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Über 600 Zuschauer für Besuch belohnt
Standards entscheiden tolles Oberliga-Spitzenspiel

Die Entscheidung: Kevin Krumm, Daniel Waldrich und Mats Scheld (hinten v. l.) feiern mit Derrick Kyere (vorne) dessen Treffer zum 4:1.
  • Die Entscheidung: Kevin Krumm, Daniel Waldrich und Mats Scheld (hinten v. l.) feiern mit Derrick Kyere (vorne) dessen Treffer zum 4:1.
  • Foto: Pascal Mlyniec
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

pm Kaan-Marienborn. Der Abpfiff war wie eine Erlösung - und jetzt fehlt nur noch ein Schritt. Mit ihrer vielleicht besten Saisonleistung haben die Oberliga-Fußballer des 1. FC Kaan-Marienborn die U21 des SC Paderborn in einem temporeichen und rassigen Spitzenspiel mit 4:2 (3:0) bezwungen und das Tor zur Regionalliga weit aufgestoßen. Noch ein Sieg aus den verbleibenden beiden Partien fehlt den Känern, die schon am Sonntag in Schermbeck den Aufstieg perfekt machen können. "Jetzt sind wir schon halb in der Tür und jetzt wollen wir natürlich auch durchgehen", kündigte Daniel Waldrich an.

Der Kapitän erlebte mit seinen Teamkollegen einen Fußballabend, den sie sich kaum schöner hätten erträumen können. Keine drei Minuten waren vor der würdigen Kulisse von über 600 Zuschauern gespielt, als die Hausherren bereits in Führung gingen. Der Abschluss von Armin Pjetrovic nach Ecke von Jannes Hoffmann wurde noch auf der Linie geklärt, doch den Abpraller setzte Kohsuke Tsuda aus der zweiten Reihe ins untere Eck.

Paderborner Albtraum-Kombination

Hoffmann-Pjetrovic, das war eine Kombination, die den jungen Ostwestfalen wohl noch ein paar Albträume bescheren wird. In der 21. Minute flog die nächste Hoffmann-Ecke in den "Fünfer", wo Pjetrovic erst reichlich Verwirrung stiftete und dann auf Vorlage von Derrick Kyere auf 2:0 erhöhte. Und damit nicht genug, denn auch beim Halbfeld-Freistoß von Hoffmann hatte Pjetrovic seinen Kopf im Spiel, ehe Jan Luca Kiefer bei seinem Klärungsversuch ins eigene Netz traf (34.). Drei Standards, drei Tore - besser konnte das Spiel für die Hausherren nicht starten. "Standards gehören zum Spiel dazu und sind eine unserer Waffen. Die haben wir genutzt", stellte Kaans Trainer Thorsten Nehrbauer nüchtern fest.

Jeder Zweikampf gefeiert

In den rund 96 Minuten zuvor war der Ex-Profi an der Seite jedoch ebenso emotional wie seine Schützlinge auf dem Platz, die mit den Ersatzspielern jeden gewonnen Zweikampf, jeden eroberten Ball und jeden herausgeholten Freistoß von der ersten bis zur letzten Sekunde lautstark feierten. "Wir wissen, um was es geht. Wir haben uns vorgenommen, bei jeder Situation da zu sein, und haben das von Anfang bis Ende durchgezogen. Ich bin unfassbar stolz auf die Mannschaft", sagte Torschütze Pjetrovic.

Der Innenverteidiger konnte sich mit der 3:0-Führung im Rücken auf seine Kernkompetenz fokussieren - und bekam dort auch noch eine Menge zu tun. Schon vor der Pause hatten die Ostwestfalen ihre Dynamik und ihren Spielwitz einige Male angedeutet, mit Wiederanpfiff versuchten sie dann noch einmal alles. Keine vier Minuten waren im zweiten Durchgang rum, als Justus Henke aus gut und gerne 25 Metern zum 3:1 in den Winkel traf (49.). Hätte Julian Bibleka kurz darauf nicht gegen Florian Wendt den Anschlusstreffer verhindert, hätte die Partie wieder auf der Kippe gestanden.

Kyere zieht den Stecker

Stattdessen aber gelang den Känern auf der Gegenseite mit ihrem schönsten Angriff die Entscheidung. Auf Flanke von Kohsuke Tsuda setzte sich der kleine Derrick Kyere im Kopfballduell durch und traf zum 4:1 (53.). Die Gäste gaben sich zwar längst nicht auf, wirkten aber auch zunehmend frustriert und gerieten schließlich in Unterzahl. Torschütze Henke sah binnen 120 Sekunden zwei Gelbe Karten und musste vorzeitig duschen (81.). Aus dem Gewühl heraus verkürzte Presley Pululu zwar noch auf 2:4 aus Sicht der Gäste (84.), jubeln durften am Ende aber nur die Käner. Denn jetzt fehlt nur noch ein Schritt.

Autor:

Pascal Mlyniec (Redakteur) aus Siegen

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