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Fußball-Bezirksliga 5
SG-Blitzstart schockt Türk Geisweid

Gerade einmal 180 Sekunden waren im Hofbachtal gespielt, als Leo Diezemann (r.) mit diesem Schuss das 1:0 für die SG Mudersbach/Brachbach erzielte.
  • Gerade einmal 180 Sekunden waren im Hofbachtal gespielt, als Leo Diezemann (r.) mit diesem Schuss das 1:0 für die SG Mudersbach/Brachbach erzielte.
  • Foto: Uwe Bauschert
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ubau Geisweid. Seinen Einstand als Trainer des Fußball-Bezirksligisten 1. FC Türk Geisweid hatte sich Selimbey Öztürk anders vorgestellt – ganz anders sogar. Denn sein Team kassierte am Sonntag auf dem Kunstrasenplatz des Geisweider Hofbachstadions eine derbe 0:5 (0

ubau Geisweid. Seinen Einstand als Trainer des Fußball-Bezirksligisten 1. FC Türk Geisweid hatte sich Selimbey Öztürk anders vorgestellt – ganz anders sogar. Denn sein Team kassierte am Sonntag auf dem Kunstrasenplatz des Geisweider Hofbachstadions eine derbe 0:5 (0:3)-Heimklatsche gegen den Keller-Rivalen SG Mudersbach/Brachbach – der nächste Tiefschlag für den Tabellenletzten, bei dem Sandor Karolyi das Traineramt Anfang letzter Woche nach der 0:9-Niederlage gegen den SV Ottfingen zur Verfügung gestellt hatte (die SZ berichtete).

„Wir haben vier gravierende Fehler gemacht, die zu Gegentoren geführt haben. Das müssen wir abstellen, um konkurrenzfähig zu sein. In der Breite hat uns heute die Qualität gefehlt. Dennoch ist die Niederlage zu hoch ausgefallen“, befand Türk-Trainer Öztürk, der bei der „Mission Klassenerhalt“ auch auf den Faktor Zeit setzt. „Ich kann nicht zaubern“, so Öztürk, der den Verein bei seinem ersten Engagement von der B-Liga in die Bezirksliga geführt hatte. „Es wird einige Zeit brauchen, bis die Mannschaft das umsetzen kann, was ich von ihr verlange. Leider wird unser Lazarett immer größer. Heute hat sich auch noch Sinan Kesen verletzt“, so Öztürk.

Der Effekt des Trainerwechsels war schon fünf Minuten nach dem Anpfiff verpufft. Denn zu diesem frühen Zeitpunkt lagen die Fußballer aus Mudersbach und Brachbach durch Tore von Leo Diezemann (3.) und Marcel Farnschläder (5.) bereits mit 2:0 in Führung.

Die Hausherren waren auch fortan völlig indisponiert und konnten von Glück reden, dass die SG zahlreiche Chancen ungenutzt ließ und bei einem Pfostenschuss von Jan Pfeifer (12.) und einem Lattenkopfball seines Bruders Kai (36.) im Pech war. So dauerte es bis zur 38. Minute, ehe der Anhang der Blau-Weißen unter den 90 Zuschauern erneut Grund zum Jubeln hatte. Wieder war Kapitän Marcel Farnschläder zur Stelle und drückte eine mustergültige Vorlage von Kai Pfeifer zum 3:0 ein.

Im Gefühl des sicheren Sieges schaltete die SG im zweiten Durchgang zwei Gänge zurück. Dadurch kamen die Gastgeber besser ins Spiel und erarbeiteten sich auch einige Chancen, die sie jedoch allesamt nicht nutzten. Besser machten es die Gäste aus dem „AK“-Land, für die Jan Pfeifer per Lupfer (69.) und Kai Pfeifer per Kopfball nach einer Ecke (90.) das Ergebnis auf 5:0 in die Höhe schraubten.

„Das Spiel lief gut für uns. Wir haben den Gegner von Beginn an unter Druck gesetzt und die beiden frühen Tore gemacht. Zur Pause hätten wir höher führen müssen. Nach dem Seitenwechsel sind wir dann bis zum 4:0 ein wenig fahrig gewesen. Aber letztlich war unser Sieg absolut verdient“, resümierte ein zufriedener SG-Coach Stefan Häßler, dessen Team drei wichtige Punkte auf dem Weg zum Klassenerhalt sammelte.

