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Sportfreunde Siegens Neuzugang Patrick Jöcks
Teilzeit-Chef mit Verletzungspech

Neuzugang Patrick Jöcks will den Sportfreunden mit seiner Erfahrung auf dem Platz weiterhelfen.
  • Neuzugang Patrick Jöcks will den Sportfreunden mit seiner Erfahrung auf dem Platz weiterhelfen.
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pm Siegen. Wie gut Patrick Jöcks sein kann, wissen die Verantwortlichen der Sportfreunde Siegen seit etwa 15 Monaten. Chancenlos unterlag der Oberligist aus Westfalen damals dem Pendant vom Niederrhein im Testspiel mit 1:4, was nicht zuletzt an der starken Vorstellung des Innenverteidigers lag, der sich so ganz oben auf den Zettel von Tobias Cramer spielte. Ein gutes Jahr später hat der SFS-Trainer seinen Wunschspieler bekommen, der im Leimbachtal eine tragende Rolle spielen soll. Doch Verletzungen erschweren der Nummer 4 bisher den Start.

„Es wurde ein Spieler gesucht, der ein bisschen mehr Erfahrung hat als viele der jüngeren Spieler. Ich sehe da eine gewisse Verantwortung, der ich bisher noch nicht zu 100 Prozent gerecht werden konnte.

pm Siegen. Wie gut Patrick Jöcks sein kann, wissen die Verantwortlichen der Sportfreunde Siegen seit etwa 15 Monaten. Chancenlos unterlag der Oberligist aus Westfalen damals dem Pendant vom Niederrhein im Testspiel mit 1:4, was nicht zuletzt an der starken Vorstellung des Innenverteidigers lag, der sich so ganz oben auf den Zettel von Tobias Cramer spielte. Ein gutes Jahr später hat der SFS-Trainer seinen Wunschspieler bekommen, der im Leimbachtal eine tragende Rolle spielen soll. Doch Verletzungen erschweren der Nummer 4 bisher den Start.

„Es wurde ein Spieler gesucht, der ein bisschen mehr Erfahrung hat als viele der jüngeren Spieler. Ich sehe da eine gewisse Verantwortung, der ich bisher noch nicht zu 100 Prozent gerecht werden konnte. Es ist ärgerlich, dass ich schon ein paar Spiele verpasst habe“, sagt der 29-Jährige, in insgesamt 70 Regionalliga-Partien für den TSV Havelse, den KFC Uerdingen und die Reserve von Hannover 96 auflief.

Verletzung zur Unzeit: Profi-Traum geplatzt

Beim Zweitligisten aus der niedersächsischen Landeshauptstadt schnupperte Jöcks als Kapitän der U 19 einst an einer Profi-Karriere, doch ausgerechnet kurz vor dem Winter-Trainingslager der „Ersten“, bei dem der Linksfuß dabei sein sollte, zog er sich einen Kreuzbandriss und weitere Verletzungen im Knie zu. „Die Hoffnung, dass es für ganz oben reicht, war damals groß“, blickt Jöcks zurück, „aber am Ende hat es nicht gereicht. Nach drei oder vier Jahren in der Regionalliga habe ich gesagt, dass ich etwas machen möchte, womit ich auf Dauer safe bin.“ So zog es den gebürtigen Hannoveraner zum Studium der Sportwissenschaften nach Köln, fußballerisch landete er schließlich in Baumberg und nun in der Krönchenstadt.

„Ich bin super aufgenommen worden und fühle mich echt wohl. Auch neben dem Platz verstehen sich alle gut“, sagt Jöcks, dessen Probleme auf dem Platz am 2. Spieltag begannen. Beim Derby in Erndtebrück musste der Defensivspieler schon nach zehn Minuten mit einer Muskelverletzung ausgewechselt werden. Er arbeitete sich wieder ran, setzte zwei Partien aus und traf bei seinem Comeback gegen Meinerzhagen zum 1:0, nur um im gleichen Spiel wieder zurückgeworfen zu werden. Trainer Cramer war das genug, er ließ Jöcks die Blessur diesmal vollständig auskurieren und verzichtete in den folgenden fünf Spielen auf seinen Neuzugang.

Nicht der große Lautsprecher

Seit dem Derby gegen den 1. FC Kaan-Marienborn ist Jöcks zurück, war gegen den Stadtrivalen und zuletzt in Clarholz jeweils gut eine Stunde dabei. „Ich hoffe, dass ich jetzt fit bleibe und der Mannschaft noch mehr geben kann als bisher“, sagt Jöcks, der sich aber nicht als großen Lautsprecher inszenieren möchte: „Ich bin keiner der ankommt und sagt, dass alle nach meiner Pfeife tanzen müssen. Ich versuche positiv Einfluss zu nehmen und Dinge klar anzusprechen. Da habe ich auch absolut das Gefühl, dass das von den Jungs gut angenommen wird. Es ist aber nicht so, dass ich da irgendeine Chef-Rolle für mich beanspruche.“

Dabei ist Jöcks im Hinblick auf seine Erfahrung, seine Qualität und seine Statur dafür prädestiniert und füllt außerdem eine der wichtigsten Rollen aus, die es im modernen Fußball sowie im System von SFS-Trainer Cramer gibt. Als „Sechser“ ausgebildet, lief der 29-Jährige in den vergangenen Jahren stets als linker Innenverteidiger auf und überzeugte in dieser Rolle auch im Sportfreunde-Trikot in der Vorbereitung, als er hinten rigoros aufräumte und nach vorne mit klugen Pässen gefiel. In der Liga aber lief er bisher stets im defensiven Mittelfeld auf.

"Kann vielleicht noch mehr Einfluss nehmen"

„Im Endeffekt habe ich in Siegen noch gar nicht auf der Position gespielt, auf der ich vorher gespielt habe. Ich bin aber offen dafür, auf der Sechs zu spielen und kann da vielleicht noch mehr Einfluss nehmen“, so Jöcks, der das am Samstag (14.30 Uhr) gegen die robuste Mannschaft des TuS Ennepetal unter Beweis stellen will.

„Ich war mit meinen Leistungen in den letzten beiden Spielen noch nicht zufrieden, da erwarte ich selbst noch mehr von mir. Als Mannschaft sind wir auf einem ganz guten Weg, da will ich den Jungs noch mehr helfen“, spricht Jöcks Worte aus, Tobias Cramer gerne hören wird. Der Sportfreunde-Coach wird auch am 13. Spieltag wohl darauf setzen, dass sein Neuzugang den Laden zusammenhält und immer besser in Form kommt. Denn wie gut Patrick Jöcks sein kann, wissen die Sportfreunde-Verantwortlichen schon lange.

Autor:

Pascal Mlyniec (Redakteur) aus Siegen

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