Fußball-Testspiel
SF Siegen schlägt sich achtbar

Zufrieden nach einem guten Testspiel: Die Trainer Dominik Dapprich (links) und Friedhelm Funkel (rechts) sowie der aus Niederschelden stammende Mannschaftsarzt von Fortuna Düsseldorf, Dr. Ulf Blecker.
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  • Zufrieden nach einem guten Testspiel: Die Trainer Dominik Dapprich (links) und Friedhelm Funkel (rechts) sowie der aus Niederschelden stammende Mannschaftsarzt von Fortuna Düsseldorf, Dr. Ulf Blecker.
  • Foto: Frank Steinseifer
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fst Siegen. Die Sportfreunde Siegen haben sich am Montagabend im Siegener Leimbachstadion vor 1400 Zuschauern gegen den Bundesligisten Fortuna Düsseldorf achtbar aus der Affäre gezogen. Zwar verlor der Fünftligist gegen das Erstliga-Team aus der Landeshauptstadt mit 0:6 und kassierte exakt doppelt so viele Gegentore wie vor einem Jahr gegen Bundesligist Bayer Leverkusen, doch das Team von Trainer Dominik Dapprich zeigte gegen den haushohen Favoriten eine gute Leistung.

Funkel „sehr zufrieden“

Das Testspiel und die Vorstellung der Siegener lobte nach der Partie Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel: „Auch wenn man das Ergebnis jetzt nicht überbewerten sollte, ich bin mit dem Spiel sehr zufrieden. Wir haben Spielfreude gezeigt und die ersten Trainingsinhalte umgesetzt. Die Sportfreunde waren ein guter Gegner, sie haben uns oft gut zugestellt und immer wieder die Möglichkeiten zum Spiel nach vorne genutzt.“ Ein Sonderlob gab es für den Rasen: „Der war wirklich gut.“

Drei Gegentore pro Halbzeit „in Ordnung“

Trainer Dominik Dapprich zeigte sich ebenfalls zufrieden: „Natürlich hat man gesehen, dass ein Bundesligist ein ganz anderes Tempo spielt. Meine Spieler können in so einem Spiel nur lernen. Sie haben es aber gegen einen starken Gegner gut gemacht. Drei Gegentore in der ersten, drei Gegentore in der zweiten Hälfte, das geht in Ordnung.“
Für die Sportfreunde und auch für die Düsseldorfer, die nach ihrem siebentägigen Trainingslager am Wiesensee auf der Rückreise in Siegen Station machten, war es das zweite Testspiel in der Vorbereitung auf die Saison. Funkel: „Für uns geht es in der Bundesliga wieder nur um den Klassenerhalt.“

Neuzugang Tekpetey bereitet vor

Beide Trainer wechselten ihre Teams komplett aus. Ausprobieren, Testen und allen Spielern Einsatzzeiten geben, hatte vor einem Spielergebnis erste Priorität. Die Sportfreunde begannen forsch, drei Mal drangen sie in den gegnerischen Strafraum, das quittierten die Fans auf den Rängen mit Szenenapplaus. Nach einer Viertelstunde blitzte dann erstmals die Klasse des Erstligisten auf: Nach Vorarbeit von Neuzugang Bernhard Tekpetey schob in der Mitte Oliver Fink den Ball zum 1:0(15.) über die Linie. Im direkten Gegenzug hatte Sportfreunde-Rückkehrer Yannick Wolf eine große Chance zum Ausgleich, doch der Ball kratzte nur am Aluminium. Siegens Torwart Christoph Thies zeigte sein Können dann mit zwei starken Paraden, erst gegen Tekpetey, Sekunden später dann beim Schuss von Havard Nielsen.

Hennings staubt ab

In der 27. Minute klärte Thies den Schuss vom heranrauschenden Rouwen Hennings an den Pfosten, doch der Düsseldorfer brauchte den Nachschuss nur noch zum 2:0 über die Linie zu drücken. Für das Torglück bedankte er sich bei Thies mit einem Abklatscher. Fünf Minuten später zeigte Stürmer Bernhard Tekpetey erstmals seine ganze Klasse. Der 21-Jährige aus Ghana, erst vor wenigen Tagen als Leihgabe von Schalke 04 verpflichtet, knallte den Ball volley Marke „Tor des Jahres“ unhaltbar in den Torwinkel zum 3:0 (32.). Es war ein Schuss wie ein Strahl. Kurz vor der Pause kam Siegen mit einem schnellen Konter über Tolga Duran nach vorne, doch die Vorlage konnte Jacob Pistor nicht verwandeln.

Litschel pariert Strafstoß

Auch im zweiten Durchgang war Düsseldorf erwartungsgemäß spielerisch und mit einem höheren Tempo stärker, doch die Sportfreunde hielten - jetzt mit Zweitkeeper Lukas Litschel - bis zur 68. Minute stand. Dann traf jedoch Harvard Nielsen zum 4:0 (68.), wenig später erhöhte Niko Gieselmann auf 5:0 (74.). Als dann Schiedsrichter Felix Weller aus Neunkirchen in der 80. Minute nach einem Foul auf Strafstoß für die Düsseldorfer entschied, hatten wohl viele Zuschauer schon das 0:6 verbucht. Zum Elfmeter trat Harvard Nielsen an - „passt auf, der Lukas hält den“ war sich Trainer Dapprich auf seinem Trainerstuhl sicher. Und so passierte es dann auch: Litschel wehrte den starken Schuss ab und begrub unter dem lauten Jubel von rund 1300 Siegener Fans dann auch noch den Nachschuss unter sich. Litschel später: „Ein Elfmeter ist immer so eine 50:50-Sache. Aber gegen einen Bundesligisten zu halten, das ist natürlich etwas Besonderes.“ Das 0:6 musste er wenig später dann aber doch noch hinnehmen: Timo Bornemann traf in der 86. Minute zum Endstand.

Autor:

Frank Steinseifer (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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