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Handball in Westfalen
Meister- und Abstiegsrunden kommen

Die Zeit der weiten Reisen ist für die Handballerinnen des TVE Netphen nach dem freiwilligen Verzicht auf die 3. Liga erst einmal vorbei. Statt wie nach Vechta (hier mit Annalena Welsch beim Wurf) geht es in der Oberliga wieder nach Bergkamen und Riemke.
  • Die Zeit der weiten Reisen ist für die Handballerinnen des TVE Netphen nach dem freiwilligen Verzicht auf die 3. Liga erst einmal vorbei. Statt wie nach Vechta (hier mit Annalena Welsch beim Wurf) geht es in der Oberliga wieder nach Bergkamen und Riemke.
  • Foto: Robert Gertzen
  • hochgeladen von Jost-Rainer Georg (Redakteur)

geo Siegen. Um die historisch einmalige Spielzeit 2020/2021 nach der Corona-Krise im Frühjahr demnächst stemmen zu können, bricht der Handballsport in Westfalen mit Traditionen. Zumindest schon mal in einigen Verbandsspielklassen wird in der im Oktober beginnenden neuen Spielzeit nicht mehr nach dem klassischen System „Hinrunde+Rückrunde= Meister/Abstieg“ gespielt. Statt dessen werden die Ligen auf kleinere „Einheiten“ aufgeteilt.  Nach den dadurch kürzeren „Vorrunden“ spielen die besten Mannschaften in weiteren Runden um den Aufstieg bzw. die schlechteren Teams gegen den Aufstieg (oder um die „Goldene Ananas“). Dies teilte der Handballverband Westfalen jetzt mit.

geo Siegen. Um die historisch einmalige Spielzeit 2020/2021 nach der Corona-Krise im Frühjahr demnächst stemmen zu können, bricht der Handballsport in Westfalen mit Traditionen. Zumindest schon mal in einigen Verbandsspielklassen wird in der im Oktober beginnenden neuen Spielzeit nicht mehr nach dem klassischen System „Hinrunde+Rückrunde= Meister/Abstieg“ gespielt. Statt dessen werden die Ligen auf kleinere „Einheiten“ aufgeteilt.  Nach den dadurch kürzeren „Vorrunden“ spielen die besten Mannschaften in weiteren Runden um den Aufstieg bzw. die schlechteren Teams gegen den Aufstieg (oder um die „Goldene Ananas“). Dies teilte der Handballverband Westfalen jetzt mit. Betroffen von den ersten Entscheidungen für die Spielklassen Oberliga, Verbandsliga und Landesliga sind bei den Männern und Frauen im heimischen Raum insgesamt sechs Teams.

TVE Netphen müsste Dritter werden

Beispiel: Die Frauen des TVE Netphen, die bekanntlich freiwillig auf die Möglichkeit verzichteten, ein weiteres Jahr in der 3. Liga zu spielen und nunmehr einen Neustart in der Oberliga Westfalen wagen. Durch ausgebliebenen Abstieg und vermehrten Aufstieg war das Feld der Frauen-Oberligisten auf 18 Vereine angewachsen - bei einem Spielbeginn erst ab 3./4. Oktober spieltechnisch bei dann 34 Spieltagen nicht mehr darzustellen. Der Verband hat nun zwei Neuner-Gruppen eingeteilt, die nach dem sogenannten „10er-Schlüssel“ mit Hin- und Rückrunde bis 14. März gegeneinander spielen, wobei jedes Team an zwei Spieltagen pausiert. Danach spielen die jeweils besten drei Teams in einer Sechser-Runde um den Aufstieg. Da aber alle Ergebnisse aus der Vorrunde gegen die ebenfalls für die Meisterrunde qualifizierten Gegner „mitgenommen“ werden, ergeben sich nur noch sechs weitere Spieltage (Hin- und Rückrunde) in der Meisterrunde. Deren acht hingegen in der Abstiegsrunde, in die die Mannschaften von Platz 6 bis 9 antreten. Teams auf den Rängen 4 und 5 nach der Vorrunde spielen hingegen um die besagte „Goldene Ananas“. Am Ende aller Spiele (30. Mai/Abstiegsrunde) wird es einen Drittliga-Aufsteiger und vier Absteiger in die Verbandsliga geben.

