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2. Handball-Bundesliga
Noch keine Entspannung beim TuS Ferndorf

Mit fünf Toren überraschte Linkshänder Lucas Schneider am Freitag immer wieder die Abwehr des ASV Hamm Westfalen, hier mit Fabian Huesmann (links) und Markus Fuchs (rechts).
  • Mit fünf Toren überraschte Linkshänder Lucas Schneider am Freitag immer wieder die Abwehr des ASV Hamm Westfalen, hier mit Fabian Huesmann (links) und Markus Fuchs (rechts).
  • Foto: Matthias M. Lehmann
  • hochgeladen von Jost-Rainer Georg (Redakteur)

geo Kreuztal. Selbst wenn man die unselige Corona-Historie des TuS Ferndorf mal für ein paar Zeilen beiseite schiebt, bietet die  Nachholpartie der 2. Handball-Bundesliga am Dienstagabend   gegen den einstigen Deutschen Handball-Rekordmeister VfL Gummersbach Stoff für die (Vereins-)Geschichtsbücher! Denn es ist das erste Meisterschafts-Heimspiel des heimischen Zweitligisten gegen den 13-maligen Europapokalsieger aus dem benachbarten Bergischen Land. Eigentlich hätte es ein solches Duell bereits 2020 geben sollen, doch wurde zuvor die Corona-Saison abgebrochen, so dass es lediglich zum Hinspiel in der Gummersbacher Schwalbe-Arena kam, das Ferndorf knapp mit 18:19 verlor.Besuch trotz AusgangssperreDiesmal war das Heimspiel gegen Gummersbach für den 18.

geo Kreuztal. Selbst wenn man die unselige Corona-Historie des TuS Ferndorf mal für ein paar Zeilen beiseite schiebt, bietet die  Nachholpartie der 2. Handball-Bundesliga am Dienstagabend   gegen den einstigen Deutschen Handball-Rekordmeister VfL Gummersbach Stoff für die (Vereins-)Geschichtsbücher! Denn es ist das erste Meisterschafts-Heimspiel des heimischen Zweitligisten gegen den 13-maligen Europapokalsieger aus dem benachbarten Bergischen Land. Eigentlich hätte es ein solches Duell bereits 2020 geben sollen, doch wurde zuvor die Corona-Saison abgebrochen, so dass es lediglich zum Hinspiel in der Gummersbacher Schwalbe-Arena kam, das Ferndorf knapp mit 18:19 verlor.

Besuch trotz Ausgangssperre

Diesmal war das Heimspiel gegen Gummersbach für den 18. November vorgesehen, doch die Corona-Lage bei den Ferndorfern stoppte das Match erneut. Wahrscheinlich hätte die Partie die Region alektrisiert, wäre die Sporthalle Stählerwiese zum Bersten voll gewesen. Doch aufgrund nochmals verschärfter Bedingungen werden sich am Dienstag um 19.30 Uhr nur sehr wenige Personen in der Halle aufhalten, noch dazu mit Ausweisen, die auf einen dienstlichen Abend angesichts der geltenden Ausgangsbeschränkungen verweisen.

Beide Teams stehen unter Druck

Dienstlicher Natur ist natürlich auch das Begehren der rund 30 Handballer, die heute eine Verbesserung des beiderseits misslichen Lage erhoffen. Hier die Ferndorfer, aufgrund ihrer Corona-Spielausfälle bis auf den letzten Platz durchgereicht, dort der selbst ernannte Titelaspirant, nach zwei unerwarteten Auswärts-Niederlagen jedoch zuletzt aus den beiden Aufstiegsrängen rausgerutscht. Mit einem Sieg in Ferndorf könnte der VfL wieder auf Platz 2 zurückkehren. Umgekehrt könnte der TuS die „Rote Laterne“ mit einem Erfolgserlebnis wieder an den TuS Fürstenfeldbruck zurück geben.

Tim Rüdiger "am weitesten"

Doch wer hat nun den größeren Druck heute Abend? Nach dem Corona-Tohuwabohu der letzten 40 Tage genießt das Ferndorfer Team von Trainer Robert Andersson ein wohl letztes Mal noch eine Art „Welpenschutz“: immerhin neun Spieler fehlten am Freitag beim respektablen 30:32 als Gast des ASV Hamm-Westfalen. Und daran wird sich heute nicht viel ändern. Robert Andersson: „Vielleicht kehrt einer unserer beiden Torhüter zurück auf die Bank, um vielleicht mal bei einem Siebenmeter rein zu kommen.“ Außerdem sei hinsichtlich der aktuellen Verfassung „Tim Rüdiger am weitesten“ (...von den Corona-Erkrankten).

"Super-individuelles Training" mit Kevin John

Für gestandene und erfahrene Rückraum-Asse wie Jonas Faulenbach oder Andreas Bornemann komme dagegen ein Comeback zu früh. Das sagte der Trainer nicht direkt, aber aus den Schilderungen Kevin Johns in der  Pressekonferenz am Montag wurde deutlich, dass es für die Virus-Rekonvaleszenten ein schwieriger Weg zurück in die Normalität wird. Der frühere Rechtsaußen des TuS und heutige Athletiktrainer: „Wir arbeiten wirklich super-individuell, weil jeder Erkrankte auf einem anderen Stand ist. Wir wollen dabei vor allem die Verletzungsgefahr minimieren.“ Wie schlimm die Lage war und ist, erwähnte John übrigens eher beiläufig: „Die waren anfangs ganz schnell platt, da brannte die Lunge.“
Immerhin sollen ab Donnerstag auch die letzten Spieler wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Dann wartet mit der Heimpartie gegen die HSG Konstanz das erste von ganz vielen „Schicksalsspielen“ auf den TuS. Wird man also mit Blick auf Samstag dem heutigen Nachholmatch eine untergeordnete Bedeutung beimessen? Andersson: „Wir haben in Hamm Mut getankt, Wir müssen noch eine Stufe besser spielen, dann können wir vielleicht eine Überraschung schaffen.“ „Abschenken“ klingt anders.

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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