Darüber spricht die Kreisliga
Scheurer: "Bezirksliga wäre ein Abenteuer!"

Die SG Mudersbach/Brachbach möchte ihre Jugendarbeit weiter intensivieren und befindet sich mit derzeit rund 80 Kindern von der Bambini- bis zur C-Jugend auf einem guten Weg. Das Bild entstand bei einem Jugendturnier in Brachbach und zeigt den SG-Nachwuchs in den blauen Trikots.
  • Die SG Mudersbach/Brachbach möchte ihre Jugendarbeit weiter intensivieren und befindet sich mit derzeit rund 80 Kindern von der Bambini- bis zur C-Jugend auf einem guten Weg. Das Bild entstand bei einem Jugendturnier in Brachbach und zeigt den SG-Nachwuchs in den blauen Trikots.
  • Foto: Uwe Bauschert
  • hochgeladen von Frank Kruppa (Redakteur)

Schlabachs Spielidee greift: Die SG Mudersbach/Brachbach hat sich mit 10 Punkten und der aktuellen Tabellenführung glänzend aus den Startlöchern der A-Kreisliga katapultiert. „Die Spielidee unseres Trainers Timo Schlabach greift immer mehr, die Spieler wissen jetzt, was er sehen will. Er legt sehr viel Wert auf die taktische Ausbildung, und so sieht man mittlerweile viele Automatismen in unserem Spiel“, lobt der Sportliche Leiter Christian Scheurer den Mann an der Seitenlinie. „Hinzu kommt, dass unsere Neuzugänge auf Anhieb einschlugen, jeder hat seinen Platz im Team gefunden. Und wir sind bislang vom Verletzungspech verschont geblieben, was in den vergangenen Jahren eben nicht der Fall war“, deckt Scheurer weitere Pluspunkte auf.
Momentan Spitzenreiter, wenn man diesen Gedanken nun weiter spinnt... „Die Bezirksliga wäre ein Abenteuer und ist, ehrlich gesagt, nicht unser Ziel. Wir haben zwar sicherlich viel Potenzial in unserem Kader, sind aber nach der Vorsaison, in der wir erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt sichern konnten, vorsichtig geworden. Vielmehr wollen wir unseren treuen Zuschauern attraktiven Fußball und weiterhin einen hohen Identifikationsfaktor bieten – dafür ist die Jugendarbeit immens wichtig, und da sind wir auf einem sehr guten Weg“, freut sich der langjährige „Sechser“ Scheurer, der seine aktive Laufbahn mit Ende der Saison 2018/19 beendet hat. Mittlerweile 80 Kinder betreut die SG in ihren Nachwuchsteams von der Bambini- bis zur C-Jugend. „Auf der Jugendarbeit wird auch in Zukunft der Fokus liegen. Im Moment müssen aber mit dem SC 09 Brachbach, dem TuS Germania Mudersbach und eben der SG drei Vereine geführt werden, was eine Menge an Manpower erfordert. Ein weiteres wichtiges Ziel ist es also, die drei Vereine zu einem zusammenzuführen.“
Hinter ein anderes Projekt kann „Chrissie“ Scheurer indes einen Haken setzen: „Unser neuer Fan-Schal ist fertig und kann schon am Sonntag im Auswärtsspiel beim TuS Wilnsdorf/Wilgersdorf bei mir erworben werden“, berichtet der Sportliche Leiter mit einem Schmunzeln. Wer es mit den „Grenzgängern“ zwischen Siegerland und „AK“ hält, kann also schon am Sonntag Flagge zeigen!

Kreuztal trotzt Personalmisere: Mit acht Punkten aus den ersten fünf Spielen ist Aufsteiger FC 08 Kreuztal sehr ordentlich in die neue A-Kreisliga-Saison gestartet – und das trotz phasenweise beträchtlicher Personalsorgen. Auch im kommenden Duell beim FC Wahlbach muss Trainer Serdar Adiller wieder einige Stammkräfte ersetzen.
So sind Florian Dema und Hamza Burak Cosar nach ihren Roten Karten beim 2:1-Sieg bei der SG Hickengrund letztmals gesperrt, während Arian Dema nach seiner Gelb-Roten Karte wieder ins Team zurückkehrt. Johannes Collenberg fällt mit einem Innenbandanriss und einer starken Knieprellung genau so aus wie der erst zu Saisonbeginn aus der A-Jugend der Sportfreunde Siegen zur Moltkestraße gekommene Torwart Tom Mockenhaupt, der sich in Holzhausen die Mittelhand gebrochen hat. „Er ist Anfang der Woche erfolgreich operiert worden, man hat ihm zwei Drähte eingesetzt. Ich fürchte dennoch, dass für ihn die Hinrunde gelaufen ist, da dies für einen Torwart eine sehr komplizierte Verletzung ist“, meint Adiller. Auch Hicham Aloui, mit zwei Elfmetertoren der „Matchwinner“ im Hickengrund, steht mit angerissenem Innenband und einer Meniskusquetschung noch auf der Ausfallliste. Derweil arbeitet Lord Ivan Ndatchea Nguepnang, der im Verlauf der vorigen Saison sensationell eingeschlagen war, momentan in einem Ferienjob in Karlsruhe und hat noch kein einziges Saisonspiel absolvieren können. „Mit ihm rechnen wir im Oktober wieder“, hofft Adiller, dann wieder auf eine starke Alternative im Angriff zurückgreifen zu können.
Beim FC Wahlbach erwartet der Kreuztaler Coach „ein Spiel auf Augenhöhe, da wird die Tagesform entscheiden. Mein Kollege Marek Gajdzis macht dort einen Super-Job, der FC ist überraschend gut gestartet. Dennoch gehe ich in jedes Spiel, um zu gewinnen. Meine sehr junge Mannschaft hat ein tolles Tempo, und wenn sie mal den Ball verloren haben, jagen sie ihm hinterher, bis sie ihn wiederhaben“, schmunzelt Serdar Adiller und hält fest: „Es macht Spaß, den Jungs zuzuschauen. Am Sonntag soll der Bessere gewinnen, aber ich hoffe natürlich, dass wir das sein werden. Ausreden gibt es auf jeden Fall keine...“

