Fußballkreis informierte über Neuerungen
Rote Karte ab sofort auch für Trainer möglich

Constantin Reuber, Andreas Oppermann, Jürgen Gieseler, der Kreisvorsitzende Marco Michel und Nicole Waffenschmidt (vorne v. l.) informierten die Vertreter der heimischen Fußballvereine – hier im Sportheim des VfB Burbach – über Neuerungen im Regelwerk und Spielbetrieb.
  • Constantin Reuber, Andreas Oppermann, Jürgen Gieseler, der Kreisvorsitzende Marco Michel und Nicole Waffenschmidt (vorne v. l.) informierten die Vertreter der heimischen Fußballvereine – hier im Sportheim des VfB Burbach – über Neuerungen im Regelwerk und Spielbetrieb.
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  • hochgeladen von Frank Kruppa (Redakteur)

krup Burbach. Die neue Fußball-Saison steht auch im Kreis Siegen-Wittgenstein kurz bevor – eine gute Gelegenheit für den Kreisvorstand, um die Vereinsvertreter auf den neuesten Stand zu bringen. So informierten der Kreisvorsitzende Marco Michel, Jürgen Gieseler als Vorsitzender des Kreisfußballausschusses und Constantin Reuber vom Kreisschiedsrichterausschuss die Funktionäre über Änderungen im Regelwerk und im Spielbetrieb.
Um den Vereinsgetreuen allzu lange Anreisen zu ersparen, hatten die Verantwortlichen insgesamt drei Tagungen in Eichen, Dotzlar und Burbach angeboten. Constantin Reuber sprach zunächst über einige Neuerungen im Regelwerk. So sollen künftig ausgewechselte Spieler an Ort und Stelle den Platz verlassen und nicht erst (bei eigener Führung gern im Schneckentempo) zur Mittellinie traben. „So wollen wir dem Zeitspiel und der Spielverzögerung einen Riegel vorschieben“, erläuterte Reuber. Neu ist zudem, dass künftig neben den Kickern auch deren Trainer Gelbe und Rote Karten erhalten können. „Zur Verantwortung gezogen wird dabei immer der Cheftrainer, also auch dann, wenn sein Co-Trainer oder jemand anders aus dem Trainerteam eine Verfehlung begeht“, so Reuber.
Außerdem ist der Schiedsrichter künftig nicht mehr „Luft“, falls der Spielleiter also unbeabsichtigt ins Spiel einbezogen wird, geht es nun mit einem Schiedsrichterball an der entsprechenden Stelle weiter. „Schiedsrichter werden also in Zukunft keine Scorerpunkte mehr einheimsen können“, schmunzelte Reuber. Zudem können auch keine Treffer mehr mit der Hand erzielt werden. „Eine angeschossene Hand wird in Zukunft sofort abgepfiffen“, erläuterte der Referent.
Marco Michel wies darauf hin, dass das Auswechselkontingent von drei auf vier Akteure erhöht wurde, außerdem darf künftig auch in Freundschaftsspielen munter aus- und wieder eingewechselt werden. Bei Nichtantreten einer Mannschaft zu einem Meisterschaftsspiel wird genau wie bisher ein Ordnungsgeld verhängt, zu der Spielwertung für den jeweiligen Gegner kommt aber ab dem 1. Mai 2020 ein Abzug von 3 Punkten pro nicht bestrittetem Spiel für die darauf folgende Saison hinzu. Neu ist auch, dass Spiele nicht nur nach vorn, sondern auch nach hinten verlegt werden können – allerdings nur bis spätestens Donnerstag der folgenden Woche. Spieler, die nach fünf, zehn, 15 (und so weiter) Gelben Karten gesperrt sind, dürfen ab dieser Spielzeit in Entscheidungsspielen nach der regulären Saison eingesetzt werden – das war bis dato nicht der Fall.
Jürgen Gieseler brachte zwei Fragen zur Abstimmung. Zum einen ging es darum, ob die regionale Aufteilung in den ersten Runden des Kreispokals aufgehoben werden solle oder nicht. Hier sprach sich die Mehrzahl der Delegierten dafür aus, die bisherige Regelung beizubehalten, also weiterhin in regionalen Gruppen zu beginnen. „Damit ersparen wir Vereinen mögliche äußerst weite Anreisen unter der Woche“, erklärte Gieseler.
Im zweiten Punkt ging es um die Frage, ob Pokalspiele nach unentschiedener regulärer Spielzeit sofort durch ein Elfmeterschießen entschieden werden sollen. Während die Abstimmung bei der letzten Tagung in Burbach annähernd ausgeglichen ausfiel, hatten sich die Vertreter zuvor in Eichen (17:0) und auch in Dotzlar (14:3) eindeutig zu Gunsten eines sofortigen Elfmeterschießens positioniert. „Dies werden wir in unsere Überlegungen für die übernächste Pokalspiel-Saison, also 2020/21, mit einbeziehen“, versprach Jürgen Gieseler.
Marco Michel war es schließlich vorbehalten, den Informationsabend mit einer positiven Nachricht zu beenden: „Wir haben ja einiges unternommen, um den Fair-Play-Gedanken zu stärken. Insofern ist es schön zu erfahren, dass wir von allen Kreisen in Westfalen die wenigsten Verfahren vor der Kreisspruchkammer zu verhandeln hatten.“

Autor:

Frank Kruppa (Redakteur) aus Siegen

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