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Frauen-Fußball
Sportfreunde Siegen wieder in der Regionalliga

Mit dieser Mannschaft starteten die Siegener Sportfreunde-Frauen erfolgreich in die Saison und sicherten sich souverän den Aufstieg. Nicht mehr dabei sind allerdings Carla Mengel, Tessa Grauel, Burca Özkanca und Marvie Kalteich. Unser Teamfoto zeigt in der hinteren Reihe (von links): Neele Daub, Janet Stopka, Luisa Martin, Laura Pfeifer, Lotta Fernholz, Pauline Fernholz, Karla Mengel und Sophie Rüthing. In der mittleren Reihe stehen (von links): Co-Trainer Thorsten Flender, Cheftrainer Andreas Edelmann, Leah Damm, Luca Barth, Charlotte Heinz, Julia Berchner, Hannah Sieberg, Tessa Grauel, der stellv. Abteilungsleiter Michael Schneider und der Sportliche Leiter Thomas Trogisch. Vorne sitzen (von links): Marie Rüthing, Aileen Trottner, Lea Knipp, Kim Dreßler, Burcu Özkanca und Marvie Kalteich. Es fehlten: Christina Pili, Jana Peter, Aleyna Köksal, Pauline Braach, Celine Meckel und Sabrina Schneider.
  • Mit dieser Mannschaft starteten die Siegener Sportfreunde-Frauen erfolgreich in die Saison und sicherten sich souverän den Aufstieg. Nicht mehr dabei sind allerdings Carla Mengel, Tessa Grauel, Burca Özkanca und Marvie Kalteich. Unser Teamfoto zeigt in der hinteren Reihe (von links): Neele Daub, Janet Stopka, Luisa Martin, Laura Pfeifer, Lotta Fernholz, Pauline Fernholz, Karla Mengel und Sophie Rüthing. In der mittleren Reihe stehen (von links): Co-Trainer Thorsten Flender, Cheftrainer Andreas Edelmann, Leah Damm, Luca Barth, Charlotte Heinz, Julia Berchner, Hannah Sieberg, Tessa Grauel, der stellv. Abteilungsleiter Michael Schneider und der Sportliche Leiter Thomas Trogisch. Vorne sitzen (von links): Marie Rüthing, Aileen Trottner, Lea Knipp, Kim Dreßler, Burcu Özkanca und Marvie Kalteich. Es fehlten: Christina Pili, Jana Peter, Aleyna Köksal, Pauline Braach, Celine Meckel und Sabrina Schneider.
  • Foto: Verein
  • hochgeladen von Jost-Rainer Georg (Redakteur)

geo Siegen. Er kam, sah und stieg auf: Andreas Edelmann, seit drei Jahrzehnten als Trainer im Fußball-Geschäft unterwegs, ahnte schon im Sommer-Trainingslager in Wiemeringhausen im Sauerland, dass es bei seiner neuen „Dienststelle“ im Siegener Leimbach-Stadion eine außergewöhnliche Saison werden würde. Nicht wegen des Corona-Virus, der im März zum Saisonabbruch in der Frauen-Westfalenliga führte. Das konnte niemand vorhersehen. Aber da war einfach dieses gute Gefühl, dass es nach mehreren Jahren, in denen man „nie ganz oben dran“ war, nun endlich klappen würde.
Wiederaufstieg nach vier JahrenVier Jahre ist es jetzt her, dass die Fußball-Frauen aus dem Leimbachtal, einst hervorgegangen aus der „Restmasse“ des vormals ruhmreichen TSV Siegen, ihr letztes Regionalliga-Spiel bestritten.

geo Siegen. Er kam, sah und stieg auf: Andreas Edelmann, seit drei Jahrzehnten als Trainer im Fußball-Geschäft unterwegs, ahnte schon im Sommer-Trainingslager in Wiemeringhausen im Sauerland, dass es bei seiner neuen „Dienststelle“ im Siegener Leimbach-Stadion eine außergewöhnliche Saison werden würde. Nicht wegen des Corona-Virus, der im März zum Saisonabbruch in der Frauen-Westfalenliga führte. Das konnte niemand vorhersehen. Aber da war einfach dieses gute Gefühl, dass es nach mehreren Jahren, in denen man „nie ganz oben dran“ war, nun endlich klappen würde.

