Handball
Neues Internet-Portal macht Probleme

Die Vorbereitungen auf die neue Handball-Saison laufen auf Hochtouren. Die Funktionäre haben aber große Probleme mit dem neuen Internet-Portal. Ein weiteres Problem ist der chronische Schiedsrichter-Mangel.
  • Die Vorbereitungen auf die neue Handball-Saison laufen auf Hochtouren. Die Funktionäre haben aber große Probleme mit dem neuen Internet-Portal. Ein weiteres Problem ist der chronische Schiedsrichter-Mangel.
  • Foto: jb
  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

sz Olpe. Bei den tropischen Temperaturen der vergangenen Tage hat zwar kaum jemand an Handball gedacht. aber hierzulande laufen die Vorbereitungen auf die kommende Saison auf Hochtouren. Das gilt nicht nur für die höherklassigen Mannschaften, sondern auch für die Funktionäre im Hintergrund. Sie müssen die Spielpläne in Zusammenarbeit mit den Vereinsvertretern zusammenstellen – können es aber nicht bewerkstelligen.
Ein ganz spezielles technisches Problem hatte alle Beteiligten um mehrere Wochen zurückgeworfen. Denn die Umstellung vom bewährten SIS-Portal auf das neue Portal „handball4all.de“, das im Handballverband Westfalen von der Oberliga bis zur untersten Spielklasse neu zum Einsatz kommen soll, funktioniert nicht.

"Gähnende Leere" auf den Seiten

Die Einteilungen der Spielklassen und die Spielpläne sind zwar erstellt, erscheinen aber nicht auf den gähnend leeren Seiten des neuen Portals. Mit der Folge, dass die Vereine nicht ihre exakten Spieltermine eingeben können. Und als Folge dessen können auch die Ansetzer der Schiedsrichter nicht tätig werden, weil diese wiederum von den Eingaben der betroffenen Vereine abhängig sind.
Etwa sechs Wochen vor Saisonbeginn ist das ein schlechter Zustand für alle Beteiligten in dem großen System. Dies wurde kürzlich den Vereinsvertretern bei einer Sitzung des Handballkreises Lenne/Sieg in Olpe verdeutlicht.

Dauerthema Schiedsrichter-Mangel

Ein weiteres ganz großes Problem ist das sich seit Jahrzehnten fortschreibende Dauerthema Schiedsrichter-Mangel. Dieser ist inzwischen so gravierend und besorgniserregend, dass es für den ein oder anderen Verein nicht nur teuer, sondern auch schmerzhaft werden kann. Talentierte Schiedsrichter können schnell in höhere Klassen aufsteigen, um dort viele ältere Kollegen zu ersetzen, die sogar weit über die Altersgrenze hinaus im Einsatz sind. Diese jungen Spielleiter fehlen dann für den Einsatz an der Basis in den Kreisligen. Und die trotz aller Bemühungen ganz wenigen frisch ausgebildeten Jungschiedsrichter (oft Jugendliche) können die Löcher im Seniorenbereich noch nicht füllen.

Drastische Strafen drohen

Über Jahre hinweg waren die Vereine, die ihr Schiedsrichter-Soll nicht erfüllt hatten, aufgefordert worden, junge Interessierte zu den Anwärterlehrgängen zu schicken. Die Reaktion war zumeist sehr gering. Man zahlte eher die Strafe und vertraute darauf, dass der Spielbetrieb dennoch irgendwie funktioniert.
Diesem Verhalten wird demnächst ein Riegel vorgeschoben. Ab der Saison 2020/21 wird erstmals ein vor drei Jahren Jahren festgeschriebener Beschluss zum Tragen kommen. Dann werden Vereine, die drei Jahre lang das Soll deutlich unterschritten haben, drastisch bestraft. Dann geht es über Geldstrafen hinaus. Säumige Vereine könnten dann auch mit Punktabzügen in die neue Saison gehen.
Dazu erläuterte Schiedsrichterwart Andre Krause, dass es als besonders prominenten Verein auch den TuS Ferndorf treffen könnte. Da sich die Regelung auf den Bereich der im Handballverband Westfalen spielenden Mannschaften beziehe, würde es zwar nicht die 1. Mannschaft des TuS Ferndorf treffen, aber die in der Oberliga angesiedelte 2. Mannschaft.
Die Vereine haben immerhin noch einige Monate Zeit, um zu reagieren. Krause: „Gesucht werden ehemalige Spieler, die nicht mehr aktiv spielen und flexibel einsetzbar sind. Wenn sie noch aktiv in einer Mannschaft spielen, wird es schwierig, sie samstags ab dem späten Nachmittag einzusetzen, weil sie dann selbst irgendwo als Spieler unterwegs sind.“

Autor:

Jürgen Betz (Redakteur) aus Siegen

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