Rot-Weiß Hünsborn 2. - SC Listernohl/W./L. 1:8 (1:2) Böse unter die Räder geriet die Reserve von Rot-Weiß Hünsborn im Heimspiel gegen den SC Listernohl/W./L. Dabei waren die Hausherren durch einen Treffer von Dennis Hentschel sogar mit 1:0 in Führung gegangen (9.). Doch noch vor der Pause drehte Michel Aspelmeyer per Doppelpack den Spieß um (21./43.). Nach dem Seitenwechsel kannten die Gäste keine Gnade und schraubten das Resultat durch Treffer von Pascal Extremera Mayo (51.), Riccardo Giuseppe Giamporcaro (60.), Marlon Klein (65./78.) und Phil Langer (68./69.) auf 8:1 in die Höhe. „Es waren zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten“, konstatierte RWH-Coach Andreas Schrage. „Im ersten Durchgang haben wir noch ordentlich mitgespielt und gut dagegen gehalten. Aber nach dem 1:3 haben wir uns nicht mehr gewehrt.“

SV Ottfingen - VfL Klafeld-Geisweid 3:1 (2:0) Der SV Ottfingen kommt immer besser in Fahrt. Mit dem 3:1 gegen den VfL Klafeld-Geisweid feierten die Gelb-Schwarzen den dritten Sieg in Folge. Vor der stolzen Kulisse von über 300 Zuschauern am „Siepen“ sorgten Fabian Kolb (26.) und Michael May (34.) für eine 2:0-Pausenführung der Hausherren. Danach dauerte es allerdings bis zur 82. Minute, ehe Luca Valido das 3:0 nachlegte. Nur noch Ergebniskosmetik war das Klafelder 3:1 durch Sezgin Alperen Özdemir (89.). „Wir haben uns das Leben selbst unnötig schwer gemacht. Wir hätten viel früher für klare Verhältnisse sorgen können. So muss man beim Spielstand von 2:0 immer noch Bedenken haben, dass der Gegner durch eine Aktion wieder herankommt“, erklärte SVO-Coach Marco Weller, dem vor allem die Leistung seiner Mannschaft in der ersten Hälfte gefiel. „Da hatten wir alles im Griff. Wir haben den Gegner überhaupt nicht zur Entfaltung kommen lassen. Das einzige Manko war die Chancenverwertung.“ Nach dem Seitenwechsel kamen die „Fürsten“ etwas besser ins Spiel, zwingende Chancen waren aber Mangelware, so dass die Klafelder die zweite Niederlage hintereinander hinnehmen mussten.

SuS Niederschelden - VfR Rüblinghausen 1:1 (0:1) In der vierten Minute der Nachspielzeit rettete Nico Hermann dem SuS Niederschelden mit seinem Ausgleichstreffer zumindest noch einen Punkt im Heimspiel gegen den VfR Rüblinghausen. Die Gäste waren vor 125 Zuschauern am „Rosengarten“ kurz vor der Pause durch Florent Ahmeti in Front gezogen (44.). „Die Ecke ist über unseren Keeper hinweg geflogen, und der gegnerische Spieler brauchte nur noch einzunicken. Das war ein Torwartfehler“, kritisierte SuS-Coach Andreas Wieczorek. „Das Tor fiel aus dem Nichts, denn bis dato hatte es kaum Höhepunkte gegeben. Beide Mannschaften haben sich im ersten Durchgang neutralisiert“, so Wieczorek, der seiner Mannschaft eine deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit attestierte. „Da stimmte plötzlich der Wille und die Körpersprache. Riesenkompliment an die Jungs, wie sie sich gegen die Niederlage gestemmt haben. Der Ausgleich war aufgrund des späten Zeitpunkts sicherlich glücklich, aber den Punkt haben sich meine Jungs aufgrund der zweiten Hälfte redlich verdient“, erklärte Wieczorek.

Germania Salchendorf - Rot-Weiß Lennestadt-Grevenbrück 5:1 (2:0) Siebtes Spiel, siebter Sieg! Wer will diese „Germanen“ stoppen? Rot-Weiß Lennestadt-Grevenbrück schaffte es jedenfalls nicht, obwohl Salchendorfs Trainer Thomas Scherzer den Gästen bescheinigte, „es phasenweise ganz ordentlich gemacht zu haben“. Das reichte aber nicht, um die Johannländer ernsthaft in die Bredouille zu bringen. Zwar hatte RWL die erste Großchance des Spiels, als im Anschluss an eine Ecke ein Gäste-Akteur aus kurzer Distanz über das Salchendorfer Gehäuse köpfte, doch dann waren die Hausherren am Zug. Alexander Völkel traf zum 1:0 (11.), dem Kapitän Thomas Klöckner mit einem an Oliver Sanchez Tenorio verwirkten Foulelfmeter das 2:0 folgen ließ (27.). Den besseren Start nach dem Seitenwechsel erwischten die Rot-Weißen, die durch Labinot Recica auf 2:1 verkürzten (52.) Doch fast im Gegenzug stellte Dennis Neuser den Zwei-Tore-Abstand wieder her – und zwar nach einem sehenswerten Spielzug über vier Stationen. Den letzten Pass zum Torschützen spielte Moritz Klass, der auch die folgenden beiden Tore durch Alexander Völkel (70.) und Bayram Basyigit (78.) mustergültig vorbereitete und damit drei „Assistpunkte“ sammelte.

