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Neue Corona-Regeln in NRW
Testpflicht beim Sport entfällt für Geboosterte

Die neue Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen sorgt für Erleichterung bei Sportlern. Ab Donnerstag entfällt für geboosterte Personen beim Sport die Testpflicht. Kinder und Jugendliche bis zum 16. Geburtstag sind immunisierten Personen gleich gestellt.
  • Die neue Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen sorgt für Erleichterung bei Sportlern. Ab Donnerstag entfällt für geboosterte Personen beim Sport die Testpflicht. Kinder und Jugendliche bis zum 16. Geburtstag sind immunisierten Personen gleich gestellt.
  • Foto: Peter Kehrle
  • hochgeladen von René Gerhardus (Redakteur)

rege Siegen. Getreu dem Motto „Es lebe der Sport!“ wird dem sportlichen Treiben zwischen Sieger- und Münsterland mit der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen, die am Donnerstag in Kraft tritt, wieder etwas mehr Leben eingehaucht. Mit dem neuen Regelwerk hat die Landesregierung einige Erschwernisse aus dem Weg geräumt, die aus dem bisherigen „Hindernislauf“ zwar noch keinen „Sprint“, dafür aber zumindest nur noch einen „Hürdenlauf“ machen. Vor allem die angekündigte Änderung, dass die Testpflicht für geboosterte Personen bei „2G+“-Aktivitäten wie zum Beispiel beim Ausüben von Hallensport und dem Besuch von Hallenbädern, Saunen oder Fitnessstudios entfällt, sorgt für großes Aufatmen und dürfte Verbänden, die die Saison fortsetzen möchten, in die Karten spielen.

rege Siegen. Getreu dem Motto „Es lebe der Sport!“ wird dem sportlichen Treiben zwischen Sieger- und Münsterland mit der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen, die am Donnerstag in Kraft tritt, wieder etwas mehr Leben eingehaucht. Mit dem neuen Regelwerk hat die Landesregierung einige Erschwernisse aus dem Weg geräumt, die aus dem bisherigen „Hindernislauf“ zwar noch keinen „Sprint“, dafür aber zumindest nur noch einen „Hürdenlauf“ machen. Vor allem die angekündigte Änderung, dass die Testpflicht für geboosterte Personen bei „2G+“-Aktivitäten wie zum Beispiel beim Ausüben von Hallensport und dem Besuch von Hallenbädern, Saunen oder Fitnessstudios entfällt, sorgt für großes Aufatmen und dürfte Verbänden, die die Saison fortsetzen möchten, in die Karten spielen.

Vor-Ort-Tests möglich

Auch die Tatsache, dass Kinder und Jugendliche bis zum 16. Geburtstag immunisierten Personen gleich gestellt sind, macht die Zusammenkünfte auf Sportplätzen und in Turnhalle wieder leichter. Eine weitere Erleichterung ist die Möglichkeit, dass Sportvereine für das nachfolgende Sportangebot vor Ort beaufsichtigte Selbsttests anbieten dürfen. Und was den TuS Ferndorf freuen wird: Der heimische Handball-Zweitligist darf sein Heimspiel gegen den ThSV Eisenbach am 5. Februar gemäß der bis zum 9. Februar laufenden Coronaschutzverordnung vor Zuschauern (wenn auch einer begrenzten Zahl) bestreiten.

"Macht es den Geboosterten nicht so schwer"

Der Vorsitzende des Kreissportbundes Siegen-Wittgenstein, Ottmar Haardt, freut sich vor allem über die Lockerungen für Geboosterte und den Nachwuchs: „Das ist vernünftig, und das sind auch die Dinge, die wir als organisierter Sport angemahnt hatten. Wir als Kreissportbund werben für die Booster-Impfung, und anders als für Ungeimpfte muss es für Geboosterte möglich sein, Breitensport ausüben zu können. Es kann nicht sein, dass die wenigen Ungeimpften, den kompletten Sportbetrieb stören. Man sollte die Mehrheit der Vernünftigen nicht bestrafen, und deshalb haben wir auch gesagt: Leute, macht es den Geboosterten nicht so schwer.“ Ferner sei es wichtig, Kinder und Jugendliche am Sport teilhaben zu lassen, ansonsten könne man sich nicht über den Bewegungsmangel beschweren, so Haardt.

