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Starkes Comeback nach Armbruch
Marcel Schuhen wird zum „König von St. Pauli“

Jederzeit Herr der Lage: Hier klärte Darmstadts Torhüter Marcel Schuhen (grünes Trikot) den Schuss des St. Paulianers Leo Östigard (braunes Trikot).
  • Jederzeit Herr der Lage: Hier klärte Darmstadts Torhüter Marcel Schuhen (grünes Trikot) den Schuss des St. Paulianers Leo Östigard (braunes Trikot).
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ubau Hamburg/Darmstadt. Hamburg scheint ein gutes Pflaster zu sein für Marcel Schuhen. In der Elbmetropole gab der Torhüter aus Brachbach zum Saisonauftakt der 2. Fußball-Bundesliga sein Pflichtspiel-Debüt für den SV Darmstadt 98 – und der 26-Jährige unterstrich beim 1:1 gegen den Aufstiegsfavoriten Hamburger SV gleich, weshalb ihn die Südhessen im Sommer aus Sandhausen geholt hatten. Und in der Hansestadt gab der Keeper aus dem Kreis Altenkirchen am Samstag auch sein Comeback – und was für eins!
Nach exakt 78-tägiger Pause infolge eines Armbruchs führte „Schuh“ sein Team mit einer fehlerlosen Leistung zu einem 1:0 (0:0)-Auswärtssieg beim FC St. Pauli.

ubau Hamburg/Darmstadt. Hamburg scheint ein gutes Pflaster zu sein für Marcel Schuhen. In der Elbmetropole gab der Torhüter aus Brachbach zum Saisonauftakt der 2. Fußball-Bundesliga sein Pflichtspiel-Debüt für den SV Darmstadt 98 – und der 26-Jährige unterstrich beim 1:1 gegen den Aufstiegsfavoriten Hamburger SV gleich, weshalb ihn die Südhessen im Sommer aus Sandhausen geholt hatten. Und in der Hansestadt gab der Keeper aus dem Kreis Altenkirchen am Samstag auch sein Comeback – und was für eins!
Nach exakt 78-tägiger Pause infolge eines Armbruchs führte „Schuh“ sein Team mit einer fehlerlosen Leistung zu einem 1:0 (0:0)-Auswärtssieg beim FC St. Pauli. Ein immens wichtiger Sieg für die Darmstädter, die zuvor sieben Mal in Folge sieglos geblieben und bis auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht waren. Mit Schuhen kam der Erfolg zurück!

„Der Sieg war natürlich immens wichtig für uns. Dadurch haben wir zumindest ein bisschen Druck rausgenommen“, freute sich der Brachbacher im SZ-Gespräch, um dann aber gleich ein wenig auf die Euphoriebremse zu treten. „Wir dürfen uns jetzt ein, zwei Tage über den Sieg freuen – länger aber auch nicht. Dafür ist in der Tabelle alles zu eng beisammen.“

Im Hexenkessel kühlen Kopf bewahrt

Seine eigene Leistung bewertete er als „grundsolide“. Eine feinsinnige Untertreibung. Denn Schuhen war am Samstag vor 29412 Zuschauern der Fels in der Brandung. Er strahlte bei seinem Comeback Sicherheit aus, war hoch konzentriert, pushte sein Team und zeigte in drei, vier brenzligen Situationen seine Klasse. Besonders in der 56. Minute erwies er sich als Meister seines Fachs, als er blitzschnell abtauchte und den Schuss des St. Paulianers Finn Ole Becker bravourös parierte. Der Brachbacher behielt in der heißen Atmosphäre am Millerntor kühlen Kopf. Die fehlende Spielpraxis nach mehrwöchiger Verletzungspause war ihm nicht anzumerken.

"Habe das Spiel genossen"

„Es war, als wäre ich gar nicht weg gewesen. Ich habe das Spiel von der ersten bis zur letzten Sekunden genossen“, berichtete Schuhen. Und weiter: „Die Mannschaft hat es mir aber auch einfach gemacht. Die Jungs haben meine Kommandos angenommen und vor allem defensiv toll gearbeitet. Es war der gleiche Spirit wie beim HSV-Spiel“, so Schuhen, dessen Rückkehr zwischen die Posten des „Lilien“-Tores sich in den letzten Tagen abgezeichnet hatte. Am vergangenen Donnerstag erfuhr Schuhen dann endgültig von Trainer Dimitrios Grammozis, dass er beim FC St. Pauli von Anfang an spielen werde – und dieses Vertrauen rechtfertigte er mit einer starken Leistung, mit der er zum „König von St. Pauli“ avancierte.
„Ich bin einfach nur extrem dankbar, dass ich wieder gesund bin und meiner Mannschaft helfen konnte“, gab sich Schuhen nach seinem zweiten Liga-Einsatz für die Blau-Weißen demütig.

Vorfreude auf erstes Spiel am "Bölle"

Nun freut er sich auf seine Pflichtspiel-Premiere am „Bölle“ nächsten Freitag gegen Erzgebirge Aue. „Dafür muss ich aber gesund bleiben“, sagt der Siegerländer mit einem Augenzwinkern.Stimmt! Denn seinen Stammplatz dürfte Schuhen mit der Leistung auf St. Pauli zurückerobert zu haben. Hamburg scheint ein gutes Pflaster für den Brachbacher zu sein . . .

Autor:

Uwe Bauschert (Redakteur) aus Siegen

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