Aufsteiger Aue sorgt für Furore: Als großer Favorit ist der SV Feudingen ins Punkterennen der B-Kreisliga 2 gestartet, auch den Sportfr. Edertal, der „2. Welle“ des TSV Weißtal, dem SV Schameder oder der SG Laasphe/Niederlaasphe wird gemeinhin eine Menge zugetraut. Nach den ersten fünf Partien steht aber keiner der Genannten auf dem „Platz an der Sonne“ – sondern mit dem TSV Aue-Wingeshausen ein Aufsteiger! Nach dem Sturz aus der Bezirksliga bis in die Niederungen der Kreisliga C befindet sich der TSV derzeit wieder voll im Aufwind. Gleichwohl überrascht der Raketenstart mit fünf Siegen selbst alteingesessene Experten aus den eigenen Reihen: „Sagen wir’s mal so: Wir wollten zeitig Punkte sammeln, um mit dem Abstiegskampf möglichst nichts zu tun zu haben. Ein derartiger Start war aber natürlich nicht zu erwarten. Bis auf unsere Routiniers Don von der Ahe, Jens Sonneborn und Marcel Euteneuer haben wir eine ausgesprochen junge Truppe am Start. Der Prüfstein wartet freilich am Freitag auf uns, mit der SG Laasphe/Niederlaasphe kommt eine richtig starke Truppe mit schnellen Kickern. Wir hoffen natürlich auf eine große Zuschauerkulisse“, sagt der stellv. Jugendleiter Martin Völkel.

„Viel Potenzial in Dielfen“: Vom Kellerkind zum Spitzenteam – könnte man meinen, wenn man die Entwicklung der TSG Adler Dielfen betrachtet. In der Vorsaison erst am letzten Spieltag durch den 1:0-Sensationscoup bei Vizemeister Sportfr. Eichen/Krombach dem Abstiegsgespenst entkommen, mischen die in die Einser-Staffel umgruppierten „Adlerträger“ diese Liga bislang tüchtig auf. Zehn Punkte stehen schon auf der Habenseite, die drei Heimspiele hat die TSG mit insgesamt 17:2 Toren für sich entschieden. Dennoch will Trainer Christian Hensel, der zu Saisonbeginn die Nachfolge von Bernd Ehmann antrat, von überhöhten Ansprüchen nichts wissen: „Das kommt definitiv zu früh. Die Jungs haben aber ein enorm großes Entwicklungspotenzial, und ich bin überzeugt davon, dass hier in den nächsten Jahren etwas entstehen kann. Aktuell aber wären wir mit einem einstelligen Tabellenplatz zufrieden“, sagt der 41-jährige Hensel, der schon mit 16 Jahren in der 1. Mannschaft des BSV Menden debütierte und inzwischen in Betzdorf lebt.
In Dielfen hat Hensel „einen gut strukturierten Verein mit einer schönen Sportanlage und eine sehr lernwillige Mannschaft“ vorgefunden. „Ich hatte eigentlich Bedenken, nochmal eine Kreisliga-Mannschaft zu trainieren, aber hier in Dielfen habe ich ein gutes Gefühl. Die Jungs haben alle Bock, wir haben durchweg 20 Mann im Training und ich bin überzeugt davon, dass ich alle Spieler besser machen werde. Ich musste sie erst einmal von ihrem Spontanfußball weg bringen, und auch die Kommunikation auf dem Platz war ausbaufähig. Das sind aber alles Jungs mit Köpfchen, die auch im taktischen Bereich schnell dazu lernen. Es macht mir richtig viel Spaß, hier zu arbeiten“, hält Hensel in seinem ersten Zwischenfazit fest.

Autor:

Frank Kruppa (Redakteur) aus Siegen

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