Fußball-Oberliga Westfalen
Noch Personal-Bedarf bei Kaan

Arthur Tomas (rotes Trikot), hier beim 3:0 gegen Wuppertal am vorletzten Spieltag im Dreikampf mit Dennis Malura (links) und Gino Windmüller, gehört auch nach dem Abstieg aus der Regionalliga zum Stammpersonal des 1. FC Kaan-Marienborn.
  • Arthur Tomas (rotes Trikot), hier beim 3:0 gegen Wuppertal am vorletzten Spieltag im Dreikampf mit Dennis Malura (links) und Gino Windmüller, gehört auch nach dem Abstieg aus der Regionalliga zum Stammpersonal des 1. FC Kaan-Marienborn.
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carlo Kaan-Marienborn.  Tobias Wurm muss sich in Geduld üben. „Am liebsten würde ich jetzt schon loslegen“, sagt der neue Trainer des aus der Fußball-Regionalliga West abgestiegenen 1. FC Kaan-Marienborn.
 Los geht es mit der Vorbereitung auf die Oberliga Westfalen nach einem Jahr Viertklassigkeit jedoch erst am 6. Juli   mit dem ersten Training unter der Regie des Nachfolgers von Thorsten Nehrbauer, der zum Regionalligisten Bonner SC gewechselt ist.

Personal-Gespräche nächste Woche

Über Langeweile bis zum Startschuss wird sich Wurm indes nicht beklagen können. In der nächsten Woche stehen für den A-Lizenz-Trainer und den Sportlichen Leiter Jochen Trilling „einige Gespräche mit potentiellen Neuzugängen“ (Wurm) für das neue Oberliga-Team an. „Jochen macht eine unwahrscheinlich akribische Arbeit“, lobt Wurm seinen Mitstreiter.
„Wir haben einen sehr guten Kern behalten“, sagt Wurm aber auch, „gute und erfahrene Jungs.“ Dennoch wartet noch reichlich Arbeit auf das Käner Führungs-Duo. Sechs Spieler hatten nach dem Abstieg Verträge noch über die erste Regionalliga-Saison des Club aus dem Breitenbachtal hinaus. Inzwischen haben Torwart Christian Bölker, der gerade bei der Europameisterschaft der Gehörlosen mit der deutschen Nationalmannschaft ins Finale eingezogen ist, und Rechtsverteidiger Semih Yigit ihre Engagements verlängert. Zudem wird wohl Angreifer Dawid Krieger in Kaan bleiben.

"20 Feldspieler und zwei Torleute"

Neun Spieler aus dem bisherigen Team weiter an Bord, dazu vier Wochen nach 3:2-Sieg im letzten Regionalliga-Spiel in Bonn sowie zwei Wochen nach Nehrbauers Abschied und Wurms Verpflichtung allerdings nur Leon Boger („Er ist schnell und technisch begabt. Er weiß, woran er arbeiten muss“, so Wurm) vom Bezirksligisten SuS Niederschelden als einziger Neuzugang: In Kaan ist noch Bedarf auf dem Weg zu Wurms Wunschvorstellung von seinem künftigen Kader mit „am liebsten 20 Feldspielern und zwei Torleuten“. Wurm ist aber offenkundig schon zu lange in Kaan, um sich in Sachen Personal verrückt machen zu lassen. 2008 kam der ehemalige Regionalliga-Kicker der Sportfreunde Siegen vom SV Lippstadt ins Breitenbachtal, 2015 rückte er als Co-Trainer an die Seite von Nehrbauer (seit Januar 2014 in Kaan). Dort lässt man sich bei Neuverpflichtungen gerne mal den einen oder anderen Tag mehr Zeit als andere Vereine, getreu der eigenen Maßgabe, wie sie dort das Personal auswählen: „Ein Spieler muss zu unserer Philosophie passen.“ Wurm verweist dabei auf die vergangenen Jahre, in denen Kaan-Marienborn immer wieder noch spät, selbst wenn die Saison schon angelaufen war, fündig geworden ist. Wie etwa bei Leon Binder oder Mehmet Kurt.

Binder will sich Zeit lassen

Eben bei Binder und Tiziano Lo Iacono stehen derzeit die einzigen Fragezeichen hinter der sportlichen Zukunft. Binder, im vergangenen Jahr mit dem KFC Uerdingen in die 3. Liga aufgestiegen, hatte angekündigt, in aller Ruhe im Sommer entscheiden zu wollen, was er macht. Er sprach sogar davon, aufzuhören und ins Trainerfach zu wechseln. Tiziano Lo Iacono hat offenbar noch nicht von Abschied aus Kaan gesprochen.

Folgt Gencal Nehrbauer nach Bonn

Ganz anders als Burak Gencal, der als erster Spieler gesagt hatte, Kaan verlassen zu wollen. Einen neuen Verein hat der mit 13 Treffern viertbeste Torschütze der Regionalliga indes noch nicht gefunden. „Er will weiter Regionalliga spielen“, betonte Kaans Pressesprecher Stefan Jäkel, „sieht seine Zukunft im Profifußball.“
Womöglich taucht der offensive Mittelfeldmann demnächst in Bonn auf, wo er zum Saisonfinale noch zwei Tore in seine Bewerbungsmappe eintrug. Ausgerechnet der neue BSC-Coach Nehrbauer hatte ihn vor zwei Jahren aus Windeck nach Kaan geholt. Und von Gencals Wohnort Leverkusen nach Bonn ist es im Vergleich zu einer Fahrt nach Kaan-Marienborn geradezu ein Katzensprung.

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