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TuS Ferndorf gastiert in Aue
Sorgen im Rückraum

Nach der Verletzung von Lucas Schneider ist Andreas Bornemann (2. v. l.) der letzte verbliebene Linkshänder im Ferndorfer Rückraum. In dieser Szene des Hinspiels nimmt er es mit (v. l.) Pascal Ebert, Adrian Kammlodt und Kevin Roch auf.
  • Nach der Verletzung von Lucas Schneider ist Andreas Bornemann (2. v. l.) der letzte verbliebene Linkshänder im Ferndorfer Rückraum. In dieser Szene des Hinspiels nimmt er es mit (v. l.) Pascal Ebert, Adrian Kammlodt und Kevin Roch auf.
  • Foto: Reinhold Becher
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

pm Ferndorf. So langsam wird es dünn im Rückraum. Handball-Zweitligist TuS Ferndorf ist personell zurzeit nicht gerade vom Glück verfolgt. Nach der Diagnose „Bandscheibenvorfall“ bei Top-Feldtorschütze Patrick Weber muss nun auch der „Halbrechte“ Lucas Schneider zuschauen. Die im Spiel gegen Essen erlittene Verletzung an der Wurfhand hat sich als folgenschwer entpuppt, sodass der 24-Jährige „langfristig“ ausfällt, so Trainer Michael Lerscht, der weiß: „Verletzungen kommen nie gelegen. Jammern hilft aber nicht, jetzt müssen andere eben eine größere Rolle einnehmen.“
Und das am besten schon am Samstag, wo der TuS (13. Platz/16:22 Punkte) zu ungewohnter Anwurfzeit von 17 Uhr beim EHV Aue (11./18:20) gastiert.

pm Ferndorf. So langsam wird es dünn im Rückraum. Handball-Zweitligist TuS Ferndorf ist personell zurzeit nicht gerade vom Glück verfolgt. Nach der Diagnose „Bandscheibenvorfall“ bei Top-Feldtorschütze Patrick Weber muss nun auch der „Halbrechte“ Lucas Schneider zuschauen. Die im Spiel gegen Essen erlittene Verletzung an der Wurfhand hat sich als folgenschwer entpuppt, sodass der 24-Jährige „langfristig“ ausfällt, so Trainer Michael Lerscht, der weiß: „Verletzungen kommen nie gelegen. Jammern hilft aber nicht, jetzt müssen andere eben eine größere Rolle einnehmen.“
Und das am besten schon am Samstag, wo der TuS (13. Platz/16:22 Punkte) zu ungewohnter Anwurfzeit von 17 Uhr beim EHV Aue (11./18:20) gastiert. Die Kandidaten auf halblinks: Jonas Faulenbach und Jonas Müller, die nach Erkrankung und Schulterproblemen zumindest wieder ins Aufgebot zurückkehren, jedoch wohl nur dosiert eingesetzt werden können. Halbrechts muss der letzte verbliebene Linkshänder Andreas Bornemann nun eine noch größe Offensivlast tragen als ohnehin schon.

Deftige Pleite im Vorjahr

Keine optimalen Voraussetzungen vor dem Duell mit dem heimstarken Sachsen, die zuhause erst fünf Punkte abgegeben und sechs von neun Partien gewonnen haben. Ferndorf verlor in Michael Lerschts Amtszeit alle drei Partien in Aue und geriet besonders in der Vorsaison mit 25:34 gewaltig unter die Räder. Erinnerungen daran wischt der TuS-Coach deshalb schnell beiseite: „Ansonsten waren wir in den letzten Jahren immer nah dran. Es waren knappe Spiele und diese Situation wollen wir uns auch diesmal wieder erarbeiten.“

Abwehr auseinanderziehen

Dass dies kein leichtes Unterfangen wird, ist jedoch auch Lerscht bewusst: „Aue ist zuhause sehr kampfeslustig, sehr emotional. Da müssen wir dagegenhalten.“ Mut macht dafür das Hinspiel, das Ferndorf im September in eigener Halle mit 26:22 gewann. Das mögliche Erfolgsrezept: Aufgrund der insbesondere durch die Weber-Verletzung gesunkenen „Feuerkraft“ im eigenen Rückraum soll die massive 6:0-Deckung des EHV um den tschechischen Nationalspieler Petr Slachta – der übrigens bei der Europameisterschaft gegen Deutschland zum zwischenzeitlichen 18:18 traf – auseinandergezogen werden, um Lücken für die wendigen Andersson und Co. zu reißen. „Wir müssen viel Bewegung initiieren, den Ball schnell laufen lassen und die großen Kerle in Bewegung bringen“, weiß Michael Lerscht.

Kammlodt ragt heraus

Auf dessen Schützlinge kommt auf der anderen Seite des Feldes ebenfalls viel harte Arbeit zu. Der 1,96-m-Mann Adrian Kammlodt ist auf der „Königsposition“ im halblinken Rückraum der torgefährlichste Akteur, trifft im Schnitt fast fünf Mal pro Spiel, ohne als Siebenmeterschütze in Erscheinung zu treten. „Im Angriff liegt viel Last auf ihm, im rechten Rückraum haben sie aber auch gute Leute. Generell werden auf unsere Deckung viele intensive Zweikämpfe zukommen“, so Lerscht.

Ferndorf kann mit Aue gleichziehen

Was die samstäglichen Kontrahenten eint: Beide schrammten am vergangenen Wochenende nach großem Kampf nur knapp an einer Überraschung vorbei. Während Ferndorf sich gegen den Tabellenzweiten TuSEM Essen mit 26:27 geschlagen geben musste, unterlag Aue trotz einer starken Aufholjagd beim Spitzenreiter HSC Coburg mit 22:24. Die ungeliebte Auswärtsfahrt nach Sachsen birgt für Ferndorf nun die Chance, in der Tabelle mit der Mannschaft von Trainer Stephan Swat gleichzuziehen. Michael Lerscht: „Jeder Punkt zählt, also versuchen wir natürlich, etwas auf die lange Rückfahrt mitzunehmen.“

Autor:

Pascal Mlyniec (Redakteur) aus Siegen

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