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Fußball-Bezirksliga 5
Salchendorf mit "dreckigem Sieg", Fortuna furios

Viele rassige Zweikämpfe wie diesen zwischen dem Salchendorfer Oliver Sanchez Tenorio (l.) und Rüblinghausens Evgenij German sahen die 175 Zuschauer am „Birkendrust“.
  • Viele rassige Zweikämpfe wie diesen zwischen dem Salchendorfer Oliver Sanchez Tenorio (l.) und Rüblinghausens Evgenij German sahen die 175 Zuschauer am „Birkendrust“.
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VfR Rüblinghausen - Germania Salchendorf 0:1 (0:1) Es bleibt dabei: Germania Salchendorf ist weiterhin das Maß der Dinge in der Fußball-Bezirksliga 5, doch bis der 1:0 (1:0)-Erfolg beim VfR Rüblinghausen am Sonntag um Punkt 16.21 Uhr unter Dach und Fach war, mussten die Johannländer ein hartes Stück Arbeit verrichten. Vor 175 Zuschauern am „Birkendrust“ verlangten die Hausherren dem Spitzenreiter mit ihrer engagierten und disziplinierten Spielweise alles ab und brachten den Primus am Ende sogar ins Wanken. Doch Salchendorf fiel nicht, sondern blieb standhaft und wahrte seine weiße Weste!

Thomas Scherzer, der Coach der „Germanen“, wusste aber genau, wie er den zwölften Sieg im zwölften Spiel (!) einzuordnen hatte: „Es war ein dreckiger Sieg, aber den nehmen wir gerne mit.

VfR Rüblinghausen - Germania Salchendorf 0:1 (0:1) Es bleibt dabei: Germania Salchendorf ist weiterhin das Maß der Dinge in der Fußball-Bezirksliga 5, doch bis der 1:0 (1:0)-Erfolg beim VfR Rüblinghausen am Sonntag um Punkt 16.21 Uhr unter Dach und Fach war, mussten die Johannländer ein hartes Stück Arbeit verrichten. Vor 175 Zuschauern am „Birkendrust“ verlangten die Hausherren dem Spitzenreiter mit ihrer engagierten und disziplinierten Spielweise alles ab und brachten den Primus am Ende sogar ins Wanken. Doch Salchendorf fiel nicht, sondern blieb standhaft und wahrte seine weiße Weste!

Thomas Scherzer, der Coach der „Germanen“, wusste aber genau, wie er den zwölften Sieg im zwölften Spiel (!) einzuordnen hatte: „Es war ein dreckiger Sieg, aber den nehmen wir gerne mit. Man muss auch mal Spiele dreckig gewinnen“, sagte der Wilgersdorfer nach dem Spiel gegenüber der SZ. Und weiter: „Rüblinghausen hat es sehr gut gemacht. Wir sind nie richtig ins Spiel gekommen. In der zweiten Halbzeit hatten wir zwar noch einige Konterchancen, um den Sack zuzumachen. Aber die haben wir nicht genutzt. Und so hatten wir in einigen Situationen Glück, dass wir nicht den Ausgleich kassiert haben, so ehrlich muss man sein.“

Stimmt, gerade in der Schlussphase, als Rüblinghausen noch einmal alles probierte und nach vorne warf, geriet der Primus ins Schlittern. Doch sowohl in der Szene, als VfR-Angreifer Timo Dreisbach aus aussichtsreicher Position seinen eigenen Mitspieler anschoss (85.), als auch unmittelbar vor dem Abpfiff, als Moritz Melcher nach einer Ecke über das Tor köpfte statt das Leder dem aufgerückten und heranstürmenden VfR-Torwart Lukas Ruegenberg zu überlassen, hatten die Germanen das nötige Spielglück. So blieb es beim hart erkämpften 1:0-Triumph des Tabellenführers. Matchwinner war Alexander Völkel, der nach einer halben Stunde eine mustergültige Vorarbeit von Benedikt von Fugler aus kurzer Distanz über die Linie drückte.

„Da waren wir einmal auf den Außenpositionen nicht eng genug dran“, ärgerte sich VfR-Coach Sebastian Wasem, der seiner seiner taktisch diszipliniert und mit einer guten Ordnung auftretenden Mannschaft ansonsten aber eine gute Leistung attestierte.

„Wir waren gallig in den Zweikämpfen und haben uns nicht nur hinten rein gestellt, sondern auch immer wieder für Entlastung gesorgt. In der letzten Viertelstunde waren wir sogar nah am Ausgleich dran. Schade, dass wir nichts Zählbares aus diesem Spiel mitgenommen haben“, bedauerte Wasem.

Der Wermutstropfen im Salchendorfer Freudenkelch war die frühe Verletzung von Tobias Kiehl, der nach einem Zusammenprall mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt werden musste.

