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2. Handball-Bundesliga
Robert Andersson ist Ferndorfs 1. Wahl

Auf der großen Bundesliga-Bühne durften sich Trainer Robert Andersson und der HC Erlangen unter anderem auch mit dem großen THW Kiel messen, aufgenommen am 5. Oktober 2017 in Erlangen.
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  • Auf der großen Bundesliga-Bühne durften sich Trainer Robert Andersson und der HC Erlangen unter anderem auch mit dem großen THW Kiel messen, aufgenommen am 5. Oktober 2017 in Erlangen.
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geo Ferndorf. Lange war es ruhig an der „Trainer-Front“ beim heimischen Handball-Zweitligisten TuS Ferndorf. Fast schon zu ruhig und zu lange, denn die Suche nach einem Nachfolger für den zum Saisonende scheidenden Michael Lerscht zieht sich schon seit Monaten hin. Genauer gesagt: seit zweieinhalb Monaten, denn am 18. November bestätigte der TuS, was damals die Spatzen von den Dächern pfiffen, nämlich das Lerscht nach fünf erfolgreichen Jahren im Sommer zum Liga-Rivalen ASV Hamm-Westfalen wechseln wird.
139 Länderspiele für SchwedenDoch nun kommt Bewegung in die Sache, denn offenbar hat der TuS Ferndorf seinen Wunschkandidaten gefunden. Wie die SZ aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, soll der 50-jährige Schwede Robert Andersson einen Zwei-Jahres-Vertrag im Siegerland unterschreiben.

geo Ferndorf. Lange war es ruhig an der „Trainer-Front“ beim heimischen Handball-Zweitligisten TuS Ferndorf. Fast schon zu ruhig und zu lange, denn die Suche nach einem Nachfolger für den zum Saisonende scheidenden Michael Lerscht zieht sich schon seit Monaten hin. Genauer gesagt: seit zweieinhalb Monaten, denn am 18. November bestätigte der TuS, was damals die Spatzen von den Dächern pfiffen, nämlich das Lerscht nach fünf erfolgreichen Jahren im Sommer zum Liga-Rivalen ASV Hamm-Westfalen wechseln wird.

139 Länderspiele für Schweden

Doch nun kommt Bewegung in die Sache, denn offenbar hat der TuS Ferndorf seinen Wunschkandidaten gefunden. Wie die SZ aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, soll der 50-jährige Schwede Robert Andersson einen Zwei-Jahres-Vertrag im Siegerland unterschreiben. Das ist insofern doppelt pikant, als der 139-malige schwedische Nationalspieler Vater des TuS-Spielmacher Julius Lindskog Andersson ist, dessen Vertrag in Ferndorf aber zum Saisonende ausläuft.

Ferndorf spricht von "Neuigkeiten"

Auf Nachfragen der SZ wollte sich der TuS Ferndorf am Dienstag nicht zu dieser Personalie äußern, deutete aber an, dass es im Laufe der Woche „Neuigkeiten“ in Sachen Trainer-Nachfolge geben könne.

Mit Ystad Schwedischer Meister

Robert Andersson ist ein profunder Kenner des deutschen Handballs. Nachdem er 1992 als Liga-Torschützenkönig seinen Heimatverein IFK Ystad IF zur Schwedischen Meisterschaft warf, wechselte er in die Bundesliga zu Bayer Dormagen. Während dieser Zeit kam auch Sohnemann Julius zur Welt, weshalb der Filius ebenfalls perfekt deutsch spricht.

Zweimal Europameister, zweimal Olympia-Silber

Papa Robert wechselte dann in die Schweiz nach Basel, spielte später beim OSC Rheinhausen und der HSG Nordhorn. Mit Nordhorn stieg Andersson in die 1. Liga auf und wurde in der Saison 2001/2002 deutscher Vizemeister. Nach einer letzten Spielerstation beim TuS N-Lübbecke beendete Andersson seine Spielerkarriere wieder in der schwedischen Heimat, als dort, wo die von Millionen Lesern verschlungenen „Wallander-Krimis“ spielten: in Ystad. Mit der Nationalmannschaft wurde er zweimal Europameister (1994 und 1998) und gewann bei den Olympischen Spielen 1992 und 1996 jeweils die Silbermedaille.

Mit HC Erlangen zweimal gegen Ferndorf gewonnen

Auch seine Trainer-Karriere begann Andersson wieder in Ystad, wechselte dann zum Erstliga-Aufsteiger H 43 Lund, ehe er im März 2015 als Nachfolger des gerade entlassenen Frank Bergemann Coach des Bundesligisten HC Erlangen wurde. Der Abstieg in die 2. Bundesliga war zwar nicht mehr zu vermeiden, doch im folgenden Zweitliga-Jahr gelang unter Andersson der sofortige Wiederaufstieg. Dazu trugen unter anderem auch zwei Siege über den damaligen Zweitliga-Aufsteiger TuS Ferndorf bei: am 25. Oktober mit 30:23 in Kreuztal und am 3. April 2016 mit 27:25 in Erlangen. Wenige Wochen später waren die Franken wieder erstklassig. Im Oktober 2017 trennte sich Erlangen jedoch von Andersson, der danach in Schweden mit Saisonbeginn 2018/2019  HIF Karlskrona als Coach übernahm.

Derzeit auf einem Play-oof-Platz

Dass sich die Vertragsunterzeichnung so lange hinzieht, kann auch darin liegen, dass Andersson mit Karlskrona aktuell in der Allsvenskan-Liga (2. Liga) auf Platz 4 befindet, einem der Play-Off-Startplätze für den Aufstieg in die Handbollsligan. Am Wochenende feierte man einen 35:21-Kantersieg über das abstiegsgefährdete Linköping.

Auf der großen Bundesliga-Bühne durften sich Trainer Robert Andersson und der HC Erlangen unter anderem auch mit dem großen THW Kiel messen, aufgenommen am 5. Oktober 2017 in Erlangen.
Am 1. Juni 2019 war Robert Andersson Zuschauer in Kreuztal und beobachtete auch seinen Sohn Julius Lindskog, dessen acht Treffer aber die 31:34-Niederlage des TuS Ferndorf gegen den TV Emsdetten nicht verhindern konnten.
Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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