird nämlich mit Matthias Scherz einen einstigen Bundesliga-Kicker aufbieten – und das ist buchstäblich kein Scherz!

Der mittlerweile 47-jährige Scherz wurde am 14. Dezember 1971 in Rotenburg (Wümme) geboren und hielt seinem Heimatverein Rot-Weiß Scheeßel, bei dem er 1979 begonnen hatte, bis 1994die Treue. Im Alter von 22 Jahren wechselte er zum FC St. Pauli – in der heutigen Zeit von Nachwuchsleistungszentren und einem absolut gläsernen Scoutingsystem würde man von einem „Spätberufenen“ sprechen, der lange Zeit irgendwie unter dem Radar flog.

"Effzeh" in die 1. Liga geschossen

Am Millerntor kickte Matthias Scherz in seinen ersten beiden Jahren zunächst für die dortige Amateurabteilung, in der Saison 1996/97 gelang ihm der Sprung in die Bundesliga-Mannschaft des FC St. Pauli. Nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga etablierte sich Scherz in den beiden folgenden Spielzeiten als Stammspieler und wechselte mit Beginn der Saison 1999/2000 zum 1. FC Köln. In Spielzeit 2002/03 hatte er mit bemerkenswerten 18 Toren großen Anteil am Rückkehr des „Effzeh“ in die 1. Bundesliga.

Im Dezember 2012 verpflichtete der SC Fortuna Köln Matthias Scherz als Spieler, im darauf folgenden Sommer beendete der Offensivspieler seine aktive Laufbahn. Er absolvierte 147 Partien der 1. Bundesliga und erzielte dabei 20 Treffer.

Nun also wird „Scherzi“ seine Fußballschuhe noch mal vom Speicher holen und die Niederndorfer Viererkette mit Uebach, Uebach, Uebach und Uebach vor eine große Herausforderung stellen.

Auch das "UE-Team" hat Torjäger

„Kein Ding“, werden die Niederndorfer sagen, denn mit Jan, Nils und Alex Uebach verfügen sie ebenfalls über Offensiv-Asse, die genau wissen, wo die gegnerische „Bude“ steht. „Bis auf unseren Oldie Peter Uebach, der in Urlaubt weilt und sich schwarz ärgert, weil er nicht mitkicken kann, sollten alle Uebachs von 2017 dabei sein“, blickt Uwe Häbel voraus. In Übach jedenfalls freuen sie sich auf ein Volksfest, das mit einem Jugendturnier beginnen und mit einer „After-Show-Party“ ab 19 Uhr mit einer Live-Band enden soll. Lassen wir uns einfach mal „uebachraschen“...

Autor:

Frank Kruppa (Redakteur) aus Siegen

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