Regionalliga-West-Entscheidungsrunde (große Foto-Galerie)
SFS-Frauen: Der Traum von der 2. Bundesliga lebt

Die Fußballerinnen der Sportfreunde Siegen feierten den zweiten Sieg im zweiten Spiel der Regionalliga-West-Entscheidungsrunde.
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  • Die Fußballerinnen der Sportfreunde Siegen feierten den zweiten Sieg im zweiten Spiel der Regionalliga-West-Entscheidungsrunde.
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ubau Siegen. Als Schiedsrichterin Annika Paszehr am Mittwochabend um 20.22 Uhr die Partie der Regionalliga-West-Entscheidungsrunde zwischen den Sportfreunden Siegen und dem VfL Bochum abpfiff, hallte ein kollektiver Jubelschrei durch das Leimbachtal. Die rund 550 begeisterten Zuschauer applaudierten den SFS-Fußballerinnen, die sich auf dem Kunstrasenplatz jubelnd in den Armen lagen und sich kurz darauf mit der La-Ola-Welle für die großartige Unterstützung bedankten. Durch den 3:0 (1:0)-Erfolg gegen den VfL Bochum sind die Siegenerinnen ihrem großen Ziel, dem Aufstieg in die 2. Bundesliga, wieder ein Stück näher gekommen.

Am Sonntag letztes Spiel beim 1. FC Köln 2.

Den SFS-Frauen reicht nun am Sonntag im letzten Spiel gegen den 1. FC Köln 2. ein Punkt oder – je nach Ausgang der Partie zwischen dem 1. FFC Recklinghausen und dem VfL Bochum – sogar schon eine knappe Niederlage, um sich für die beiden entscheidenden Aufstiegsduelle gegen den Südwest-Vertreter SV Göttelborn zu qualifizieren.

Spielführerin Marie Rüthing: "Eine mega-geile Leistung von uns"

„Das war eine mega-geile Leistung von uns“, jubilierte Siegens Spielführerin Marie Rüthing. „Wir waren heute nur der Außenseiter, das war uns klar. Aber wir haben es trotzdem geschafft. Das war ein echter Kampfsieg. Kompliment an meine Teamkolleginnen. Wir haben heute alles reingehauen, was wir haben.“

In der Tat: Der Triumph der Sportfreunde war auch ein Sieg der Leidenschaft über die spielerisch überlegenen Gäste aus dem Ruhrgebiet. Die von Trainer Andreas Edelmann taktisch sehr gut eingestellten Siegenerinnen spielten diszipliniert, überließen dem VfL die Spielkontrolle und lauerten auf Konterchancen, die sie dann auch eiskalt nutzten. Und bei den brenzligen Situationen vor dem eigenen Tor waren die Rot-Weißen mit Fortuna im Bunde – aber Glück hat bekanntlich nur der Tüchtige. Und tüchtig waren die Siegenerinnen in jedem Fall, am Mittwochabend sogar über alle Maßen.

Erster Torschuss - und gleich drin das Ding

Nach zähem Beginn hatte Bochum die erste große Chance des Spiels, nachdem die Unparteiische beim Zweikampf zwischen Vanessa Schöbel und Mara Wilhelm ein Foul der Siegenerin im Strafraum gesehen haben wollte und auf den Elfmeterpunkt zeigte – eine äußerst fragwürdige Entscheidung. Doch Janine Angrick scheiterte mit ihrem scharf geschossenen Strafstoß am Innenpfosten des SFS-Gehäuses (19.).

Genauer zielte auf der Gegenseite Pauline Fernholz, die eine schöne Vorlage der pfeilschnellen Janet Stopka per Direktabnahme – und mit dem ersten Torschuss der Siegenerinnen überhaupt – zum Führungstreffer verwandelte (28.).

Pauline Fernholz macht mit ihrem zweiten Treffer alles klar

Nachdem VfL-Akteurin Maja Hünnemeyer kurz nach dem Seitenwechsel das Kunststück fertig gebracht hatte, aus zwei Metern den Pfosten zu treffen, legten die Gastgeberinnen wenig später das 2:0 nach. Janet Stopka schaltete den Turbo ein, zog von der Mittellinie unwiderstehlich auf und davon und bediente in der Mitte Sophie Rüthing mustergültig, die aus kurzer Distanz zum 2:0 einschoss (57.).

Für die Entscheidung sorgte nur 180 Sekunden später Pauline Fernholz, die mit ihrem zweiten Treffer das 3:0 erzielte. Mit großem Kämpferherz und etwas Glück verteidigten die Siegenerinnen in der Schlussphase ihren Vorsprung.

SFS-Coach Edelmann: "Jetzt ist alles möglich!"

„Das war eine kämpferisch sehr starke Leistung von uns. In den entscheidenden Situationen hatten wir das wir aber auch das Glück auf unserer Seite – so ehrlich muss man sein. Hinten raus haben wir es dann gut runtergespielt“, analysierte Siegens Sportlicher Leiter Thomas Trogisch.

Und SFS-Coach Andreas Edelmann sagte: „Der Gegner war über lange Zeit überlegen und sicherlich die beste Mannschaft, gegen die wir in der Regionalliga gespielt haben. Aber meine Spielerinnen haben bis zur letzten Patrone alles rausgehauen und großartige Moral gezeigt. Jetzt ist alles möglich!“ Wohl wahr!

Autor:

Uwe Bauschert (Redakteur) aus Siegen

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