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Torjäger des Bezirksliga-Überraschungsteams
Marcel Farnschläder: "Unsere Flügelspieler sind eine Waffe"

Marcel Farnschläder (blaues Trikot) befindet sich mit der SG Mudersbach/Brachbach auf Höhenflug in der Fußball-Bezirksliga 5.
  • Marcel Farnschläder (blaues Trikot) befindet sich mit der SG Mudersbach/Brachbach auf Höhenflug in der Fußball-Bezirksliga 5.
  • Foto: Uwe Bauschert
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ubau Mudersbach/Brachbach. In der Fußball-Bezirksliga 5 marschieren die beiden Topteams Germania Salchendorf (1. Platz/39 Punkte) und Fortuna Freudenberg (2./36) unaufhaltsam vorneweg. In deren Schatten sorgt aber ein Team für Furore, dem man es in dieser Form vor der Saison nicht zugetraut hat: die SG Mudersbach/Brachbach. Das Team von

ubau Mudersbach/Brachbach. In der Fußball-Bezirksliga 5 marschieren die beiden Topteams Germania Salchendorf (1. Platz/39 Punkte) und Fortuna Freudenberg (2./36) unaufhaltsam vorneweg. In deren Schatten sorgt aber ein Team für Furore, dem man es in dieser Form vor der Saison nicht zugetraut hat: die SG Mudersbach/Brachbach. Das Team von Trainer Stefan Häßler gewann sechs seiner letzten sieben Spiele und katapultierte sich aus dem Tabellenkeller auf Platz 4, was der SG-Coach aus Scheuerfeld unlängst als „Wahnsinn“ bezeichnete.

Die SZ nahm den Höhenflug der 2011 gegründeten Sportgemeinschaft aus dem Kreis Altenkirchen zum Anlass für ein Interview mit Kapitän Marcel Farnschläder. Der 29-jährige Angreifer aus Mudersbach-Birken spielt von Kindesbeinen an für die (J)SG Mudersbach/Brachbach.

Herr Farnschläder, reiben Sie sich verwundert die Augen, wenn Sie momentan auf die Tabelle schauen?
Der Blick auf die Tabelle gefällt mir jedenfalls (lacht). Platz 4 ist eine schöne Momentaufnahme, damit hat keiner gerechnet.

Die SG wurde vor der Saison von nicht wenigen als Abstiegskandidat gehandelt...
Ja, wenn man mitbekommen hat, was die Konkurrenz über uns gesagt hat, dann ist es umso befriedigender, dass wir nun so gut dastehen. Wir sollten aber nicht übermütig werden. Bis zum ersten Abstiegsplatz sind es gar nicht so viele Punkte. Daher ist es wichtig, dass wir die Euphorie und das Selbstvertrauen, das wir durch die Siege in den letzten Wochen getankt haben, mit in die nächsten Spiele nehmen, um weitere Punkte einzufahren.

Es ist noch gar nicht lange her, da steckte die SG noch im Tabellenkeller fest...
Stimmt. Unser Saisonstart war nicht gut.

Woran hat es gelegen?
Die Saisonvorbereitung war katastrophal. Wir hatten eine schlechte Trainingsbeteiligung und mussten sogar einige Testspiele absagen. Das haben wir mit in die Saison geschleppt. Durch Corona hatten sich die Prioritäten ein wenig verschoben. Wir haben uns dann aber am Riemen gerissen und wieder den mannschaftlichen Zusammenhalt entwickelt, der uns schon seit Jahren auszeichnet.

Ab Mitte Oktober ging es aufwärts. Seitdem gewann die SG sechs ihrer letzten sieben Spiele. Was zeichnet die Mannschaft aus?
Wir haben nicht die überragenden Einzelspieler in unserer Reihen, wir kommen über das Kollektiv. Wir sind unbequem zu spielen, weil wir aggressiv in die Zweikämpfen gehen und nach Ballgewinn schnell umschalten. Mit Jan Pfeifer, Leo Diezemann und Leon Kniller verfügen wir über flinke Flügelspieler, da geht die Post ab. Das ist eine richtige Waffe!

Und ganz vorne verfügt die SG mit Ihnen über einen Torjäger, der die Vorlagen „veredelt“. Sieben Tore können sich sehen lassen...
Ja, mit dieser Ausbeute bin ich zufrieden, es hätte aber auch das ein oder andere Tor mehr sein können. Letztlich ist aber nicht wichtig, dass ich treffe. Es geht einzig und allein um den Erfolg der Mannschaft.

Die SG ist aktuell die Nummer 1 im südlichen Siegerland – vor dem „großen Nachbarn“ SuS Niederschelden und dem FC Eiserfeld. Ist das noch das i-Tüpfelchen auf dem aktuellen Erfolg?
Das ist ein schöner Nebeneffekt. Wir Spieler kennen uns ja untereinander, da wird dann schon mal die ein oder andere Spitze verteilt, aber das ist ja ganz normal. Wenn wir am Saisonende auch noch vor dem SuS und Eiserfeld stehen sollten, würde sich bei uns keiner beschweren (lacht).

Gehen wir zum Schluss noch eine Etage höher: Salchendorf und Freudenberg liefern sich an der Tabellenspitze ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die SG hat schon gegen beide Teams gespielt. Welche Mannschaft halten Sie für stärker?
Gute Frage! Beide Mannschaften spielen einen richtig guten Ball. Aber ich glaube, die Salchendorfer werden das Rennen machen. Sie spielen seit Jahren um die Meisterschaft mit und wären auch mal dran.

Autor:

Uwe Bauschert (Redakteur) aus Siegen

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