Wiederaufstieg nach vier Jahren

Vier Jahre ist es jetzt her, dass die Fußball-Frauen aus dem Leimbachtal, einst hervorgegangen aus der „Restmasse“ des vormals ruhmreichen TSV Siegen, ihr letztes Regionalliga-Spiel bestritten. 1:5 verlor man beim VfL 48 Bochum. Doch schon bald könnte es ein Wiedersehen geben, denn der Aufstieg der SFS-Mädchen ist nur noch Formsache und wird in ein paar Wochen vom Verbandstag besiegelt werden - fast auf den Tag genau vier Jahre nach jener bitteren Heimfahrt aus Bochum zurück ins Siegerland!
Obwohl der Erndtebrücker Trainer, der zuvor dreieinhalb Jahre lang den SV Schameder trainiert hatte, auf zwei seiner torhungrigsten Spielerinnen verzichten musste, wurde aus dem „guten Gefühl“ schnell eine Art Gewissheit: auch ohne die vor einem Jahr schwer am Knie verletzte Lotta Fernholz und die nach Recklinghausen abgewanderte Tina Bach, die in der Westfalenliga 2018/19 zusammen 38 Tore geballert hatten, lief es schnell wie am Schnürchen. Vier Spiele ohne Gegentor gewonnen, am Ende standen beim Abbruch im März 16 Siege in 19 Pflichtspielen! Mit der jüngeren Schwester Pauline Fernholz (13 Tore) und der nach langer Verletzung aus Kölnwieder eingestiegenen Janet Stopka (8) übernahmen neue Spielerinnen das Toreschießen. Zwei Niederlagen und ein Remis konnten die herausragende Bilanz des Von-Anfang-an-Tabellenführers nicht trüben, das Unentschieden war übrigens ein 2:2 im Derby gegen den Aufsteiger Fortuna Freudenberg.

Keine Derbys, trotzdem kürzere Fahrten

„Diese Derbys werden uns in der nächsten Saison schon fehlen, aber ansonsten stehen wir uns durch den Aufstieg in die Regionalliga sogar besser“, meint Andreas Edelmann, denn anstelle von „ganztägigen“ Sonntag-Ausflügen nach Hauenhorst nahe der holländischen Grenze, Ostbevern am Teutoburger Wald oder dem sagen-umwobenen SV Kutenhausen-Todtenhausen unweit westlich von Hannover geht es - wenn es denn mal wieder losgeht - gepflegt nach Köln, Essen und - ja - wieder nach Bochum.

"In der Breite besser aufstellen"

Doch das wird kein „Wellness-Urlaub“ in der Spielklasse direkt unterhalb der 2. Bundesliga: „Hier wird schon sehr professionell gearbeitet. Was Dynamik und Handlungsschnelligkeit angeht, werden wir Nachholbedarf haben“, ahnt der Coach. Zudem wird es in der vermutlich auf 16 Mannschaften aufgestockten Liga einen vermehrten Abstieg geben - mit vier oder gar fünf Absteigern ist zu rechnen.
„Wir müssen uns in der Breite besser aufstellen“, hat Edelmann Handlungsbedarf beim Kader erkannt, weil das Leistungsgefälle innerhalb des Teams zu groß sei, um einzelne Ausfälle von starken Spielerinnen aufzufangen. Breiter aufgestellt hatte Edelmann bereits in seiner Premieren-Saison das Team hinter dem Team, auch um Abteilungsleiterin Gudrun „Emmi“ Winkler ein Stück weit zu entlasten: „Thomas Trogisch als Sportlicher Leiter und Michael Schneider als Abteilungsleiter und sozusagen Verbindungsmann zu den anderen Mannschaften haben uns auch außerhalb des Rasens professioneller aufgestellt.“

Bald Neues in Sachen Neuzugänge

Gleichwohl soll der Kader für die Regionalliga behutsam aufgestockt werden. Schon bald. „Wir können in Kürze einiges dazu bekannt geben, aber der Altersdurchschnitt wird nicht nach oben gehen“, kündigte der Coach im SZ-Gespräch an und gab damit gleich die Marschrichtung vor, die sein Team auch in der abgebrochenen Saison von Sieg zu Sieg eilen ließ: „Frauen-Fußball ist durchaus härter und kampfbetonter geworden. Da braucht es junge und hungrige Spielerinnen. Darauf müssen wir uns einstellen.“

... und schon wieder gegen Bochum!

Dennoch verfällt der „Wittschie-Coach“ jetzt nicht in Aktionismus: „Wir müssen abwarten, wie sich die Corona-Lage entwickelt. Im Sommer werden wir sicherlich allenfalls versuchen, ein bisschen zu spielen und etwas Spaß zu haben. Die eigentliche Vorbereitungsarbeit sehe ich, wenn überhaupt, erst gegen Ende des Sommers auf uns zukommen.“ Dann aber wird es vielleicht hammer-hart werden, ein Nachholen der „alten“ Pokalrunde vermutlich inbegriffen. Denn auch da stehen die Siegenerinnen noch im Wettbewerb und treffen im Halbfinale in Siegen auf - genau: den VfL 48 Bochum....

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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