Tragisches IDM-Wochenende
Schubrikoff stürzt und verliert Freund

Nina Schubrikoff schied in Oschersleben einmal aus und wurde einmal 27. Foto: hajo

hajo Oschersleben. „Das war ein Wochenende, das ich nie vergessen werde“, trauerte Nina Schubrikoff aus Anzhausen. Dabei war ihr Sturz und das letztendlich unerwartet verlaufene Motorradrennen im Rahmen der IDM-Läufe in Oschersleben fast schon zur Nebensache geworden. Denn zwischen ihren beiden Rennen in der Klasse Supersport 300 passierte ein tragischer Unfall in der Klasse Supersport 600, in dessen Folge ihr Freund Dennis Lippert aus Brunnthal bei München in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste und am Dienstag verstarb (die SZ berichtete). Schubrikoff: „Es hat mir nochmal gezeigt, dass es nicht immer rund läuft, aber dass ein Sturz, wie ich ihn hatte, einfach nur eine Lappalie ist.“

Vorfreude schnell verflogen

Voller Vorfreude war die 25-jährige Architekturstudentin zur Speedweek angereist. Doch schon im zweiten Qualifikationsrennen kam der erste Rückschlag. Obwohl die Rundenzeiten immer besser wurden, reichten sie am Ende nur zu Startplatz 24. Von dieser Position ins Rennen gegangen, verbesserte sich die Pilotin vom MSC Freier Grund auf ihrer Yamaha YZF-R3 Runde für Runde verbessern und rangierte schon auf Platz 17, als ihr ein fataler Fehler unterlief. Sie wagte sich in zu starke Schräglage, stürzte und landete im angrenzenden Kiesbett.

"Kopf war voll von Ereignissen"

Im zweiten Rennen machten ihr dann nicht nur die Blessuren vom Sturz arg zu schaffen, sondern auch der zuvor erlebte Unfall. „Mein Körper tat in der Bewegung überall weh, mein Kopf war voll von Ereignissen, die dort passierten und ich konnte einfach kein gutes zweites Rennen mehr fahren. Ich weiß nicht mal auf welcher Position ich es beendet habe“, erklärte Nina Schubrikoff, die am Ende auf Platz 27 ins Ziel gefahren war. Am Lausitzring, bei den ersten beiden IDM-Rennen, hatte die Anzhäuserin noch zwei Mal Rang 17 belegt und nur knapp die Punkteränge verfehlt.

Schubrikoff war in Oschersleben die einzige heimische Starterin. Denn sowohl Michael Götz vom MSC Freier Grund, der eigentlich in der Supersport 600 fahren wollte, war ebenso nicht am Start wie das holländische Sidecar-Team um den Netphener Kevin Kölsch, dessen Klasse ein freies Wochenende genoss. Schon in zwei Wochen (21. bis 23. Juni) geht es in der IDM weiter. Im belgischen Zolder sind auch die Sidecars wieder am Start – die Supersport 300 um Nina Schubrikoff setzt dann hingegen aus.

Autor:

Hans-Joachim Klappert (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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