SZ

Darüber spricht die Kreisliga
Langer Anfahrtsweg für Schiri Wohlmann

Pfeife verbindet über die Kreisgrenzen hinweg: Otterndorf. Sonntagmittag. Die Sonne scheint. Auf dem Sportplatz im niedersächsischen Otterndorf kommt es zum Duell zwischen dem TSV Otterndorf 2. und dem SC Hemmoor 2. – eigentlich ein ganz normales Spiel in der 2. Kreisklasse. Besonders war es jedoch mit Blick auf den Schiedsrichter, denn der hatte einen ungewöhnlich langen Anfahrtsweg. Leiter der Partie war der 30-jährige Philipp Wohlmann aus Buschhütten. Normalerweise sind die Sportplätze des Kreises Siegen-Wittgenstein sein Revier. Nun aber durfte er ein Spiel im Kreis Cuxhaven pfeifen.

Pfeife verbindet über die Kreisgrenzen hinweg: Otterndorf. Sonntagmittag. Die Sonne scheint. Auf dem Sportplatz im niedersächsischen Otterndorf kommt es zum Duell zwischen dem TSV Otterndorf 2. und dem SC Hemmoor 2. – eigentlich ein ganz normales Spiel in der 2. Kreisklasse. Besonders war es jedoch mit Blick auf den Schiedsrichter, denn der hatte einen ungewöhnlich langen Anfahrtsweg. Leiter der Partie war der 30-jährige Philipp Wohlmann aus Buschhütten. Normalerweise sind die Sportplätze des Kreises Siegen-Wittgenstein sein Revier. Nun aber durfte er ein Spiel im Kreis Cuxhaven pfeifen. Eine lange Freundschaft mit Tim von Glahn, Schiedsrichter im Kreis Cuxhaven, brachte Philipp Wohlmann anlässlich eines gemeinsamen Wochenendes inklusive Stadionbesuch, Anschwitzen im Wingster Wald und Auslaufen am Otterndorfer Deich zu dieser durchaus ungewöhnlichen Ansetzung. Während etlicher Telefonate über geleitete Spiele kam den beiden engagierten Schiedsrichtern die Idee dieses außergewöhnlichen Austauschs. In Abstimmung mit den Kreisschiedsrichterausschüssen der Kreise Cuxhaven und Siegen-Wittgenstein wurde vereinbart, den für die SpVg Anzhausen/Flammersbach pfeifenden Philipp Wohlmann mit der Leitung des Spiels zu beauftragen. Auch dank zweier sehr fairer Mannschaften, die die Situation trotz der angespannten Tabellensituation sehr gut annahmen, fiel Wohlmann eine souveräne Leitung des torreichen Spiels (Endstand 4:3 für Otterndorf zwo) leicht. Von der Spielweise der beiden Teams und der frischen Nordseeluft sei er beeindruckt, berichtet er. Im Herbst soll dann der Austausch in die nächste Runde gehen: Dann soll Tim von Glahn ein Spiel im Kreis Siegen-Wittgenstein leiten. Beide Spielleiter sind sich einig: Es ist eine tolle Erfahrung, die verbindet. „Es ist einfach eine schöne Sache. Ich freue mich auf den Gegenbesuch“, so von Glahn. (JU)

Kein Referee in Wahlbach: Noch besser wäre es freilich gewesen, der Austausch hätte zügiger stattgefunden. Dann nämlich hätte Tim von Glahn am Sonntag die heimische A-Kreisliga-Partie zwischen dem FC Wahlbach und dem TuS Wilnsdorf/Wilgersdorf leiten können. Patrick Nies, Trainer der Wahlbacher, war am Sonntagnachmittag einigermaßen verstimmt, als die Begegnung in Ermangelung eines Unparteiischen abgesagt werden musste. Eine kurzfristige Nachfrage der SZ bei Uli Neus ergab, dass „kein Schiedsrichter mehr verfügbar“ war. Unsere Rückfrage, ob die Absage des für Wahlbach angesetzten Referees so kurzfristig erfolgt sei, dass niemand mehr umbesetzt werden konnte, oder zumindest kein Schiedsrichter mit der Qualifikation für die Kreisliga A, bestätigte Neus mit der Antwort: „Ja.“ Nun muss diese Begegnung an einem Wochentag nachgeholt werden.

„Vierte Welle“ bei der SG Siegen-Giersberg: Gleich vier Seniorenmannschaften im Kreisliga-Spielbetrieb: ein Kunststück, das nur äußerst selten geschafft wird. Die SG Siegen-Giersberg fügt sich in der kommenden Spielzeit in die überschaubare Liste jener Vereine ein, die „zu viert“ die Szene bereichern. Im vorigen Jahrtausend stellten der TSV Weißtal und der FC Hilchenbach für kurze Zeit vier Seniorenteams. Neben dem FC Freier Grund, der freilich aus zwei Vereinen hervor gegangen ist (SpVg Neunkirchen und Borussia Salchendorf), ist der Club vom Sender damit aktuell der einzige Verein im Kreis Siegen-Wittgenstein mit einer „vierten Welle“ im Spielbetrieb. Als Trainer des neuen Teams werden die einst unerbittlichen Torjäger Michel Ballarini und Markus Hansen fungieren – eine offensive Grundausrichtung scheint also garantiert!

Autor:

Frank Kruppa (Redakteur) aus Siegen

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