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Kampf um Olympia noch nicht verloren
Showdown für Isabel Schneider

Das Ziel im Blick: Wie hier auf den Ball richtet sich der Fokus von Isabel Schneider (l.) und ihre Partnerin Victoria Bieneck auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen.
  • Das Ziel im Blick: Wie hier auf den Ball richtet sich der Fokus von Isabel Schneider (l.) und ihre Partnerin Victoria Bieneck auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen.
  • Foto: FIVB
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

geo Ottfingen. Das Ticket für die Olympischen Sommerspiele vom 23. Juli bis zum 8. August in Tokio liegt noch. Irgendwo. Aber es ist für Isabel Schneider noch immer greifbar. Die Beachvolleyballerin aus Ottfingen und ihre Partnerin Victoria Bieneck müssten aber schon sehr viel Glück haben und eine deutliche Leistungssteigerung in den Sand „baggern“, um sich den eigenen sportlichen Traum noch erfüllen zu können. Von Mitte April bis Anfang Mai werden die Würfel fallen.

Im mondänen mexikanischen Badeort Cancun finden dann hintereinander drei Vier-Sterne-Turniere der World Tour statt.

geo Ottfingen. Das Ticket für die Olympischen Sommerspiele vom 23. Juli bis zum 8. August in Tokio liegt noch. Irgendwo. Aber es ist für Isabel Schneider noch immer greifbar. Die Beachvolleyballerin aus Ottfingen und ihre Partnerin Victoria Bieneck müssten aber schon sehr viel Glück haben und eine deutliche Leistungssteigerung in den Sand „baggern“, um sich den eigenen sportlichen Traum noch erfüllen zu können. Von Mitte April bis Anfang Mai werden die Würfel fallen.

Im mondänen mexikanischen Badeort Cancun finden dann hintereinander drei Vier-Sterne-Turniere der World Tour statt. Danach sollen die Athleten und Athletinnen zwar noch in Sotschi am Schwarzen Meer und im tschechischen Ostrava Beach-Chancen erhalten, doch auch Isabel Schneider ist klar: Der Showdown um die Olympia-Tickets steigt in gut drei Wochen auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan!

Aber die Start-Voraussetzungen für das in Hamburg lebende Beach-Duo sind nicht besser geworden, seit sie sich in Doha bis ins Achtelfinale vorkämpften, dort aber ausschieden. „Wir haben schon Punkte gut gemacht, aber leider nicht gegen unsere wichtigen Konkurrentinnen im eigenen Lager“, meinte Isabel Schneider in dieser Woche. Und sie meinte keine geringere als Olympiasiegerin Laura Ludwig mit Partnerin Margareta Kozuch, die im Wüstenstaat Katar ebenfalls Neunte wurden.

Unerwartete Konkurrenz

Und für Cancun stehen die Start-Chancen unerwartet ungünstig für Bieneck/Schneider, denn gemeldet wurden sechs deutsche Teams, nur vier dürfen aber starten. Aufgrund ihrer „Entry-Points“ sind Ludwig/Kozuch und Karla Borger/Julia Sude aus deutscher Sicht gesetzt. Unerwartet war nun aber, dass sich die aktuell „partnerinnenlose“ Chantal Laboureur mit Cinja Tilmann verständigte und auch dieses Beach-Duo somit mehr „Entry-Points“ auf die virtuelle „Waage“ bringt als Bieneck/Schneider.

Ergo müssen diese sich nun erst intern um den vierten deutschen Startplatz durchsetzen, der ihnen in Cancun dann maximal eine Chance in der Qualifikation einbringt, nicht aber das automatische Ticket für das 32er-Hauptfeld. Und unter den drei deutsch-internen Teams liegen auch Kim Behrens und Sandra Ittlinger noch weiter vorn. Deshalb müssen sich Isabel Schneider und Victoria Bieneck zunächst gegen die deutsche Paarung Nr. 6, Leonie Körtzinger/Sarah Schneider, durchsetzen.

Fingerzeig in Hamburg

Für die beiden ersten Cancun-World-Tour-Turniere läuft dieses sogenannte „Country-Quota“ vom 6. bis 8. April in Hamburg so ab: Zuerst spielen Schneider/Bieneck gegen Körtzinger/Schneider. Das Siegerduo kämpft dann gegen Behrens/Ittlinger Cancun-Ticket Nr. 1 aus. Dieses Turnier findet vom 16. bis 20. April statt. Für das anschließende Cancun-Turnier vom 22. bis 26. April gilt das gleiche Prozedere. Noch nicht ganz geklärt ist das Qualifikations-Prozedere für das dritte Cancun-Turnier (28. April bis 2. Mai), da Chantal Laboureur und Laura Ludwig dann jeweils nicht antreten und sich stattdessen wohl die Paarung Kozuch/Tillmann anmelden wird.

Rückblickend auf das Doha-Turnier schauten Isabel Schneider und Victoria Bieneck mit gemischten Gefühlen auf die Wüstentage zurück. Zum einen traten schon in Doha, vor allem aber nach der jeweiligen Rückkehr, doch mehrere positive Corona-Fälle auf. Über die genaue Zahl der Positiv-Fälle gibt es unterschiedliche Medienberichte. Es waren aber mindestens ein Dutzend. Isabel Schneider: „Wir haben uns schon auch gewundert. Wir sind alle mit negativem Test angereist, wurden am Flughafen und Tage später in Doha jeweils noch einmal alle getestet. Bis auf einen positiven Test bei den Schweizer Männern haben wir nichts mitbekommen. Aber irgendwie scheint es ja dann doch nicht ganz zu funktionieren.“

Deutsche Betreuerin positiv getestet

Auch eine deutsche Team-Betreuerin wurde positiv getestet. Diese hatte aber keinen Kontakt zu Bieneck/Schneider. Nimmt man parallel die Ereignisse bei der Hallen-Leichtathletik-EM vom 5. bis 7. März hinzu, wo nach Ende der Wettkämpfe insgesamt rund 50 Corona-Fälle bekannt wurden, wirft dies alles sicher kein gutes Bild auf kommende Großereignisse im Sport in Frühjahr und Sommer.

Für Bieneck/Schneider war das Doha-Turnier auch sportlich ein Wechselbad der Gefühle: „Wir haben in der Vorrunde zum ersten Mal überhaupt gegen unsere spanischen und brasilianischen Gegnerinnen gewonnen und dabei auch sehr gut gespielt. Das baut einen schon auf. Aber gegen die Russinnen haben wir im Achtelfinale in beiden Sätzen den Faden verloren und unsere Angriffe nicht mehr konsequent genug abgeschlossen.“

Jetzt muss Cancun für die finale Wende sorgen. Pardon: erst einmal die „Country-Quota“ in der nach-österlichen Woche in Hamburg …

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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