SKV verliert Trainer-Paar
Rheinbay und Kollig kündigen

Das Trainer-Paar Andreas Kollig und Anja Rheinbay wird die Siegerländer KV zum 31. Juli 2019 verlassen. Die beiden waren seit 2017 in Dreis-Tiefenbach tätig.
  • Das Trainer-Paar Andreas Kollig und Anja Rheinbay wird die Siegerländer KV zum 31. Juli 2019 verlassen. Die beiden waren seit 2017 in Dreis-Tiefenbach tätig.
  • Foto: Foto: René Gerhardus
  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

sz Dreis-Tiefenbach. Gerade einmal zwei Jahre nach Beginn ihrer Tätigkeit in der Turntalentschule der Siegerländer Kunstturn-Vereinigung (SKV) zieht es das Trainer-Paar Anja Rheinbay und Andreas Kollig weiter. Beide kündigten das Anstellungsverhältnis mit dem Siegerländer Bundesligisten zum 31. Juli diesen Jahres, um danach Trainerstellen beim Hessischen Turnverband in Frankfurt anzutreten.
Für Kollig war die Trainertätigkeit bei der SKV die erste feste Anstellung nach Abschluss seines Studiums an der Sporthochschule Köln, Rheinbay wurde zunächst in Teilzeit beschäftigt, weil sie noch ihr Masterstudium an der Ruhruniversität Bochum beenden wollte. Seit dem 1. März diesen Jahres hatte die SKV der ehemaligen Leistungsturnerin – 2011 war sie Ersatzturnerin der deutschen WM-Mannschaft in Tokio – zumindest eine Dreiviertelstelle in der Turntalentschule gesichert – und das ohne irgendeine finanzielle Hilfe der Dachverbände Deutscher und Westfälischer Turnerbund oder des Landessportbundes NRW, wie SKV-Präsident Reimund Spies anmerkt.
„Wir hatten die noch sehr jungen Trainer 2017 eingestellt, um langfristige personelle Strukturen für die Entwicklung unserer Nachwuchsarbeit zu schaffen. Als überwiegend privatwirtschaftlich finanzierter Verein können wir aber nur das Geld ausgeben, welches wir sicher zur Verfügung haben. Wir waren gerade dabei, für Anja Rheinbay die Aufstockung auf eine volle Stelle und die Weiterbeschäftigung über das Jahresende hinaus darzustellen, insoweit werden wir von der Entwicklung überrascht. Unsere Nachwuchsarbeit ist erfolgreich, was auch an den Voraussetzungen liegt, die die SKV vor allem nach der Grundsanierung des Zentrums in 2017 bieten kann. Dass hierdurch Begehrlichkeiten geweckt wurden, müssen wir zur Kenntnis nehmen“, so SKV-Präsident Reimund Spies in einer ersten Stellungnahme.
Wenig Verständnis hat der SKV-Chef jedoch für die Vorgehensweise des Hessischen Turnverbandes. „Der Sportdirektor des Hessischen Turnverbandes, der die Abwerbung der beiden Trainer maßgeblich vorangetrieben hat, war bis vor kurzem im Deutschen Turnerbund als Referent für Aus- und Fortbildung zuständig. Gemessen an anderen Sportverbänden ist die Trainerausbildung im Spitzensport des DTB absolut unterentwickelt geblieben, quantitativ, aber auch qualitativ. Da wäre Handlungsbedarf – stattdessen belastet man durch solche Aktionen die wenigen Initiativen an der Basis, die es im Deutschen Turnen überhaupt noch gibt“, so die deutlichen Worte von Reimund Spies an die Verbandsspitzen des DTB und HTV in der Frankfurter Otto-Fleck-Schneise 8.

Autor:

Uwe Bauschert (Redakteur) aus Siegen

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