„Die ehrenamtlich Engagierten geben alles, um ein sportliches Angebot aufrecht zu erhalten. Der Sport darf nicht der Leidtragende sein. Für die Geboosterten, und das sind mittlerweile viele, ist das eine große Erleichterung“, stoßen die neuen Bestimmungen des Landes NRW auch bei der Pressewartin des Siegerland-Turngaus, Juliane Scheel, die zugleich bei der TSG Helberhausen als Übungsleiterin fungiert, auf große Gegenliebe. Generell hat sie keine Angst, dass Übungsstunden zu einem Corona-Hotspot werden können. „Viele haben noch Bedenken, in die Turnhalle zu gehen. Aber bei uns ist es so, dass jeder eine eigene Matte mitbringt, einen Bereich um seine Matte hat, und wir keine großen Bewegungen im Raum machen.“

Sie sei guter Dinge, dass es wieder aufwärts geht und bald auch wieder Wettkämpfe stattfinden können. Scheel blickt den kommenden Monaten zuversichtlich entgegen: „Wir sind bereit und sagen: Hoffentlich geht es bald wieder los. Es ist nicht damit zu rechnen, dass Corona ganz verschwinden wird, aber wir müssen lernen, damit zu leben und wünschen uns wenigsten wieder etwas mehr Normalität.“ Ein Wunsch, der bei den Landespolitikern – im Sinne des Vereinssports – zumindest nicht auf ganz taube Ohren gestoßen ist …

Die Regelungen der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen für den Sport ab 13. Januar:

Nachweis der Immunisierung und
Testung für Kinder und Jugendliche

  • Bis zum Schuleintritt: Kinder gelten als immunisiert und getestet, Altersnachweis erforderlich (Glaubhaftmachung durch Eltern reicht aus).
  • Bis zum 16. Geburtstag: Kinder und Jugendliche gelten als immunisiert und getestet. Altersnachweis erforderlich (Kinderausweis, Schülerausweis o. ä.).
  • Ab 16. Geburtstag: Jugendliche gelten (ab dem 17. Januar) nicht mehr als immunisiert. Soweit sie Schüler sind, gelten sie als getestet, Schülerausweis erforderlich.

Sport im Freien: 2G

  • Für die gemeinsame Sportausübung draußen gilt unverändert, dass nur immunisierte Personen teilnehmen dürfen (geimpft/genesen). Für Teilnehmer an Training und Wettkampfsport in offiziellen Ligen des organisierten Sports, die (Achtung neu!) über eine erste Impfung verfügen, gilt übergangsweise als Ersatz der Immunisierung ein PCR-Test (nicht älter als 48 Stunden) als Nachweis.

Sport drinnen: 2G+

  • Für Sport in Innenräumen gilt ausnahmslos 2G+. Aber: Der Nachweis einer Auffrischungsimpfung („Boosterung“) ersetzt den zusätzlichen Test.
  • Sportvereine können beaufsichtigte Selbsttests („Vor-Ort-Testung“) durchführen, die für das nachfolgende Sportangebot gültig sind.
  • Für Teilnehmer an Training und Wettkampfsport in offiziellen Ligen des organisierten Sports, die (neu!) über eine erste Impfung verfügen, gilt übergangsweise als Ersatz der Immunisierung ein PCR-Test (nicht älter als 48 Stunden) als Nachweis.
  • Für begleitende Eltern (Kind bringen, abholen, zuschauen) gilt 2G, in Hallenbädern 2G+.
  • Für Übungsleiter und Trainer bei Vereinsangeboten gilt auf und in allen Sportstätten, auch in öffentlichen Hallenbädern, 3G. Nicht immunisierte Übungsleiter und Trainer müssen während der gesamten Dauer ihrer Tätigkeit eine medizinische Maske tragen.

Zuschauer

  • Das Zuschauerverbot für überregionale Sportveranstaltungen entfällt.
  • Oberhalb einer absoluten Zahl von 250 Personen darf die zusätzliche Auslastung bei höchstens 50 Prozent der über 250 Personen hinausgehenden regulären Höchstkapazität liegen; insgesamt sind aber höchstens 750 Personen zugelassen.
  • Die vorgenannten Zahlen umfassen Sportler und Zuschauer. Personal (Trainer, Übungsleiter, Schiedsrichter, Ordner, Sicherheitskräfte etc.) wird nicht mitgezählt. Profisportler gelten als Beschäftigte und werden ebenfalls nicht mitgezählt.
  • Soweit für alle zulässigen Personen Sitzplätze vorhanden sind, dürfen Stehplätze nicht besetzt werden.
  • Für alle Zuschauer gilt drinnen und draußen 2G.
Autor:

René Gerhardus (Redakteur) aus Siegen

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