SV Rothemühle - SV Ottfingen 3:2 (3:0) Vor der stattlichen Derby-Kulisse von 250 Zuschauern am „Rothenborn“ legte der SV Rothemühle mit einem furiosen Auftritt in der ersten Halbzeit den Grundstein zum 3:2-Sieg über den Lokalrivalen. Nicolas Gerich (29.), Cihan Yaman (33.) und Moritz Schweitzer (36.) schossen binnen kurzer Zeit eine 3:0-Führung heraus. „Wir haben eine grandiose erste Hälfte gespielt“, lobte Rothemühles Spielertrainer Daniel Morillo Rigau. „Meine Jungs haben das Derby von Beginn an angenommen. Sie waren in den Zweikämpfen präsent und haben richtig Gas gegeben“, so Morillo Rigau, der aber nach dem Seitenwechsel mitansehen musste, wie der SV Ottfingen besser ins Spiel kam. Nico Müller gelang in der 49. Minute das 3:1. Und als Luca Valido in der Schlussphase den Anschlusstreffer erzielte (86.), schöpften die Gäste Hoffnung auf einen Zähler. Rothemühle schaukelte den knappen Vorsprung aber über die Zeit. „Beide Ottfinger Tore fielen nach Standardsituationen, das erste nach einer Ecke, das zweite war ein abgefälschter Freistoß. Hinten raus ist es noch mal eng geworden, weil wir nicht das 4:1 bzw. das 4:2 gemacht haben. Mit großem Kampf und viel Einsatzbereitschaft ist es uns aber gelungen, die drei Punkte hier zu behalten“, freute sich Morillo Rigau.

VfL Klafeld-Geisweid - Fortuna Freudenberg 2:7 (2:2) Bis zur 52. Minute hielt der VfL Klafeld-Geisweid noch ein 2:2-Unentschieden gegen die favorisierten „Flecker“, doch das 3:2 für die Fortuna erwies sich als echter Tiefschlag, von dem sich die „Fürsten“ nicht mehr erholten. Freudenberg kannte fortan keine Gnade mit den Geisweidern und legte noch vier weitere Tore nach, so dass am Ende ein deutlicher 7:2-Auswärtssieg für den Tabellenzweiten zu Buche stand. Damit baute die Fortuna ihre beeindruckende Erfolgsserie auf neun Siege in Folge (!) aus. Das Team von Trainer Dominic Solms bleibt Spitzenreiter Germania Salchendorf somit auf den Fersen. „Der Sieg der Freudenberger ist absolut verdient. Sie waren griffig in den Zweikämpfen, cleverer, abgezockter und schneller im Kopf als wir“, lobte VfL-Spielertrainer Steffen Öhm die Fortuna. Gar nicht gefällt ihm hingegen die Entwicklung seiner Mannschaft in den letzten Wochen. „Das fängt bei der Trainingsbeteiligung an und geht mit dem Verhalten untereinander auf dem Platz weiter. Da fehlt bei einigen der Respekt gegenüber den Mitspielern. Damit kann ich mich nicht identifizieren“, kritisierte Öhm. – Die Torfolge vor rund 100 Zuschauern im Hofbachtal: 0:1 Sebastian Bley (3.), 1:1 Andreas Schmidt (8.), 2:1 Mohammed-Ali Mackfaye (13.), 2:2 Sebastian Bley (26.), 2:3 Eike Moll (52.), 2:4 Yannis Freitag (60.), 2:5 Eigentor Mohammed-Ali Mackfaye (75.), 2:6 Robin Wiesemann (82.), 2:7 Enes Cimen (84.).

FC Eiserfeld - 1. FC Türk Geisweid 7:1 (1:0) Schützenfest im Helsbachtal: Der FC Eiserfeld fegte den Tabellenletzten 1. FC Türk Geisweid mit 7:1 vom Platz. Dabei stand es nach 54 Minuten plötzlich 1:1, nachdem Gäste-Akteur Murat Avci der Ausgleichstreffer gelungen war. „Da haben wir uns alle fragend angeschaut unter dem Motto: Was passiert hier denn gerade?“, schilderte FCE-Trainer Jan Fünfsinn die Szenerie an der Seitenlinie nach dem Gegentreffer. „Das war ähnlich wie gegen Hünsborn 2., auch da hatten wir aus dem Nichts den Ausgleich kassiert. Aber zum Glück konnten wir auch diesmal das Spiel auf unsere Seite ziehen“, schilderte Fünfsinn das Déjà-vu-Erlebnis. Sein Team zeigte sich von dem Ausgleich unbeeindruckt und zog nur wenig später durch Marius Dreker erneut in Front (61.). Spätestens mit dem 3:1 durch Alan Daniel Krause war der Widerstand der Gäste gebrochen (72.). Binnen weniger Minuten schraubten Lukas Weber (74.), der bereits das 1:0 in der 
13. Minute erzielt hatte, Tristan Meyer (77.), Alan Daniel Krause (78.) und Marius Dreker (80.) das Resultat auf 7:1 in die Höhe. „Hinten raus hatten wir konditionelle Vorteile, und einige Tore waren auch wirklich schön herausgespielt“, freute sich Eiserfelds Coach Jan Fünfsinn über den Kantersieg.