20 Absteiger aus der Frauen-Landesliga

In der Frauen-Landesliga, in der mit dem VTV Freier Grund und der 2. Mannschaft aus Netphen zwei Teams starten, greift ein anderes Prinzip. Hier wurden fünf Gruppen gebildet (zwei mit zwölf und drei mit elf Teams). Nach dem „12er-Schlüssel“ wird es 22 Spieltage geben. Alle fünf Meister steigen in die Verbandsliga auf, die jeweils vier letztplatzierten Teams müssen in die Bezirksliga absteigen (insgesamt also 20 Absteiger). Hier ist die Saison demnach am 16. Mai 2021 zu Ende.

TuS Ferndorf 2. in Achter-Gruppe

Bei den Herren traf der Verband folgende Festlegungen: Die aus 16 Teams bestehende Oberliga mit der 2. Mannschaft des TuS Ferndorf wird in zwei Achter-Gruppen aufgeteilt, die Auslosung dazu steht aber noch aus. Nach der „Vorrunde mit 14 Spielen für jede Mannschaft (bis 21. Februar) spielen die vier besten Teams vom 7. März bis 16. Mai wieder in Vor- und Rückrunde einen Meister und Aufsteiger aus. Auch hier werden Ergebnisse aus der Vorrunde mitgenommen, so dass es jeweils noch zu sechs Spieltagen kommt. In der gleich großen Abstiegsrunde wird es vier Mannschaften erwischen, die in die Verbandsliga absteigen.Diese Verbandsliga spielt ab 3./4. Oktober in zwei Staffeln mit elf und einer Staffel mit zwölf Mannschaften die „Vorrunde“: Der durch den corona-bedingten Saisonabbruch nicht abgestiegene RSVE Siegen trifft in der einzigen Zwölfer-Staffel auf viele südwestfälische und Ruhrgebiets-Clubs, die man bereits von früher kennt. Es wird 22 Spieltage geben, nach denen am 16. Mai 2021 die jeweils drei schlechtesten Teams jeder Staffel absteigen, die drei Meister hingegen aufsteigen. Um Verbandsligist zu bleiben müsste der RSVE also Neunter werden.

TV Olpe muss Achter werden

Sogar sechs Staffeln wird es in der Landesliga geben, in der der TV Olpe auf elf weitere Konkurrenten in der Staffel 6 trifft. Auch hier steigen alle sechs Staffelsieger in die Verbandsliga auf, jedoch müssen sogar die jeweils vier schlechtesten Team jeder Staffel in die Bezirksliga absteigen. Für den Klassenerhalt müsste man also im Falle der Staffel 6 mit Olpe Achter werden, um die Klasse zu halten. -

Die Staffeleinteilungen

Frauen-Oberliga - Vorrunde B: TVE Netphen, TuRa Bergkamen, DJK Everswinkel, TuRa Halden-Herbeck, Westfalia Kinderhaus, Lüner SV, Teutonia Riemke, ETSV Ruhrtal Witten, HSG Schwerte-Westhofen.
Frauen-Landesliga - Staffel 5: VTV Freier Grund, TVE Netphen 2., TV Wattenscheid, Bochumer HC, TV Halingen, HSG Wetter/Grundschöttel, HSV Hemer, SG Ruhrtal, HV Sundern, HSG Lüdenscheid, SG Attendorn/Ennest.
Männer-Oberliga (Vorrunden-Achter-Staffeln werden noch ausgelost): TuS Ferndorf 2., TSG Altenhagen/Heepen, TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck, TSG Harsewinkel, Sportfr. Loxten, VfL Mennighüffen, TuS Möllbergen, CVJM Rödinghausen, Soester TV, TuRa Bergkamen, TuS Bommern, VfL Gladbeck, VfL Eintracht Hagen 2., HSC Haltern-Sythen, Schalke 04, HTV Hemer.
Männer-Verbandsliga - Staffel 3: RSVE Siegen, Teutonia Riemke, TuS Hattingen, ATV Dorstfeld, Westf. Hombruch, OSC Dortmund, HVE Villigst-Ergste, HSG Hohenlimburg, HSG Gevelsberg-Silschede, Rote Erde Schwelm, SGSH Dragons 2., Westfalia Herne.
Männer-Landesliga - Staffel 6: TV Olpe, Borussia Höchsten, Wittener TV, HSG Herdecke/Ende, VfL Eintracht hagen 3., SG Attendorn/Ennest, HSV Plettenberg/Werdohl, HSG Lüdenscheid, HSG Gevelsberg-Silschede 2., TG Voerde, TuS Volmetal 2., TV Lössel.
Saisonstart durchgängig am 3./4. Oktober.

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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