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Fußball-Oberliga
Sportfreunde Siegen beschenken sich nur mit einem Punkt

Sportfreunde-Stürmer Jacob Pistor (links) zieht in der 57. Spielminute aus vollem Lauf ab – doch das Leder zischt hauchdünn am Aluminium vorbei. Es war die größte Chance auf ein Siegtor der Siegener in der zweiten Halbzeit.
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  • Sportfreunde-Stürmer Jacob Pistor (links) zieht in der 57. Spielminute aus vollem Lauf ab – doch das Leder zischt hauchdünn am Aluminium vorbei. Es war die größte Chance auf ein Siegtor der Siegener in der zweiten Halbzeit.
  • hochgeladen von Frank Steinseifer (Freier Mitarbeiter)

fst Siegen. „Der tolle Rasen, das Stadion, dazu diese Fans, ein Aufstieg in den nächsten Jahren wäre wirklich verdient“, sprach Michael Kaminski, Gästetrainer von Westfalia Rhynern lobende Worte. Nicht nur die Gäste aus Hamm, auch die Siegener Zuschauer waren von der einfallsreichen und aufwändigen Choreografie der aktiven Fanszene begeistert. Die Glückwunschreden der stellvertretenden Landrätin Jutta Capito, von Stadtrat Arne Fries, vom Sportfreunde-Ehrenpräsidenten Manfred Utsch und dem Vereinsvorsitzenden Roland Schöler waren gehalten, die...

fst Siegen. „Der tolle Rasen, das Stadion, dazu diese Fans, ein Aufstieg in den nächsten Jahren wäre wirklich verdient“, sprach Michael Kaminski, Gästetrainer von Westfalia Rhynern lobende Worte. Nicht nur die Gäste aus Hamm, auch die Siegener Zuschauer waren von der einfallsreichen und aufwändigen Choreografie der aktiven Fanszene begeistert. Die Glückwunschreden der stellvertretenden Landrätin Jutta Capito, von Stadtrat Arne Fries, vom Sportfreunde-Ehrenpräsidenten Manfred Utsch und dem Vereinsvorsitzenden Roland Schöler waren gehalten, die Nachwuchskicker hatten 120 rote Luftballons in den Abendhimmel aufsteigen lassen, da entrollten die Fans auf der Gegentribüne ein gut 70 Meter langes und 20 Meter breites Stoffbanner mit einer großen goldenen 120 auf rot-weißem Grund und auch während der 93 Minuten Spielzeit unterstützten sie die Mannschaft unablässig und lautstark. Wie ein Block stand der 12. Mann hinter dem Team von Trainer Dominik Dapprich. Fans, Mannschaft, die gesamte Sportfreunde-Familie hatte sich einen Sieg zur 120-Jahr-Feier sehnlichst gewünscht - am Ende gab es mit einem 1:1 leider nur Party-Magerkost und die Siegener warten weiterhin auf den ersten Heimsieg.

Leistungsgerechtes
Unentschieden

Beide Trainer waren sich in der Beurteilung der Partie einig: es war ein leistungsgerechtes Unentschieden. Der Frust wird bei Trainer Dominik Dapprich sicherlich aber noch ein Stück weit größer gewesen sein, denn außer dem Führungstreffer der Gäste bereits in der sechsten Minute, als Rhynern die mangelnde Zuordnung auf der linken Siegener Abwehrseite eiskalt ausnutzte und Torjäger Lennard Kleine nach Vorlage von Leon Müsse locker einschob, gab es kaum noch eine nennenswerte Torchance der Gäste auf dem Zettel. Vor allem in der zweiten Hälfte hatten die Siegener deutlich mehr vom Spiel, doch Zählbares sollte wieder mal nicht dabei herausspringen. „Nach der Niederlage in Ennepetal können wir heute mit dem Punkt leben, auch wenn wir uns zur Gebutstagsfeier einen Heimsieg gewünscht hätten“, so Dapprich.
Es war eine zerfahrene, nicht eben hochklassige Oberligapartie mit vielen Fehlpässen im Mittelfeld.

Sportfreunde verschlafen
die erste Viertelstunde

Den Start hatte das Geburtstagskind total verpennt, Rhynern drückte den Anfangsminuten den Stempel auf. „Die ersten 15 Minuten haben mir nicht gefallen, da waren wir viel zu ängstlich“, monierte sodann auch Dapprich. Doch der frühe Nackenschlag zum 0:1 hatte auch sein Positives: Mit dem einsetzenden Regen kam Siegen zurück ins Spiel, Okay Yildirim und Jacob Pistor setzten die ersten Ausrufezeichen. Als nach einem Eckball in der 24. Minute der Ball bei Pistor landete, knallte der lange verletzte Stürmer das Leder am herauseilenden Torwart Hahnemann aus 16 Metern zum 1:1 in die Maschen. Für seine Leistung über 90 Minuten gab es ein Sonderlob von Trainer Dapprich: „Pistor war eine Bereicherung für unser Spiel.“
Auf dem tiefer werdenden Boden wurden die zweiten 45 Minuten zu einem reinen Abnutzungskampf, in dem die Sportfreunde leidenschaftlich um ein Siegtor kämpften. Doch wie zuletzt agierte Björn Jost oft zu überhastet und auch bei Okay Yildirim fehlte die Feinjustierung. Jacob Pistor hätte in der 57. Minute bei seinem Schuss aus vollem Lauf zum Party-Anheizer werden können, doch das Leder zischte hauchdünn am Aluminium vorbei. Torschütze Pistor: „Über den Punkt bin ich zufrieden und enttäuscht zugleich.“

ZITATE

„Wir nehmen die Einladung zur Party der Sportfreunde gerne an. Meine Spieler haben sich das Essen und das ein oder andere Bier sicher verdient.“ – Michael Kaminski, Cheftrainer Westfalia Rhynern


„Die Mannschaft tut mir wirklich leid. Sie hat wieder so einen großen Aufwand betrieben, der hätte mit einem Sieg belohnt werden müssen. Wir haben vorne jedoch ein paar falsche Entscheidungen im Sechzehner getroffen.“ – Andreas Krämer, Sportlicher Leiter der Sportfreunde Siegen.

STATISTIK

SF Siegen - Westf. Rhynern 1:1 (1:1)

Aufstellung Siegen: Thies - Horie, Below, Filipzik, Krämer - Kaminishi - Yildirim (90. Brusch), Jost, Wolff (88. Freund) - Pistor (90. Dodic), Suzuki (75. Koc)

Tore: 0:1 Kleine (6.), 1:1 Pistor (24.)
 – Zuschauer: 764.

Autor:

Frank Steinseifer (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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