SC Listernohl/W./L. - SG Mudersbach/Brachbach 1:2 (0:1) Die SG Mudersbach/Brachbach hat für die nächste Überraschung gesorgt. Das Team von Trainer Stefan Häßler gewann mit 2:1 bei den „jungen Wilden“ vom SC Listernohl/W./L., die im bisherigen Saisonverlauf häufig positive Kritiken von den gegnerischen Trainern bekommen hatten. Durch den Sieg setzten sich die „AK“-Fußballer – erstmals mit einer positiven Bilanz – im Tabellenmittelfeld fest. LWL-Coach Frank Keseberg rang indes nach dem Spiel nach Worten: „Wir haben gegen einen Gegner verloren, gegen den wir nicht verlieren dürfen. Mudersbach/Brachbach hat überwiegend mit langen Bällen gespielt. Wir haben einen hohen Aufwand betrieben, uns aber nicht belohnt“, war Keseberg enttäuscht. Richtiggehend in Rage redete er sich bei der Schilderung des ersten Gegentreffers. „Das war nie und nimmer ein Elfmeter, sondern ein ganz normaler Zweikampf“, echauffierte sich der LWL-Trainer. Schiedsrichter Lukas Jelis sah indes ein Foul an Marcel Farnschläder und zeigte auf den Punkt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Leo Diezemann zum 0:1 (21.). Phil Langer glich nach 69 Minuten aus, doch die SG hatte noch einen Pfeil im Köcher – und zwar in Person von Leon Kniller, der den 2:1-Siegtreffer markierte (75.). Kurz zuvor hatten die Hausherren Pech bei einem Lattenkopfball von Christopher Selter gehabt (72.).

FC Freier Grund - Rot-Weiß Lennestadt-Grevenbrück 7:1 (4:0)  Der FC Freier Grund hat sich den ganzen Frust der 1:5-Niederlage vor einer Woche bei der SG Mudersbach/Brachbach von der Seele geschossen und im Kellerduell gegen Rot-Weiß Lennestadt-Grevenbrück drei ganz wichtige Punkte auf dem Weg zum Klassenerhalt eingefahren. „Unser Sieg ist auch in der Höhe verdient. Es hat alles funktioniert, was wir uns vorgenommen hatten. Wir wollten uns rehabilitieren – und das ist uns eindrucksvoll gelungen“, freute sich FC-Trainer Marco John über den dritten Saisonsieg, durch den sein Team wieder näher an das untere Tabellenmittelfeld heranrückte. Vor 150 Zuschauern am „Ludwigseck“ in Salchendorf war die Messe schon zur Pause gelesen. Paul Jakob Becher (8.), Enrico Balijaj (11.) sowie Patrick Diehl (25./45., Elfmeter nach Foul an Enrico Balijaj) sorgten mit ihren Toren für eine 4:0-Führung zur Halbzeit. Zwar verkürzte RWL danach durch Agustin Matias Suriano auf 4:1 (52.), doch mit einem Doppelschlag erhöhten Patrick Diehl mit seinem seinem dritten Treffer (68.) und Enrico Balijaj mit einem an ihm selbst verwirkten Foulelfmeter auf 6:1 (69.). Den Schlusspunkt setzte Philip Siebel (89.).

SuS Niederschelden - FC Altenhof 3:1 (1:1) Der SuS Niederschelden ist weiter auf dem Vormarsch! Durch den 3:1-Heimsieg gegen den FC Altenhof kletterten die Schützlinge von Trainer Andreas Wieczorek auf den 3. Tabellenplatz. Inklusive des Kreispokal-Wettbewerbs sind die Fußballer vom Rosengarten damit schon seit sieben Spielen ungeschlagen, in dieser Zeit feierten sie fünf Siege. „Dass wir jetzt Dritter sind, ist eine schöne Momentaufnahme, und die genießen wir auch und gerade vor der nun folgenden zweiwöchigen Spielpause“, erklärte SuS-Coach Andreas Wieczorek und fügte hinzu. „Wir haben heute ohne Acht gespielt. Aber die, die gespielt haben, haben mir gezeigt, dass ich auf alle im Kader bauen kann. Das ist eine schöne Erkenntnis.“ Vor 130 Zuschauern brachte Marlon Amechi Ezekwe den FC Altenhof in Führung (17.), die Tim Fesser egalisierte (27.). In der Schlussphase führten Kastriot Alitjaha mit einer sehenswerten Tor (79.) und erneut Tim Fesser (87.) den SuS zum sechsten Saisonsieg. „Die erste Halbzeit ging an uns, die zweite an Altenhof. Hinten raus hatten wir das nötige Spielglück“, resümierte Wieczorek.

TuS Plettenberg - Rot-Weiß Hünsborn 2. kampflos für Plettenberg Der TuS Plettenberg kam kampflos zu drei Punkten, weil die zweite Mannschaft von Rot-Weiß Hünsborn in Ermangelung von Spielern nicht antrat.

Autor:

Uwe Bauschert (Redakteur) aus Siegen

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