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Buschhüttener Ejot-Team stellte Kader vor
Plan für dreimal 20 steht

Rainer Jung, der bereits zum 96. Mal eine multimediale Präsentation für „sein“ Ejot-Team zusammengestellt hatte, stellte das Motto für seine Athleten in der kommenden Saison vor: Habt Spaß und gewinnt – mit der Betonung auf den zweiten Teil.
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  • Rainer Jung, der bereits zum 96. Mal eine multimediale Präsentation für „sein“ Ejot-Team zusammengestellt hatte, stellte das Motto für seine Athleten in der kommenden Saison vor: Habt Spaß und gewinnt – mit der Betonung auf den zweiten Teil.
  • Foto: Jürgen Betz
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

jb Werthenbach. „Unsere Konkurrenz schläft nicht. Wir müssen ihr stets zwei Schritte voraus sein. Wieso zwei Schritte? Die achten genau darauf, was wir machen. Einen Schritt können die relativ schnell nachziehen. Aber mit dem zweiten Schritt bleiben wir immer noch vor den anderen“, erklärte am Donnerstagabend Rainer Jung, der Sportdirektor Triathlon beim Ejot-Team TV Buschhütten und zugleich Sportlicher Leiter des Männer-Teams ist.
Er hatte gemeinsam mit Gastgeber Fabian Kapp, Geschäftsführer der Maschinenfabrik Gräbener und Mitglied des Sponsorenteams, zur alljährlichen Teampräsentation in die Geschäftsräume nach Werthenbach eingeladen. Hier wurden sämtliche Neuerungen beim insgesamt 18-fachen Deutschen Meister vorgestellt. Neben den Vertretern einiger Sponsoren war u.a.

jb Werthenbach. „Unsere Konkurrenz schläft nicht. Wir müssen ihr stets zwei Schritte voraus sein. Wieso zwei Schritte? Die achten genau darauf, was wir machen. Einen Schritt können die relativ schnell nachziehen. Aber mit dem zweiten Schritt bleiben wir immer noch vor den anderen“, erklärte am Donnerstagabend Rainer Jung, der Sportdirektor Triathlon beim Ejot-Team TV Buschhütten und zugleich Sportlicher Leiter des Männer-Teams ist.
Er hatte gemeinsam mit Gastgeber Fabian Kapp, Geschäftsführer der Maschinenfabrik Gräbener und Mitglied des Sponsorenteams, zur alljährlichen Teampräsentation in die Geschäftsräume nach Werthenbach eingeladen. Hier wurden sämtliche Neuerungen beim insgesamt 18-fachen Deutschen Meister vorgestellt. Neben den Vertretern einiger Sponsoren war u.a. auch Landrat Andreas Müller zu Gast, der selbstverständlich auch stolz auf eines der sportlichen Aushängeschilder im Kreis Siegen-Wittgenstein ist. Der Kreissportbund-Vorsitzende Ottmar Haardt hatte in seinem Grußwort noch die Idee für einen Slogan: „Ich möchte gern dreimal die 20 sehen – also Titel Nummer 20 im Jahr 2020.“
Der Plan dazu steht. Und wie immer scheint im Vorfeld alles perfekt zu sein. Dabei gilt das Motto: Kleinigkeiten können am Ende den Ausschlag geben. Daher soll dem Zufall nur noch die kleinstmögliche Chance gelassen werden.

Logistische Meisterleistung in Berlin

Was perfekte Organisation im Hause Rainer und Sabine Jung bedeutet, wurde im vergangenen jahr vor dem Start am finalen Wettkampftag in Berlin unter Beweis gestellt. Von der erfolgreichen Umsetzung einer logistischen Meisterleistung wird man sich noch in 20 Jahren erzählen. Auch wie schnell noch die Meisterschaft futsch sein könnte, wenn man für einen Augenblick unaufmerksam ist. Beim tausendmal bis zur Automatisierung geübten Ablauf kann immer noch was schief gehen. Jedenfalls wird es Justus Nieschlag bestimmt nie wieder passieren, dass er beim Wechsel vom Rad in die Laufschuhe zu früh aus den Schuhen seiner Rennmaschine geht und sein Zeh zwischen die Speichen gerät. In Führung liegend musste er verletzt aufgeben. Genau das sind die entscheidenden Kleinigkeiten.

