American Football
Siegen Sentinels auf Titelkurs

Massiv attackiert setzte Alexander Hochbein von den Siegen Sentinels (rechts) mit einem Touchdown den Schlusspunkt zum 45:10-Sieg unter ein tolles Heimspiel gegen die Lippstadt Eagles.
  • Massiv attackiert setzte Alexander Hochbein von den Siegen Sentinels (rechts) mit einem Touchdown den Schlusspunkt zum 45:10-Sieg unter ein tolles Heimspiel gegen die Lippstadt Eagles.
  • Foto: Hans-Joachim Klappert
  • hochgeladen von Jost-Rainer Georg (Redakteur)

hajo Geisweid. „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ schallte es am Samstag durchs weite Rund des Geisweider Hofbachstadions. Mit überschwänglicher Freude feierten die Spieler und Fans den überragenden 45:10-Sieg der Siegen Sentinels vor eigenem Publikum. Denn im Spitzenspiel der American Football-NRW-Verbandsliga Ost gab es den erhofften, aber in der Höhe nie geglaubten Erfolg über den bis dahin punktgleichen Tabellenführer Lippstadt Eagles.

Auch Bürgermeister Mues schaute zu

Dabei spielten sich die Siegerländer vor etwas über 200 Besucher, darunter auch Siegens Bürgermeister Steffen Mues, zumindest in der ersten Hälfte förmlich in einen Rausch. Taktisch klug eingestellt, hochmotiviert und voller Tatendrang gingen die Schützlinge von Headcoach Philipp Reiche zu Werke. „Wir wollen den Aufstieg, und da muss jeder alles geben“, hatte Reiche gefordert.  Für einen zusätzlichen Motivationsschub sorgten letztendlich die Gäste aus Lippstadt selbst, die kurz vor dem Spiel gegen die Sentinels einen US-Top-Spieler für ihren verletzten Quarterback „eingekauft“ hatten. Wie groß der Siegeswille der Siegener war, zeigte sich schon in den ersten Spielzügen. Nahezu mit dem ersten richtigen Angriff der Siegener erzielte nämlich Timo Hölle mit einem fulminanten Schuss aus dem Feld heraus die 3:0- Führung, die allerdings von den Lippstadt Eagles ebenso schnell mit einem Fieldgoal egalisiert wurde. Nur kurze Zeit später aber gelang Colin Ulmer dann der erste Touchdown für die Siegen Sentinels zur 9:3-Führung, die danach in nur wenigen Minuten dann der stark aufspielende Bjarne Möller mit einem Touchdown-Doppelschlag sogar auf 23:3 ausbaute. Timo Hölle lieferte dazu die nötigen Extrapunkte und legte selbst, nach einem tollen Pass von Frederik Silvan Stahl, das „Ei“ zur 31:3-Pausenführung ins End der Lippstadt Eagles.

Gäste-Coach stellte erfolgreich um

Nach der Halbzeit begann für die Siegen Sentinels dann die schwerste Phase des Spiels. Längst hatte der Gäste-Coach erkannt, dass die Verstärkung auf der Quarterback-Position durch den Top-Spieler zwar was fürs Auge, aber nicht für das eigene Spiel war. Da nahezu alles über den Neuzugang lief, waren die Eagles für die starke Siegener Defensive leicht auszurechnen. Das allerdings sollte sich im zweiten Durchgang ändern. Bereits mit dem ersten Angriff, mal nicht über den US-Boy, gelang den Gästen der Anschluss zum 10:31. Was nun folgte, war ein offener Schlagabtausch, dem dann aber Malte Feckler mit einem zu diesem Zeitpunkt wichtigen Touchdown wieder den Weg in die richtige Richtung gab. Als dann Alexander Hochbein mit einem sehenswerten Touchdown für die Siegener das Ergebnis auf 44:10 schraubte, war die Partie gelaufen. Den Rest besorgte Timo Hölle, der sich diesmal keinen Fehlschuss leistete, mit einem weiteren Extrapunkt zum 45:10- Endstand.

Headcoach Reiche wechselt nach Lippstadt

Siegens Headcoach Philipp Reiche dürfte derweil die Partie mit einem lachenden und einem weinenden Auge gesehen haben, wird er doch, da es ihn beruflich nach Lippstadt verschlägt, in der kommenden Saison Headcoach ausgerechnet bei den Lippstadt Eagles sein. Kommentar von Reiche: „Dann werde ich eben zweimal Meister. Dies Jahr mit den Sentinels und nächstes Jahr mit den Eagles“. Doch soweit ist man in Siegen noch nicht, da noch zwei Spiele, darunter ein Heimspiel, ausstehen.

Autor:

Hans-Joachim Klappert (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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