TSV Steinbach Haiger grüßt von Platz 1
Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey!

Verkehrte Welt: Steinbachs Verteidiger Sasa Strujic (links) zwingt Offenbachs Angreifer Moritz Hartmann zur Defensivarbeit.
  • Verkehrte Welt: Steinbachs Verteidiger Sasa Strujic (links) zwingt Offenbachs Angreifer Moritz Hartmann zur Defensivarbeit.
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  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

sq Haiger. Der TSV Steinbach Haiger ist – zumindest bis Dienstag – Spitzenreiter der Fußball-Regionalliga Südwest! Die Mannschaft von Trainer Adrian Alipour setzte sich am Samstag im Hessen-Duell gegen Kickers Offenbach mit 1:0 (0:0) durch und profitierte zudem von der Niederlage des bisherigen Tabellenführers 1. FC Saarbrücken gegen Bayern Alzenau. Die Saarländer haben allerdings ein Spiel weniger ausgetragen als der TSV. Zum Matchwinner avancierte, wie schon in der Vorwoche beim 3:1 in Bahlingen, der eingewechselte Kevin Lahn, der kurz vor Schluss das „goldene“ Tor erzielte (84.).

Man merkte beiden Mannschaften vom Anpfiff weg an, dass es in diesem Duell um viel ging. Trotz eines ansehnlichen Spiels gab es in der ersten Viertelstunde keine Torraumszenen. Die erste dicke Chance hatte der TSV Steinbach Haiger in der 17. Minute. Im Anschluss an einen Freistoß von Serhat Ilhan und einem Durcheinander in der OFC-Abwehr setzte Jannik Mause das Leder aus wenigen Metern an den Pfosten – das hätte das 1:0 sein können, vielleicht sogar müssen! Auch auf der Gegenseite sorgte ein Freistoß für erste Gefahr. Bei der Hereingabe von Niklas Hecht-Zirpel musste sich TSV-Keeper Tim Paterok ganz lang machen, um den Schuss zu parieren (19.). Bitter für Steinbach: Nach einem Ballgewinn von Johannes Bender kurz vor dem Offenbacher Sechzehner und einer schönen Passkombination traf Jannik Mause erneut nur Aluminium (26.). Die Gäste kamen danach besser in die Begegnung und waren bis zur Halbzeitpause die klar spielbestimmende Mannschaft. In der 34. Minute freuten sich die gut 500 mitgereisten Offenbacher Fans schon über den vermeintlichen Führungstreffer, doch Moritz Hartmann stand im Abseits. Zwei weitere Male wurde es im TSV-Strafraum gefährlich (32./36.), zudem zielte Moritz Reinhard nur knapp am Kasten vorbei (40.) – Glück für TSV!

Kurz nach dem Seitenwechsel tauchte Steinbachs Sascha Marquet frei vor dem OFC-Tor auf, vergab aber aus aussichtsreicher Position (46.). Danach passierte lange Zeit nichts. Beide Teams neutralisierten sich und ließen keine Möglichkeiten zu. Erst in der 66. Minute streifte ein Freistoß des erst kurz zuvor eingewechselten Manuel Hoffmann die Latte. Immer wieder ergaben sich für den TSV potentielle Gelegenheiten aus Freistößen im Mittelfeld. So parierte OFC-Torhüter Dominik Draband im Anschluss an einen solchen Standard mit einem starken Reflex einen Kopfball von Nico Herzig (69.).
Eine Viertelstunde vor Schluss schwächten sich die Gäste selbst, als Lucas Albrecht nach wiederholtem Foulspiel die „Ampelkarte“ sah (75.). Das sollte sich rächen – und zwar nach 84 Minuten: Per Doppelpass kombinierte sich der TSV durch die OFC-Abwehr, Kevin Lahn schloss aus kurzer Distanz ab und traf zum umjubelten 1:0. Wenig später war Schluss – und Steinbach neuer Tabellenführer!

Statistik:
TSV Steinbach Haiger – Kickers Offenbach 1:0 (0:0)
Aufstellung TSV Steinbach Haiger: Paterok – Wenninger, Herzig, Kirchhoff, Strujic – Bender, Bisanovic – Ilhan (57. Lahn), Marquet – Mause (64. Hoffmann), Kramer (86. Schüler).
Tor: 1:0 Lahn (84.) .
Gelb-Rote Karte: Albrecht (Offenbach) wegen wiederholten Foulspiels (75.).
Zuschauer: 2257.

Stimmen zum Spiel:
Adrian Alipour (Trainer TSV Steinbach Haiger): „Die Jungs waren heute extrem giftig und gallig. Sie hatten eine hohe Bereitschaft, in jeden Zweikampf zu gehen und die Duelle anzunehmen. Wenn man hinten raus gegen eine Top-Mannschaft wie Offenbach keine Torchance zulässt, dazu dreimal das Aluminium trifft, dann ist der Sieg auch verdient. Wenn man sieht, was sich aktuell hier beim TSV entwickelt, dann ist das absolut emotional und einfach nur geil! Wir freuen uns wahnsinnig über die drei Punkte.“
Daniel Steuernagel (Trainer Kickers Offenbach): „Für uns war das heute sehr bitter, denn wir haben uns mal wieder selbst geschlagen. Die Gelb-Rote Karte resultierte aus einem Foul, das man so niemals machen darf. Das war in einer Phase, in der sich beide Mannschaften neutralisiert haben und das Spiel sich nur zwischen den Strafräumen abgespielt hat. Wahrscheinlich wäre die Partie sonst 0:0 ausgegangen. Es war natürlich ein schön herausgespieltes Tor, aber so darf man unsererseits nicht verteidigen.“

Autor:

Redaktion Sport aus Siegen

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