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Handball-Zweitligist TuS Ferndorf
Mit Rückenwind zu furiosem Aufsteiger

Auf Simon Strakeljahn, hier im Pokalspiel bei Eintracht Hagen, wird nach der Verletzung von Jonas Faulenbach deutlich mehr Verantwortung zukommen.
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  • Foto: Mathias M. Lehmann
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juka Kreuztal. Der eine oder andere Stein dürfte den Verantwortlichen des TuS Ferndorf, trotz der schlimmen Verletzung von Jonas Faulenbach, mit dem ersten Saisonsieg am 5. Spieltag gegen den Dessau-Roßlauer HV doch vom Herzen gefallen sein. Für Trainer Robert Andersson ist besonders die mentale Komponente entscheidend.

„Das

juka Kreuztal. Der eine oder andere Stein dürfte den Verantwortlichen des TuS Ferndorf, trotz der schlimmen Verletzung von Jonas Faulenbach, mit dem ersten Saisonsieg am 5. Spieltag gegen den Dessau-Roßlauer HV doch vom Herzen gefallen sein. Für Trainer Robert Andersson ist besonders die mentale Komponente entscheidend.

„Das Gefühl, gewinnen zu können, bedeutet viel. Daher war das für den Kopf sehr, sehr wichtig“, untermauert der Schwede, der von seiner Mannschaft zwar keine Wunderdinge gesehen hatte, aber eine geschlossene Mannschaftsleistung über die komplette Spielzeit und nicht, wie zuletzt so häufig, nur über 30 Minuten. „Die Tore waren gut verteilt, jeder hat seine Leistung abgerufen und es war gut zu sehen, dass wir auch in der Crunchtime die Stabilität und Ruhe bewahrt haben“, lobte Andersson. Mitnehmen auf die mit 601 Kilometern weiteste Anreise der Saison, die der TuS bereits am Freitag antritt, dürfte man also eine gesunde Portion Selbstvertrauen.

Offensivrausch lässt TuS Ferndorf jubeln

An selbigem dürfte es auch dem HC Empor Rostock, bei dem Ferndorf am Samstag (16.30 Uhr) zu Gast ist, nicht mangeln. Der Aufsteiger startete furios in die Spielzeit, schlug in der 4500 Zuschauer fassenden Stadthalle nacheinander die beiden Bundesliga-Absteiger HSG Nordhorn-Lingen (22:19) und HSC Coburg (29:27), legte einen 27:25-Auswärtssieg bei den Rimpar Wölfen nach und grüßte nach drei Spieltagen aus luftigen Tabellenhöhen. Die knappen Niederlagen zuletzt gegen die SG BBM Bietigheim (29:32), bei der man lange Zeit deutlich führte sowie beim HC Elbflorenz (34:35), immerhin beides hoch gehandelte Teams in der zweiten Liga, taten der guten Stimmung an der Ostsee keinen Abbruch. „Sie kommen nach dem Aufstieg und einigen gewonnen Spielen mit viel Euphorie und Selbstvertrauen“, weiß auch Andersson. „Da klappen auch viele Dinge, die nach 10 bis 15 Spielen vielleicht nicht mehr funktionieren“, betont der Schwede und hofft insgeheim vielleicht auch, dass dies schon am 6. Spieltag der Fall sein könnte. „Wir müssen vom Kopf her klar sein und wissen, dass dort viele Dinge passieren können“, warnt der 53-Jährige.

"Sie kommen nach dem Aufstieg und einigen gewonnen Spielen mit viel Euphorie und Selbstvertrauen. Da klappen auch viele Dinge, die nach 10 bis 15 Spielen vielleicht nicht mehr funktionieren."
Robert Andersson
Trainer des TuS Ferndorf über den starken Rostocker Saisonstart

Zu einem Comeback könnte Kim Voss-Fels nach seinem Mittelhandbruch vor ziemlich genau zwei Monaten kommen. Im Kader steht der Ex-Hagener auf jeden Fall, ein möglicher Einsatz sei auch vom Spielverlauf abhängig, betont Andersson. Vor einem kleinen Rätsel stehen die Verantwortlichen derweil noch bei Josip Eres, der sich seit Wochen mit Leistenproblemen herumschleppt, in dieser Woche einen erneuten Versuch im Training wieder abbrechen musste und zu „99,9 Prozent“ auch in Rostock fehlen wird.

Diese Optionen hat der TuS Ferndorf jetzt

Klarheit herrscht derweil bei Jonas Faulenbach, der nach seinem Kreuzbandriss wohl in dieser Saison nicht mehr auflaufen wird. Als erste Alternativen sieht Andersson Simon Strakeljahn und Jörn Persson, die den Routinier schon während dessen Augenverletzung vertreten hatten. „Wir dürfen die Verantwortung aber nicht auf eine Person legen, sondern die Last auf mehrere Schultern verteilen.“ So fordert Andersson beispielsweise Unterstützung von den Halbpositionen. Dass es aber auch mit einem jungen und relativ unerfahrenen Mittelmann funktionieren kann, zeigt die Erfahrung aus der Vorsaison.

Dort musste Torben Matzken, ebenfalls nach einer Faulenbach-Verletzung, viel Verantwortung übernehmen, wurde nach einer kleinen Anlaufzeit als Spielmacher sofort zum Leistungsträger. Der TuS hofft, dass dies nun auch mit Strakeljahn und Persson funktioniert. Klar ist Andersson aber auch, dass die beiden „sich jetzt enorm schnell weiterentwickeln müssen“.

Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

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