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Regionalliga Südwest
Steinbach Haiger vor Top-Spiel gegen Saarbrücken

geo Haiger. Adrian Alipour blieb eine Weile ganz gelassen, sagte das, was Trainer so sagen vor dem nächsten, natürlich mit Sicherheit wieder dem wichtigsten Spiel ihrer Mannschaft. Aber dann merkte man dem Coach des Südwest-Regionalligisten TSV Steinbach Haiger bei einer eigens einberufenen Pressekonferenz am Donnerstag doch die besondere Emotionalität an, die der  Partie am Samstag gegen Tabellenführer 1. FC Saarbrücken vorauseilt. Denn das Match um 14 Uhr im Haarwasen-Stadion ist nicht nur der Knaller am zweiten Rückrunden-Spieltag der Regionalliga Südwest. Es ist nicht nur das Aufeinandertreffen des Tabellendritten und des Liga-Besten, nicht nur die Brisanz des „kleinen“ Herausforderers gegen den „großen“ Platzhirschen aus dem Saarland.

geo Haiger. Adrian Alipour blieb eine Weile ganz gelassen, sagte das, was Trainer so sagen vor dem nächsten, natürlich mit Sicherheit wieder dem wichtigsten Spiel ihrer Mannschaft. Aber dann merkte man dem Coach des Südwest-Regionalligisten TSV Steinbach Haiger bei einer eigens einberufenen Pressekonferenz am Donnerstag doch die besondere Emotionalität an, die der  Partie am Samstag gegen Tabellenführer 1. FC Saarbrücken vorauseilt. Denn das Match um 14 Uhr im Haarwasen-Stadion ist nicht nur der Knaller am zweiten Rückrunden-Spieltag der Regionalliga Südwest. Es ist nicht nur das Aufeinandertreffen des Tabellendritten und des Liga-Besten, nicht nur die Brisanz des „kleinen“ Herausforderers gegen den „großen“ Platzhirschen aus dem Saarland.

"Das war extrem schmerzhaft für uns"

Für den seit Saisonbeginn sehr erfolgreich am Haarwasen tätigen Alipour ist es vielmehr auch eine besondere Art der Abrechnung mit dem Hinrundenstart, bzw. dem Hinspiel am 3. August in Völklingen, dass Steinbach höchst unglücklich mit 0:2 verlor. „Das war extrem schmerzhaft für uns. Wir haben da eine sensationell gute Performance abgerufen. Nur unsere Chancenverwertung war schlecht, bzw. sind wir an einem überragend haltenden Torhüter Daniel Batz gescheitert. Diesen Schmerz möchte ich nächste Woche nicht noch einmal erleben.“  Ein schöner letzter Satz, den man dann inhaltlich auch einfach mal umdrehen kann: diesmal soll es, bitteschön, den Top-Favoriten auf den Drittliga-Aufstieg und dessen Trainer Dirk Lottner „schmerzen“. Erst einmal aber lobte Alipour den morgigen Gegner über den grünen Klee: „Sie brauchen nicht viele Chancen, haben eine hohe Qualität vorn mit Eisele, Jurcher und Jakob und können nicht nur Mannschaften wie dem 1. FC Köln weh tun.“ Nur zur Erinnerung: vor genau einem Monat schalteten die Saarländer mit einem 3:2 den rheinischen Bundesligisten aus dem DFB-Pokal aus und stehen somit am 5. Februar im Achtelfinale gegen den Karlsruher SC.

"Haben noch Verbesserungspotenzial nach oben"

Ein bisschen ging das Tiefstapeln dann noch weiter: „Dreh- und Angelpunkt ist bei denen Manuel Zeitz. Wir sind in der Tabelle nur Dritter, und wer Dritter ist, hat eben noch Verbesserungspotenzial nach oben.“ Nachgefragt, was den TSV Steinbach Haiger denn tatsächlich noch vom Rivalen aus dem Saarland unterscheide, meinte der Coach: „Sie haben eine herausragende Torausbeute und brauchen nur wenige Chancen für ein Tor, während wir unfassbaren Aufwand betreiben müssen und dadurch in jedem Spiel sehr viel Energie verlieren.“

Kirchhoff will die Liga spannend halten

Benjamin Kirchhoff, Vize-Kapitän beim TSV, weiß deshalb, woraus es morgen ankommt: „Die kriegen eine oder zwei Chancen, und dann ist es passiert. Deshalb müssen wir die „null“ halten, denn wir wollen, dass die Regionalliga Südwest spannend bleibt.“ Tatsächlich hat auch der jüngere Bruder es ehemaligen Bayern-München-Verteidigers Jan Kirchhoff (jetzt KFC Uerdingen) die Tabelle vor Augen. Saarbrücken führt die Liga nach dem ersten Rückrunden-Spieltag mit 46 Zählern vor dem „hausinternen“ Dauerrivalen aus Elversberg (41) und dem TSV Steinbach Haiger (39) an. Dreht der Top-Club aus dem Lahn-Dill-Kreis nun jedoch das Hinspiel um, hat Saarbrücken nur noch vier Zähler Vorsprung auf Haiger und vielleicht nur noch zwei auf Elversberg, das morgen den SSV 1846 Ulm zu Gast hat. Und nach vier Siegen in Folge ist auch das Selbstbewusstsein bei den Gastgebern nach einem kurzen Durchhänger im Oktober mit den Punktverlusten gegen Koblenz und beim FSV Frankfurt wieder emporgeschnellt. Alipour: „Wir haben in Mainz ein herausragendes Spiel gezeigt und sind heiß auf den Gegner morgen.“

Herzig ersetzt gesperrten Al-Azzawe

Benjamin Kirchhoff muss sich indes mit Nico Herzig als Innenverteidiger-Duo um die starke Saarbrücker Offensive kümmern. Denn beim jüngsten 2:0-Sieg des TSV bei der U 23 des FSV 05 Mainz kassierte David Al-Azzawe die Rote Karte und ist gesperrt. Bis auf seine Langzeitverletzten Moritz Göttel und Tino Bradara konnte Alipour aber gestern stolz vermelden: „Wir sind ansonsten komplett dabei!“ Und Benjamin Kirchhoff pflichtete bei: „Wir sind super drauf, freuen uns auf Samstag und hoffen, dass viele Leute kommen.“

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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