Fortuna Freudenberg - SV Rothemühle 3:1 (1:0) Fortuna Freudenberg bleibt Spitzenreiter Germania Salchendorf auf den Fersen. Die „Flecker“ feierten mit dem 3:1 gegen den SV Rothemühle den sechsten Sieg im siebten Spiel. Vor 175 Zuschauern in der Büschergrunder „Wending“ erzielte Eike Moll den Führungstreffer für die Fortuna (19.), die es danach verpasste nachzulegen. Bestraft wurde das kurz nach der Pause, als ein Freistoß-„Strahl“ von Dennis Schollemann im Freudenberger Kasten einschlug (49.). „In dieser Phase haben wir ein bisschen den Faden verloren“, räumte Fortuna-Coach Dominic Solms ein. In die Karten spielte den Gastgebern, dass Rothemühle ab der 57. Minute in Unterzahl spielen musste, weil Kapitän Sebastian Kraft die Gelb-Rote Karte sah, da er Bugra Köksal im Strafraum zu Fall gebracht hatte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Robin Wiesemann zum 2:1 (58.). Nur 180 Sekunden später flog der nächste Gäste-Akteur vom Platz – auch Andreas Spies sah die „Ampelkarte“. Mit zwei Mann mehr dauerte es jedoch bis zur 83. Minute, ehe Kim Küchler per Kopf die Entscheidung zugunsten der Fortuna herbeiführte. „In Überzahl hatten wir Chancen en Masse. Dass wir die nicht genutzt haben, muss ich meiner Mannschaft ankreiden“, sagte Fortuna-Coach Dominic Solms, der Rothemühles Torwart Thomas Korn ein Sonderlob aussprach. „Er war der mit Abstand beste Spiele der Rothemühler“, so Solms.

FC Altenhof - FC Freier Grund 1:1 (0:1) „Dieses Unentschieden fühlt sich wie eine Niederlage an“, sagte Altenhofs Spielertrainer Mike Brado nach dem 1:1 gegen den FC Freier Grund. „Wir haben bei weitem nicht die Leistung abgerufen, die wir bringen können. Vor allem in der ersten Halbzeit hatten wir eine sehr hohe Fehlpassquote“, so Brado, der der Partie ein überschaubares Niveau zuschrieb. „Wir waren schlecht, und Freier Grund war noch schlechter“, befand Brado. Vor 150 Zuschauern am „Winterhagen“ köpfte Routinier Patrick Diehl den Außenseiter in Führung. Der Torjäger war es auch, der in der 55. Minute einen Kopfball an die Latte setzte. „Da konnten wir froh sein, dass das nicht das 0:2 war“, so Brado, dessen Team durch Jens Solbach nach 66 Minuten ausglich. „Danach ist Freier Grund in der Abwehr geschwommen und hat den Abpfiff herbeigesehnt“, konstatierte der FCA-Coach. Die beste Chancen zum Siegtreffer vergab Marlon Ezekwe, der in der 85. Minute nur den Innenpfosten traf. Immerhin ist Altenhof nun seit fünf Spielen unbesiegt.

TuS Plettenberg - FC Eiserfeld 3:1 (1:0) Die Eiserfelder Euphorie nach dem Derbysieg gegen den SuS Niederschelden hat einen Dämpfer erhalten. Beim TuS Plettenberg verlor der FCE mit 1:3. „Und zwar völlig verdient“, sagte Eiserfelds Trainer Jan Fünfsinn. „Das war zu wenig von uns. Die erste Halbzeit war unterirdisch. Im zweiten Durchgang haben wir uns etwas mehr aufgebäumt. Aber letztlich sind durch die Bank unter unseren Möglichkeiten geblieben und zu keiner Phase richtig ins Spiel gekommen. Etwas Hoffnung keimte nach dem 2:1-Abschlusstreffer durch Marius Dreker auf, doch Plettenbergs Melih Akdeniz machte diese in der 76. Minute mit dem 3:1 zunichte. Zuvor hatte Tim Robin Houdek zweimal für die Gastgeber ins „Schwarze“ getroffen (36./51.).

Autor:

Uwe Bauschert (Redakteur) aus Siegen

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