Material und Ausrüstung der Extraklasse

Dazu gehört auch die Ausrüstung. Das Material, mit dem die Weltklasse-Athleten im Team an den Start gehen, ist edel und gehört zum Besten, was der Markt zu bieten hat. Und das Tollste ist, dass die Buschhüttener auch die Hersteller in seinem Support-Team haben. Wie den der edlen Rennmaschinen, die in einer Salzburger Manufaktur handgefertigt werden, sowie den Produzenten erstklassiger Spezialbekleidung für Triathlon und seit Kurzem auch den Hersteller von Helmen.
Der Repräsentant eines eigentlich seit Generationen für seine Vorhängeschlösser berühmten Unternehmens – aber nicht so bekannten Produzenten von Fahrradhelmen – ließ ein Spitzenprodukt durch die Reihen gehen. Das Ergebnis der Forschung für sehr hohe Sicherheit ist ein High-Tech-Helm, der schätzungsweise höchstens 30 Gramm wog. Besser als bei Wettkämpfen unter vollster Belastung und bei Medienpräsenz können diese Firmen kaum Werbung für ihre Spitzenprodukte machen.

30 Athleten mit Olympia-Chancen

Personell hat sich bei der Zusammenstellung der Mannschaften auch Einiges getan. „Wir sind gezwungen, die Kader breiter aufzustellen und sie zu verjüngen. Denn sage und schreibe 30 Männer und Frauen aus dem internationalen Kader haben Chancen (bzw. sind schon nominiert), bei den Olympischen Spielen in Tokio zu starten. Diese Athleten konzentrieren sich jetzt eher auf andere Wettkämpfe als auf die Bundesligarennen“, sagte Rainer Jung.

Elf Neuzugänge bei Frauen

Im auf 32 Athletinnen aufgestockten Kader der Frauen sind elf neu verpflichtet worden. Im Gegensatz zu 2019 wird jedoch die aus Müsen stammende Hanna Jung nicht mehr aufgeführt. Vor Ort war die 21-jährige Lisa Tertsch, die abseit des Sports sogar bereits einige Semester an der Harvard University studiert hat. „Das ist eine Rakete“, stellte sie Rainer Jung vor. Ziemlich klein, zierlich und noch jugendlich wirkend war sie 2019 die einzige Deutsche, die die mehrfache Deutsche Meisterin Laura Lindemann (Berlin) auf der kurzen Distanz besiegt hat.
In alphabetischer Reihenfolge die weiteren zehn Neuzugänge, die bereits bei internationalen Wettkämpfen und Meisterschaften hervorragende Platzierungen aufweisen können: Luisa Baptista (26 Jahre/Brasilien), Zsanett Bragmeyer (26/Ungarn), Magdalena Früh (20/Österreich), Margot Garabedian (24/Frankreich), Nora Gmür (19/Schweiz), Anne Holm (21/Dänemark), Jenny Manners (20/Großbritannien), Emilie Morier (23/Frankreich), Issy Morris (21/Großbritannien) und Ilaria Zane (28/Italien).

Neun Männer stoßen zum Team

38 Athleten umfasst jetzt der Kader bei den Männern, von denen Justus Nieschlag und Linus Stimmel aus Saarbrücken angereist waren. Weiterhin mit dabei sind der Spanier Mario Mola und der der Südafrikaner Richard Murray, die zur absoluten Weltklasse gehören. Die Neuzugänge sind: Sergio Baxter Cabrera (20/Spanien), Thomas Bishop (29/Großbritannien), Ben Dijkstra (22/Großbritannien), Jörgen Gundersen (25/Norwegen), Emil Holm (24/Dänemark), Raphael Montoya (25/Frankreich), Johannes Vogel (24/Rostock), Hayden Wilde (23/Neuseeland) und Jack Willis (23/Großbritannien).
Vorgestellt wurden auch die vier jugendlichen Talente des neuen Perspektivkaders. Die Brüder Ersen und Sinan Albayrak sowie Inga Sauer und Laura Weigel sollen mittelfristig in zwei bis fünf Jahren an die Bundesliga herangeführt werden.

Rainer Jung, der bereits zum 96. Mal eine multimediale Präsentation für „sein“ Ejot-Team zusammengestellt hatte, stellte das Motto für seine Athleten in der kommenden Saison vor: Habt Spaß und gewinnt – mit der Betonung auf den zweiten Teil.
Die noch sehr jugendlich wirkende aber bereits 21-jährige Lisa Tertsch ist ein hoffnungsvoller Neuzugang. Sie hofft, sich das letzte Olympia-Ticket zu ergattern.
Autor:

Jürgen Betz (Redakteur) aus Siegen

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