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2. Siegener Women's Run
Laufende Frauenpower und "verrückte Hühner"

Start frei zum 2. Siegener Women’s Run an der sieg-arena. Hier gehen die Frauen über 6,6 Kilometer auf die Strecke. Mit dabei auch die Schirmherrin der Veranstaltung, Hildegard Mockenhaupt mit der Startnummer 1. Den ersten von zwei Läufen gewann Katharina Blach vom Team TVE Netphen (Nr. 939).
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  • Start frei zum 2. Siegener Women’s Run an der sieg-arena. Hier gehen die Frauen über 6,6 Kilometer auf die Strecke. Mit dabei auch die Schirmherrin der Veranstaltung, Hildegard Mockenhaupt mit der Startnummer 1. Den ersten von zwei Läufen gewann Katharina Blach vom Team TVE Netphen (Nr. 939).
  • hochgeladen von Frank Steinseifer (Freier Mitarbeiter)

fst Siegen. Warum spricht man eigentlich immer von einem Wettergott (den es ja sowieso nicht gibt...)? Soviel steht fest: Die „Wettergöttin“ war am Sonntag eine Siegenerin, und sie muss eine Läuferin gewesen sein, denn die Veranstalterinnen und die 640 Teilnehmerinnen am 2. Siegener Women’s Run an der sieg-arena in der Eintracht hatten mächtig Glück mit dem Wetter. Die Vorhersagen hatten starken Regen und auch das ein oder andere Gewitter angekündigt, nicht eben gute Bedingungen für eine fünfstündige Draußenveranstaltung mit zahlreichen Zuschauern, doch bis auf die erste Stunde mit Nieselregen blieb es allen Unkenrufen zum Trotz den ganzen Nachmittag über weitgehend trocken.

fst Siegen. Warum spricht man eigentlich immer von einem Wettergott (den es ja sowieso nicht gibt...)? Soviel steht fest: Die „Wettergöttin“ war am Sonntag eine Siegenerin, und sie muss eine Läuferin gewesen sein, denn die Veranstalterinnen und die 640 Teilnehmerinnen am 2. Siegener Women’s Run an der sieg-arena in der Eintracht hatten mächtig Glück mit dem Wetter. Die Vorhersagen hatten starken Regen und auch das ein oder andere Gewitter angekündigt, nicht eben gute Bedingungen für eine fünfstündige Draußenveranstaltung mit zahlreichen Zuschauern, doch bis auf die erste Stunde mit Nieselregen blieb es allen Unkenrufen zum Trotz den ganzen Nachmittag über weitgehend trocken.

Hildegard Mockenhaupt:
"Bestes Laufwetter"

All den Frauen, denen das Wetter nicht so ganz in den Kram passte, rief Schirmherrin Hildegard Mockenhaupt mit der Startnummer 1 zu: „Ich kann euch allen aus Erfahrung sagen: das hier heute ist bestes Laufwetter, bessere Bedingungen zum Rennen könnt ihr gar nicht haben.“ Sicher hatte das schlechte Wetter am Morgen die ein oder andere Läuferin von einem Start beim Women’s Run abgehalten und auch die Zuschauerzahl wäre sicherlich bei Sonnenschein wie im Vorjahr noch größer gewesen – die Stimmung am „Stumme-Loch-Weg“ war aber auch diesmal fröhlich, laut und ausgelassen.

"Ursel" will mim Rrrrhönrrrad
den Rrrrosterbersch rrrunterrrrollen

Etwas anderes hätte „dat Ursel“ im roten Strickjäckchen, die ja niemals ohne ihre Handtasche aus dem Haus geht, auch gar nicht zugelassen. Wie schon im Vorjahr entpuppte sich Christa Weigand mit ihren Sprüchen und Anekdötchen auf Siegerländer Platt als echte Stimmungskanone. Eine Sprache ohne ein gerrrrrrroltes Errr kommt ihr ohnehin nicht über die Lippen. „Ach wat, so’nen schönen Sporrrt macht ihr. Ich wollte eigentlich auch schon immer mal mit dem Rrrrrhönrrrad den Rrrrosterbersch rrrunterrrrollen. Ich hab aber noch keinen gefunden, der mirrr ein Schubs gibt…“, fachsimpelte „Ursel“ mit ein paar lachenden Turnerinnen.

Ein Stück Pizza als Wegzehrung

Dass Ursel nicht nur ein flottes Mundwerk sondern auch schnelle Beine hat, auch das stellte die Plaudertasche unter Beweis. Als sie hörte von Hildegard Mockenhaupt hörte, dass Tochter Sabrina nicht mitlaufen würde, sagte sie kurzerhand: „Auweia, dann muss ich ja rrrran und ne Rrrrunde mitlaufen!“ Die 2,2 Kilometer „überlebte“ Ursel dann doch so gerade eben. Immer wieder sorgte sie für Stimmung an dem trüben Sonntagnachmittag. Als eine Läuferin total entkräftet bei ihr stehenblieb und nicht mehr weiterlaufen konnte, leistete „Ursel“ selbstlos Erste Hilfe: „Hier hast du mein Stück Pizza, ist noch heiß, das baut dich wieder auf.“

Frauen laufen anders...

Und wieder zeigte sich: Frauen laufen anders! Zeiten, Bestzeiten, Rekorde und Trainingskilometer waren unwichtig. Nicht hecheln und hetzen – wohlfühlen und Spaß an der Bewegung haben, Freude am Zusammenlaufen, mit der Mutter Hand-in-Hand, mit der Freundin, mit der Nachbarin, oder mit der Arbeitskollegin. War im Vorjahr pink die Farbe der Wahl, so liefen die Frauen diesmal in leuchtend grünen T-Shirts mit Aufdruck „Siegerin“ über die flache Strecke entlang der Sieg. Liebevoll geschmückt mit Luftballons war die Strecke, und im Ziel gab es ein Blümchen für alle. Klar doch, auch Männer waren erwünscht und zahlreich an die Strecke gekommen, zum Anfeuern, motivieren, oder zum Trösten, wenn es nicht so gut geklappt hatte. Auch zur Unterstützung des Organisationsteams, als Streckenposten und Aufbauhelfer war „das starke Geschlecht“ willkommen.

Siegener Frauenlauf international

Als Hildegard Mockenhaupt dann die Siegerehrung des ersten Laufs über 6,6 Kilometer übernahm, da staunte die Wilgersdorferin nicht schlecht. „Der Siegener Women’s Run wird international!“ Hinter der Schnellsten des ersten Laufs, Katharina Blach vom Team TVE Netphen (28:56 Minuten), die sich kurz nach einer erneuten Herzschrittmacher-Operation einen Start beim Frauenlauf in Siegen nicht nehmen lassen wollte, folgten mit Amber Sprenger aus den USA und Machteld van Rooijen sogar zwei Läuferinnen aus dem Ausland. Van Rooijen kommt aus Rotterdam und ist im Rahmen ihres Medizinstudiums für drei Monate an der DRK-Kinderklinik in Siegen beschäftigt. Sie hatte von dem Frauenlauf erfahren und sich kurzerhand angemeldet. „Ein schöner Lauf, hat mir sehr viel Spaß gemacht“, freute sich die 24-Jährige im Ziel.

Niederscheldenerin
Kathi Schäfers die Schnellste

Den ersten Lauf des Tages über 2,2 Kilometer hatte die erst 13-jährige Tessa Felbinger vom ASC Weißbachtal in beachtlichen 8:55 Minuten gewonnen, einen großen Vorsprung hatte auch Davina Bohn vom TuS Deuz über 4,4 Kilometer in 18:33 Minuten. „Ich mache in Gießen eine Ausbildung und bin nicht mehr so oft im Siegerland, aber hier beim Frauenlauf wollte ich unbedingt wieder dabeisein…“, sagte die 21-Jährige im Ziel mit der Blume in der Hand. Die schnellste Läuferin des Tages über drei Runden und 6,6 Kilometer war Kathi Schäfers vom TuS Deuz. Die Niederscheldenerin kennt auf ihrer Trainingsstrecke an der Sieg entlang jeden Baum und jeden Stein und gewann in 25:44 Minuten. Damit kam sie zwar nicht an den Streckenrekord von Sabrina Mockenhaupt aus dem Vorjahr (24:21 Minuten) heran, doch die 47-fache Deutsche Meisterin läuft eben doch noch in einer anderen Liga.

Ute Sippel älteste Läuferin

Älteste Teilnehmerin war Ute Sippel, Jahrgang 1944 vom VTB Wilnsdorf, die jüngsten Starterinnen waren die beiden Fünfjährigen Charlotte Wolf aus Hilchenbach und Marie Büdenbender aus Siegen. Die Trophäe für den teilnehmerinnenstärksten Verein holte sich der VTB Wilnsdorf mit 28 Läuferinnen. Wie schon im Vorjahr gewann auch diesmal der TSV Oberfischbach den Wettbewerb um den originellsten Team-Auftritt. Diesmal waren die Frauen aufwändig kostümiert als die „Verrückten Hühner“ auf dem Laufsteg unterwegs. Die Torte als Hauptpreis wurde vom hungrigen „Federvieh“ gleich nach der Ehrung angepickt.

Start frei zum 2. Siegener Women’s Run an der sieg-arena. Hier gehen die Frauen über 6,6 Kilometer auf die Strecke. Mit dabei auch die Schirmherrin der Veranstaltung, Hildegard Mockenhaupt mit der Startnummer 1. Den ersten von zwei Läufen gewann Katharina Blach vom Team TVE Netphen (Nr. 939).
Die "Verrückten Hühner" des TSV Oberfischbach hatten beim 2. Siegener Women’s Run beste Laune. Natürlich gewannen sie auch diesmal den Wettbewerb „Originellster Teamauftritt“.
Autor:

Frank Steinseifer (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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